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Test: Lewitt LCT 640 TS

New Generation Microphone

Hier erfährst du, warum das LCT 640 TS von Lewitt das Mikrofon der Zukunft ist – und was es alles kann.


New Generation ...

Lewitt, eine noch sehr junge Mikrofonschmiede mit Hauptsitz in Wien, räumt in der Audiobranche ordentlich auf. 2010 war das Unternehmen auf einen Schlag da und lenkte weltweit die Aufmerksamkeit mit innovativen und hochwertigen Produkten auf sich. Jüngst setzten die Österreicher mit dem Doppelmembrankondenser LCT 640 TS neue Maßstäbe – und das nicht nur während des Recordings, sondern auch danach.

Seit der Erfindung des Mikrofons in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es immer wieder bahnbrechende Neuerungen. Nicht nur die Technik änderte sich, weg vom kohlebasierten Schallwandler hin zu ausgefeilten Ansätzen mit Tauchspule, Bändchen oder Kondensator. Auch die Elektronik erlaubte immer flexibleres und zielgerichteteres Arbeiten. Hierfür wurden nach und nach Tools wie eine umschaltbare Richtcharakteristik, ein Lowcut sowie ein Pad integriert – alles direkt am Mikrofon einstellbar.

Doch Innovationen brauchen ihre Zeit – sollte man meinen. Lewitt beweist das Gegenteil und hält der Branche vor Augen, wie viel Luft noch nach oben ist. Mit dem LCT 940 etwa brachten die Österreicher vor gut drei Jahren ein Kondensatormikrofon auf den Markt, das es erstmals erlaubte, die Vorverstärkung zwischen Röhre und Transistor stufenlos zu regeln. Oder: 2014 präsentierte die Crew um CEO Roman Perschon mit dem LCT 550 den weltweit ersten Großmembraner mit 0 dB Eigenrauschen. Was kann da wohl die Branche als nächstes bestaunen?

Bei manchen Features fragt man sich, warum da nicht schon jemand früher draufgekommen ist. War das technische Know-how nicht vorhanden oder sah man einfach nicht den Nutzen? Jedenfalls: Eine dieser Funktionen wäre etwa die, die Richtcharakteristik eines Signals im Nachhinein noch stufenlos verändern zu können. Selbstverständlich sollte man sich schon vor einer Aufnahme reichlich Gedanken darüber machen, wohin man möchte. Manche Situationen verlangen es jedoch, auch im Mix oder in der Post-Pro noch derart flexibel zu sein.

Genau für solche Fälle hat Lewitt nun eine Lösung parat: das LCT 640 TS. Aber halt mal. Ist das LCT 640 nicht quasi die Großmembraner-Cash-Cow der Österreicher? Richtig. Und es spricht ja auch nichts dagegen, ein etabliertes, erfolgreiches Mikrofon zu nehmen und dieses etwas zu modifizieren. Optisch fallen die Änderungen sowieso kaum ins Gewicht: Links findet sich nun eine weitere Buchse im Mini-XLR-Format und das Anzeigefeld wurde leicht umgestaltet. Doch schauen wir uns genauer an, was der Jüngling ist und kann.


Bis auf die Mini-XLR-Buchse und das leicht veränderte Bedien- sowie Anzeigefeld gleichen sich das LCT 640 TS und das gleichnamige Modell ohne „TS“ optisch wie ein Ei dem anderen.

Rundumblick

Nicht in einer schmucken Holzschatulle und auch nicht in einem kalten Aluminiumköfferchen – nein, das LCT 640 TS kommt in einem aus schwarzem Kunststoff gefertigten Military-Flightcase mit allem Drum und Dran. Zuvörderst wird hiermit eine professionelle, stabile sowie staub- und wasserdichte Garage geboten, die Platz für alles Mitgelieferte bietet. Obendrauf gibt es die Möglichkeit, das Köfferchen zu beschriften und ein Ventil zu öffnen, das bei Bedarf für einen Druckausgleich sorgt, damit die kostbare Fracht keine bleibenden Schäden davonträgt – etwa bei starken Luftdruck- und Temperaturschwankungen.

Mikrofon und Beiwerk liegen gut eingebettet in porösem Schaumstoff und sind somit bestens gegen Erschütterungen geschützt. Wer lieber mit kleinerem Gepäck reist, bekommt noch eine herkömmliche Mikrofontasche mit auf den Weg. Generell kann man über den Zubehörumfang nicht klagen: Neben den bereits erwähnten Aufbewahrungsmöglichkeiten und dem Mikrofon liegen eine Schnellstartanleitung, ein Garantiehinweis, ein Gummi-Armband, ein Poppschutz, eine Spinne, ein Adapterkabel, ein Windschutz sowie zwei Ersatzkappen für den Mini-XLR-Ausgang am Schaft bei.

Das LCT 640 TS selbst macht einen mehr als ordentlichen Eindruck: Es ist vorbildlich verarbeitet und fühlt sich mit seinem Zinkdruckgussgehäuse sehr wertig sowie robust an. Die drei Taster besitzen einen leichten Druckpunkt und die LED-Anzeige gibt einem sofort zu verstehen, was der Schallwandler macht. Herzstück des sogenannten „Twin System“ ist jedoch die 1-Zoll-Kapsel mit giftgrünen Ringen, die getrennte Signale von Vorder- und Rückseite liefern kann. Schutz bietet ein zweilagiger Korb mit Wabenmuster, der zusätzlich seitlich durch Bügel verstärkt wird.

Neben dem obligatorischen XLR-Ausgang, der traditionell am unteren Schaftende zu finden ist, besitzt das LCT 640 TS noch den bereits erwähnten Mini-XLR-Ausgang an der linken Gehäuseseite. An diesen kann das mitgelieferte, gut 50 Zentimeter lange Adapterkabel angeschlossen werden, um die beiden Signale im sogenannten Dual-Output-Modus separat aufnehmen zu können – und nicht summiert. Damit genau dieses Adapterkabel bei Erschütterungen nicht an die Spinne donnert, wurde es am Mini-XLR-Ende mithilfe eines Kunststoffelements so versteift, dass es nicht ungewollt für Störgeräusche sorgt. Sehr fein.

Per Magnet lässt sich der mitgelieferte Poppschutz an der Mikrofonspinne des LCT 640 TS befestigen.

Einstelltronik

Ein Blick auf das LCT 640 TS offenbart nicht im Geringsten, was alles über die drei Schalter direkt am Mikrofon konfigurierbar ist. Als der wichtigste kann wohl der mittlere Taster bezeichnet werden. Durch kurzes Drücken lässt sich die Richtcharakteristik für den Betrieb als normaler Doppelmembraner wählen: Kugel, Breite Niere, Niere, Superniere und Acht stehen hier zur Verfügung. Wird dieser Schalter für mindestens zwei Sekunden gedrückt, wechselt der Wandler in den Dual-Output-Modus – die LED-Anzeige für die Richtcharakteristik erlischt und das bis dato weiße Lewitt-Logo färbt sich grün.

Der rechte Taster ist für die Aktivierung der Vordämpfung zuständig. Kurzes Drücken schwächt das Ausgangssignal entweder um 0 dB, 6 dB, 12 dB oder 18 dB ab. Neben der Funktionalität als Pad fungiert dieser Button auch für den Wechsel in die Clipping-History: Wird der rechte Taster für zwei Sekunden gedrückt, zeigt das LCT 640 TS durch ein rot-blinkendes Logo an, dass das Mikrofon seit dem letzten Aufrufen der History oder seit dem Anlegen der Phantomspeisung Übersteuerungen erkannt hat. Übrigens: Auch während des Recordings blinkt das LED-Logo bei einer Übersteuerung rot.

Durch kurzes Drücken des linken Tasters kann der Lowcut bei 40, 80 oder 160 Hz geschaltet beziehungsweise deaktiviert werden. Fein und gut. Uninteressant ist aber auch die zweite Funktion nicht, denn bei drei Tasten und einer bunt leuchtenden Anzeige kommt wohl fast jeder Musiker in Versuchung etwas herumzuspielen, wenn der Techniker mal nicht hinsieht. Deswegen lässt sich mittels zwei Sekunden langem Drücken eine Tastensperre aktivieren und wieder deaktivieren. Angezeigt wird dies dadurch, dass das LED-Logo erlischt.

Zwar nicht elektronisch, aber dennoch passend zu diesem Punkt sollen der Poppschutz und die Spinne noch erwähnt werden. Ersterer besteht aus doppelwandigem Aluminium. Mittels eines Magneten lässt sich der Poppschutz unkompliziert an die Mikrofonspinne anheften – das klappt auch kopfüber recht gut. Die Spinne selbst besteht aus Kunststoff und bietet für das Mikrofon ausreichend Spielraum, um es einige Grad an die Gegebenheiten anzupassen. Allerdings ist dabei zu empfehlen, die Arretierschraube richtig fest anzuziehen, sodass das LCT 640 TS nicht ungewollt herausrutschen und Schaden nehmen kann.

An die seitliche Mini-XLR-Buchse wird das mitgelieferte Adapterkabel gesteckt, das im Dual-Output-Mode das Signal der Kapselrückseite führt.

Erste Eindrücke

Nun kribbelte es uns in den Fingern. Da Gesangsaufnahmen für verschiedene Projekte und Stilrichtungen anstanden, war es die menschliche Stimme, die uns einen ersten Eindruck des LCT 640 TS vermitteln sollte. Aufgestellt, eingerichtet – und eingepegelt!? Nun, so viel Gain kam uns dann doch etwas merkwürdig vor. Aber halt mal: Die goldene Regel anderer Mikrofone gilt hier nicht, denn die On-Axis ist nicht dort, wo sich auch das Logo befindet, sondern an der Seite mit den Tastern. Zugegeben, das wäre andernfalls auch Unsinn. Also: Mikrofon umgedreht und erneut eingepegelt.

Für unsere erste Aufnahme trat ein Sänger vor das Mikrofon, der eher klassischem Gesang frönt. Schon nach dem ersten gesungenen Wort waren wir begeistert. Das LCT 640 TS übertrug die Stimme sehr authentisch, will sagen, sehr dynamisch und natürlich, ohne dass jedoch die nötige Präsenz, Nuancenvielfalt und Durchsetzungskraft auf der Strecke blieben. Auch dem anschließenden Untertongesang, wie er etwa typischerweise von tibetischen Mönchen praktiziert wird, wurde das Mikrofon „Designed and Engineered in Vienna“ gerecht und überzeugte mit druckvollen Signalanteilen in den unteren Frequenzlagen.

Als nächstes war gutturaler Gesang – genaugenommen: Gekreische – an der Reihe. Dort, wo andere Kondenser einfach viel zu filigran und zu sauber in luftigen Höhen schweben und sich für diese Gesangstechnik kaum eignen, arbeitete das LCT 640 TS zu unserer vollsten Zufriedenheit. Erst hatten wir noch Bedenken und stellten vergleichend eine Tauchspule daneben auf, um notfalls wechseln zu können. Doch das war nicht nötig. Im Gegenteil, denn das LCT 640 TS schien plötzlich eine gewisse, absolut willkommene „Dreckigkeit“ zu besitzen, die uns vorher beim klassischen Gesang gar nicht aufgefallen war.

Für die letzten Aufnahmen positionierten sich gut zehn Personen vor dem Schallwandler, um in gekonnter Punk-Attitüde gemeinsam mit einem Stimmengewirr das Intro zu einem Song zu gestalten. Freilich standen dabei nicht alle im gleichen Abstand zum LCT 640 TS. So manch einer meinte sogar, er müsse die anderen übertönen und beugte sich des Öfteren weit nach vorne zum Mikrofon und schrie regelrecht hinein. Doch das machte nichts, denn weder kam es – dank des Pads – zu Clipping noch ließ diese egozentrische Performance die anderen Stimmen merklich in den Hintergrund rücken. Begeistert von den ersten Eindrücken wollten wir mehr.

Drei Taster und insgesamt 14 LEDs erlauben eine einfache Konfiguration direkt am LCT 640 TS.

Ein Mikrofon, zwei Signale

Es wird Zeit, die wichtigste Besonderheit des LCT 640 TS ins Licht zu rücken. Wir verkabeln das Mikrofon mithilfe des mitgelieferten Adapterkabels und legen auch hier 48 Volt Phantomspeisung an. Den mittleren Taster drücken wir für zwei Sekunden, sodass die Anzeige mit den Richtcharakteristiken erlischt und sich das Logo grün färbt. Das LCT 640 TS befindet sich nun im Dual-Output-Mode. Wieder bitten wir einen Sänger, uns als Schallquelle zu dienen. Am Interface pegeln wir erst das Signal für die Kapselvorderseite ein und wählen für die hintere den gleichen Gain-Wert – auch wenn naturgemäß deren Pegel etwas schwächer ist.

Auf einer Stereospur nehmen wir gut 30 Sekunden lang auf. Nun wird das Plug-In Polarizer benötigt. Dieses kann auf der Herstellerseite kostenlos heruntergeladen werden, arbeitet auf den Betriebssystemen Windows sowie Mac und ist mit den Schnittstellen VST, AU sowie AAX kompatibel. Was es macht, ist denkbar simpel: Es mischt die beiden Signale in einem vorher definierten Verhältnis zueinander, sodass sich die Richtcharakteristik selbst nach den Aufnahmen noch ändern lässt. Und das Ganze funktioniert stufenlos sowie mit einer Polar-Pattern-Echtzeitanzeige in der Mitte.

Eingriffsmöglichkeiten bietet Polarizer nicht viele. Das ist auch gar nicht nötig. Im unteren Teil des Fensters gibt es einen Schieber, mit dem sich die Richtcharakteristik wählen lässt, und in der Pegelanzeige rechts kann der Ausgangspegel reduziert werden. Direkt unter den anwählbaren Richtcharakteristiken befinden sich noch kleine, unscheinbare Dreiecke. Durch einen Klick darauf springt der Schieber an genau diese Stelle. Dieses derart simple Tool verdient ehrliches Lob.

Es ist interessant, welche Klangfarbe ein Signal durch das Verändern der Richtcharakteristik im Nachhinein plötzlich aufweisen kann. Am Beispiel unserer kurzen Gesangsaufnahme kommt ausgehend von der frontalen Niere hin zur Acht nicht nur merkbar mehr Raum ins Spiel, nein, die ganze Wahrnehmung des Signals verändert sich: die Tiefen verlieren deutlich an Pegel und die Stimme klingt viel kühler. Hier gäbe es noch viel zu erzählen und viele Vergleiche anzustellen, doch das muss man einfach selbst ausprobiert und gehört haben.

Sobald das LCT 640 TS übersteuert, leuchtet das LED-Logo an der Front dreimal rot auf.

Nonplusultra

Schon beim ersten Herumprobieren mit dem Polarizer fallen einem hunderte Dinge ein, die man mit dem LCT 640 TS unbedingt mal ausprobiert haben sollte. Etwa die Verwendung als Raummikrofon bei Schlagzeugaufnahmen. Durch Automatisieren des Schiebers, der die Richtcharakteristik bestimmt, könnten etwa in gewissen Passagen nur das Raummikrofon mit einer sich ändernden Klangfarbe zu hören sein. Oder eine Akustikgitarre, die je nach Strophe, Refrain oder Interludium anders tönt, ohne EQ oder andere Effekte zurate ziehen zu müssen.

Lewitt selbst zeigt in seinem Promo-Video zum LCT 640 TS, wie zwei sich gegenübersitzende Sänger ihr Bestes geben. Sie singen quasi abwechselnd in der gleichen Session in das gleiche Mikrofon. Und je nachdem, wer gerade singt, zeigt die Niere in die entsprechende Richtung. Hier ist also nicht nur ein technischer Vorteil gegeben, sondern auch einer, der die Performance positiv beeinflussen kann – schließlich stehen sich in diesem Beispiele beide Musiker gegenüber, werden nur durch einen Schallwandler in der Mitte voneinander getrennt und können viel besser aufeinander eingehen.

Noch eine weitere Möglichkeit, das LCT 640 TS zu nutzen, muss hier erwähnt werden. Nämlich die eines M/S-Stereo-Mikrofons. Solche Schallwandler sind freilich keine Neuheit, doch keines davon ist so vielseitig beziehungsweise vielseitig einsetzbar wie das LCT 640 TS. Vor allem jedoch ist die Dekodierung denkbar einfach: Bei den Aufnahmen gehört das Mikrofon auf die Schallquelle ausgerichtet und dann um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Das Signal der Kapselvorderseite gehört nun in den linken und das der Rückseite in den rechten Kanal einer Stereospur aufgezeichnet. Durch das simple Verändern der Stellung der Panorama-Regler ist somit die Stereoweite ganz einfach anpassbar. Gute Lösung, oder?

Jetzt fragt sich nur noch: Hätte es denn nicht mehr Sinn ergeben, lediglich einen fünfpoligen Anschluss für beide Signalquellen zu wählen? Auf den ersten Blick wäre das wohl praktischer gewesen, ja. Aber, mal ehrlich: Meist wird das gute Stück wohl eher für den regulären Einsatz genutzt werden. Und genau dann wird kein Adapter benötigt. Es wäre also viel lästiger, jedes Mal ein entsprechendes Adapterkabel nutzen zu müssen, als einfach wie gewohnt loszulegen. Nein, dieses Konzept überzeugt.

Hier bekommst du schon mal einen schönen ersten Eindruck vom Lewitt LCT 640 TS und seinen klanglichen Fähigkeiten:





Dank seiner Einsetzbarkeit als Stereosystem eignet sich das LCT 640 TS auch bestens als Raummikrofon.

Fazit, technische Daten & Wertung

Lewitt hat mit dem LCT 640 TS ein überaus interessantes und vielseitiges Mikrofon kreiert, das absolut Beachtung verdient. Es ist nicht nur vorbildlich verarbeitet und kommt mit allerlei nützlichem Zubehör, sondern hat alles mit an Bord. Angefangen von bekannten Tools wie Pad, Lowcut und Richtcharakteristik-Wahlschalter bis hin zu ausgefallenen Funktionen wie Clipping-History, Tastensperre und Dual-Output-Modus weiß es so gut wie alle Recording-Aufgaben tadellos zu meistern. Besonders hervorgehoben werden sollen hier seine Qualitäten als Gesangsmikrofon. Doch auch als Raummikrofon eignet sich das LCT 640 TS bestens – nicht zuletzt wegen seiner Stereo-Eigenschaften.

Abseits des Konventionellen kann das Mikrofon der Zukunft genauso als vielfältiges Werkzeug für allerlei experimentelle Klänge bezeichnet werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann sich durchaus sehen lassen, denn rund 900 Euro sind für all die Leistung des LCT 640 TS nicht viel. Zumal: Das „New Generation Microphone“ kann auch Schallwandlern in deutlich höheren Preissegmenten mühelos das Wasser reichen. Klare Empfehlung! Übrigens: Wer mit „nur“ einem LCT 640 TS nicht auskommt, der kann sich auch ein zweites holen und die beiden Schllwandler dann als Matched-Pair nutzen. Alle LCT 640 TS können dafür eingesetzt werden. Dies ist möglich, da Lewitt jedes einzelne LCT 640 TS einer Serie von Messungen unterzieht und danach die Polarisationsspannung optimiert, um bei allen Mikrofon die gleiche Empfindlichkeit zu erzielen, und das Stereobild gleichmäßig abzubilden.

Wandlerprinzip Doppelmembran-Druckgradientenempfänger, extern polarisiert
Membran

goldbeschichtete Mylar-Membran, 25,4 mm (1 Zoll)

Richtcharakteristiken

Kugel, Breite Niere, Niere, Superniere, Acht

Empfindlichkeit

30.1 mV / Pa (-31.4 dBV) Niere
30.3 mV / Pa (-30.3 dBV) Kugel
29.4 mV / Pa (-34.1 dBV), Acht

Signal-Rausch-Abstand

83,5 dB (A-gewichtet)

Ersatzgeräuschpegel

10,5 dB (A-gewichtet, Niere)

Dynamikumfang

123,3 dB (A-gewichtet)

Grenzschalldruckpegel

133,8 dB (@ 0 dB Vordämpfung)

Pads

0, -6, -12 & -18 dB

Lowcuts off, 40 Hz (12 dB/Oktave), 80 Hz (12 dB/Oktave) & 160 Hz (6 dB/Oktave)
Nennimpedanz < 110 Ω
Nennlastimpedanz > 1.000 Ω
Versorgungsspannung 48 V (±4 V)
Gehäuse Zinkdruckguss
Maße 158 x 52 x 36 mm
Gewicht 425 g
Lieferumfang

Mikrofon, Flightcase, Spinne, Shockmount, magnetischer Poppschutz, Mini-XLR-Kabel, Windschutz & Schnellstartanleitung


Wertung:
+ vorbildliche Verarbeitung
+ praktisches und vielseitiges Zubehör
+ optimales Gesangsmikrofon
+ hervorragender Klang
+ unzählige Einsatzmöglichkeiten
– Arretierschraube an der Spinne könnte besser halten

Preis (UVP): 899 €

Vertrieb: M&T Musik und Technik
Weitere Infos: Lewitt LCT 640 TS im Netz



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