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Special: Homogener Bandsound

Gesang durchsetzen

Wir zeigen dir, mit welchen Mitteln du deinen Gesang im Gesamtsound deiner Band optimal platzieren kannst.


Gesang durchsetzen

Unbestrittene Tatsache ist, dass in den meisten Stilrichtung die Vocals eine zentrale Rolle spielen. Umso wichtiger erscheint es, dem Gesang genügend Platz zum Atmen zu geben. In diesem Special zeigen wir dir, wie du deine Stimme optimal in den Bandsound integrieren kannst.

Aufgrund der essenziellen Funktion der Vocals in Populärmusik, sind diese auch in optimaler Qualität zu übertragen. Nicht umsonst kommen im Studio nur die besten Mikrofone, die besten Preamps und die besten Effekte zum Einsatz, um der Stimme die gebührende Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Allerdings gilt das nicht nur fürs Tonstudio, sondern ebenfalls für Proberaum und Bühne.

Oft greifen Sänger einfach auf irgendwelche Gesangsmikrofone zurück, die sich zufällig an Ort und Stelle befinden. Dass die Stimme so nicht perfekt zur Geltung kommen kann, dürfte eigentlich jedem klar sein. So wie jeder Gitarrist auf eine hochwertige Kombination aus Instrument, Verstärker und Bodeneffekt beharrt, sollte jedem Sänger sein Mikrofon und sogar Preamp sowie Effektgerät wichtig sein. Schließlich verbessert man mit jeder zusätzlich wahrgenommenen Klangnuance die akustische Performance.

Wähle deswegen das passende Mikrofon für deine Stimme. Hierfür gibt es mehrere Bauarten und Konzepte, die sich voneinander unterscheiden und mehr oder weniger bessere Ergebnisse garantieren. Für rauen, rockigen Gesang eignen sich beispielsweise Tauchspulen. Im Gegensatz dazu sind für liebliche Frauenstimmen und detailreiche Übertragungen Kondensator- oder Bändchenmikrofone prädestiniert. Am besten testest du diverse Modelle direkt im Musikinstrumentenfachhandel deines Vertrauens an oder lässt dir ein paar Mikros mitgeben, um sie im Proberaum auszuprobieren.

Wer auf hochauflösende Signale viel Wert legt, ist mit einem edlen Micpre gut bedient. Dieser verstärkt das Signal nicht nur möglichst rauscharm, sondern bietet zusätzlich diverse klangbeeinflussende Tools – wie Kompressor, Equalizer oder eine Impedanzanpassung. Manche Modelle wurden sogar speziell für Gesangssignale entwickelt. Dadurch lassen sich bessere Ergebnisse erzielen, anstatt das Kabel einfach in den Kompaktmixer im Proberaum zu stecken und an dessen EQs herumzuschrauben. Verwende deinen eigenen Preamp doch auch live – informiere allerdings den Techniker rechtzeitig, mit welchem Equipment du aufkreuzt.


Probiere am besten direkt im Proberaum aus, welches Mikrofon optimal zu deiner Stimme passt.

Die richtige Technik

Bei den Vocals kommt es neben geeignetem Equipment insbesondere auch auf die Gesangstechnik an. Das heißt nicht nur die Töne zu treffen, sondern auch zu wissen, wie man richtig mit einem Mikrofon umgeht. Ganz weit vorne steht das Halten des Schallwandlers: Je näher du mit der Hand am Mikrofonkorb greifst, desto mehr wird aus einer gerichteten Charakterisik eine Kugel. Das führt wiederum dazu, dass die Rückkopplungsempfindlichkeit steigt – halte deswegen das Mikrofon ausschließlich am Schaft.

Achte darauf, wie du ins Mikrofon singst. Es ist eine Frage der Übung, den Abstand von Mund zu Mikro bei lauteren Gesangspassagen so zu regulieren, dass durchgehend der gleiche Signalpegel am Mischpult ankommt. Vor allem bei sogenannten Plosivlauten – wie „P“ und „T“ – ist es wichtig, nicht direkt in die Kapsel zu singen, sondern daran vorbei. Aus diesem Grund ist bei vielen bekannten Sängern zu beobachten, wie sie während ihrer Live-Performance immer wieder ruckartig das Mikrofon wegziehen oder in eine andere Richtung schauen.

Jetzt wirst du dich womöglich fragen, was das mit dem Gesamtsound deiner Band zu tun hat. Nun,  Feedbacks nerven alle Musiker – besonders dann, wenn sie vermeidbar sind. Außerdem sorgen die erwähnten Plosivlaute mit ihren Pegelspitzen unter Umständen dafür, dass die Limiter einschreiten und den gesamten Sound für kurze Zeit herunterregeln – das sogenannte Pumpen. Aus technischer Sicht ist das auch gut so, denn zu starke, impulsartige Signale können den Endstufen und Lautsprechern zu schaffen machen.

Neben diesen Punkten ist oftmals ein bewusster und möglichst dezenter Effekteinsatz zielführend –allerdings genreabhängig. Wenn beispielsweise ständig ein Delay ertönt, kann dieses für ziemlich viel Soundmatsch sorgen. Viele Bodeneffektgeräte, speziell für Sänger konstruiert, erlauben es, per Pedal Effekte gezielt ein- und auszuschalten. So kannst du gewisse Wörter mit einem Delay versehen, um sie mehr in den Vordergrund zu rücken als andere. Außerdem schaffst du somit eine gewisse Abwechslung – und das macht einiges aus.

Entschärfe störende, resonierende Frequenzen mittels EQ am Mischpult, damit es nicht pfeift.

Mischen ist alles

Unser Gehör ist zwischen 2 bis 3 kHz – dem sogenannten Sprachverständlichkeitsbereich – am empfindlichsten. Als Sänger solltest du daher viel Wert darauf legen, dass hier möglichst wenige andere Signalanteile anzutreffen sind – achte vor allem auf Gitarren und Keyboards. Damit diese nicht gnadenlos alles niedersägen, hilft oft schon eine breitbandige Absenkung von wenigen Dezibel an den Instrumenten oder dem Mischpult. Auch beim Ertönen mehrerer Stimmen gleichzeitig ist darauf zu achten, dass sich diese nicht gegenseitig in die Quere kommen – hier schadet es nicht, zum EQ zu greifen.

Befreie ebenso das Gesangssignal von unliebsamen Frequenzen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Bei der Stimme merkt man schneller, dass chirurgische Eingriffe vorgenommen wurden, als bei Instrumentensignalen – das gilt besonders für die Höhen. Betätige jedoch immer den Lowcut am Mischpult oder Preamp. So schneidest du bereits die meisten überflüssigen Anteile ab und sorgst untenrum für ein aufgeräumtes Klangbild. Außerdem vermeidest du dadurch, dass sich Griff- und andere Vibrationsgeräusche am Mikrofon zu deutlich bemerkbar machen.

Abhängig vom Raum beziehungsweise der Location, dem Mikrofon und der Stimme: Oft schleichen sich Resonanzfrequenzen ein. Dabei handelt es sich prinzipiell um schmalbandige Überbetonungen im Frequenzspektrum. Diese führen meist schnell zu Mittkopplungen oder nasal wirkenden Überbetonungen. Deswegen ist es notwendig mit dem EQ nachzuhelfen.

Doch so, wie man im Studio entsprechende Resonanzen entzerrt, indem man eine Frequenz boostet und den Störenfried sucht, funktioniert es live oder im Proberaum nur bedingt. Das hätte vor allem Rückkopplungen zur Folge, die man ja eigentlich vermeiden möchte. Deswegen: Senke eine beliebige Frequenz mittels Equalizer ab und suche so nach der Resonanz. Gefunden hast du sie, wenn du merkst, dass sich der Sound entschärft, ohne schlaff oder langweilig zu wirken. Das erfordert allerdings viel Übung und ein gutes Gehör.



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