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You’ve got the look – Überlasse mit einem perfekten Electronic Press Kit nichts dem Zufall

Kolumne: Mit gigmit erfolgreich durchs Live-Biz – Teil 4

Marcus Ruessel/gigmit am 23.03.2016

Kolumne: Mit gigmit ...

Würdest du zum ersten Date ungeduscht und mit schmutzigen Klamotten auftauchen? Nein, oder? Genau wie du bei deiner neuen Flamme ankommen willst, setzen auch Veranstalter bei ihrer Booking-Entscheidung oft auf den ersten Eindruck. Deshalb: Dein Electronic Press Kit ist dein Aushängeschild, mit dem deine Live-Karriere steht und fällt.

Kommt dir das bekannt vor? Du arbeitest noch mit E-Mails, langen Anschreiben, Bild- und Musikfiles im Anhang und wunderst dich, dass du keine Antworten auf deine Anfragen bekommst? Entweder ist deine Mail unter den vielen hundert weiteren Nachrichten anderer Musiker im Posteingang des Veranstalters untergegangen, er hatte keine Lust sich durch die Anhänge zu klicken oder du konntest einfach nicht überzeugen. Dabei ist es so einfach sich ein Electronic Press Kit (kurz: EPK) anzulegen. Verschiedene Plattformen wie gigmit bieten diesen Service kostenlos an.

„It’s a match!” – Diesen Tinder-Slogan kennt nun wirklich jeder. Ich vergleiche das ganze Booking-Business immer gern mit Online-Dating. Dein EPK ist dein Profil. Hier zeigst du dich im allerbesten Licht. Mit Glanz und Gloria betonst du deine Vorzüge, um dein „perfect match” zu finden. Nichts anderes ist ein Veranstalter, der aus dem Überangebot an Bands und Musikern genau dich auswählt und bucht. Ich berate regelmäßig Künstler unserer Plattform und gehe mit ihnen ihr EPK durch, um es zu optimieren. Hier habe ich ein paar nützliche Tipps zusammengefasst, die dein EPK richtig geil machen:

Ich habe heute leider kein Foto für dich – oder doch?
Es mag oberflächlich sein, aber man sagt nicht ohne Grund, dass Bilder manchmal mehr sagen als tausend Worte oder dass man sich ein Bild von etwas macht. Will ein Veranstalter einen Singer/Songwriter buchen, muss das Bild schon sagen, dass er hier auf der richtigen Fährte ist. Wusstest du eigentlich, dass jedes Musikgenre eine ganz eigene Bildsprache hat? Schau dir nur einmal Bandbilder von Coldplay, Muse und Placebo an – es könnte ein und dieselbe Band sein. Alle gehen in den Emo-Ballad-Pop/Rock und das sieht man auch. Guck dir einmal die Bilder der großen Bands oder Musiker an, die deiner Musik nahekommen. Das kann dir bei der Auswahl deines „Bewerbungsbildes“ enorm helfen. Abgucken ist erlaubt!

Mit Dingen wie einem coolen oder witzigen Video kannst du dich von der Konkurrenz positiv abheben.

Biete die richtigen Inhalte

Geh Bookern ins Ohr (und nicht auf die Nerven)!
Hits nach vorn. Immer! Du hast nur ein paar Sekunden, um mit deiner Musik zu überzeugen. Booker skippen sich schnell durch deine Tracks und wollen gefangen werden. Springt der Funke nicht über, war es das auch schon. Mach es Veranstaltern leicht und biete nur Hits an. Du hast es geschafft, wenn dein Song im Ohr bleibt. Kram also die Ohrwürmer raus und schneide am besten lange Intros raus. Die Hook rockt? Dann steig gleich da ein.

„Video killed the radio star“
Du hast ein grandioses Live-Video, das echt kracht? Fans rasten aus, volle Hütte? Zeig her! Das kann dir auch helfen skeptische Veranstalter zu überzeugen. Sie sehen gleich, was sie bekommen können. Besser geht es nicht.

In der Kürze liegt die Würze
Es ist absolut verständlich, dass man über sein eigenes Musikprojekt oder seine Band gern ein bisschen plaudert, allerdings geht es bei dem ersten Eindruck, den du mit deinem EPK vermitteln willst, um Sekunden! Natürlich ist es charmant zu lesen, dass die Bandmitglieder sich schon seit den Kindertagen aus dem Sandkasten kennen, aber was sagt das über eure Musik und eure Performance aus? Seid prägnant in eurer Selbstbeschreibung. Vergesst nicht, dass Veranstalter nicht zwangsläufig Fans sind. Lange Romane sind für Fans, ein knackiges Intro zu euch für Veranstalter. Kommt auf den Punkt. Seid relevant. Seid interessant!

Me & my fans
Social Media als Fanradar: Deine Fans und Follower auf Facebook, Twitter, Instagram & Co. sind ein Spiegel für deine Bekanntheit, der auch Veranstalter nicht kalt lässt. Schließlich will er mit dem Booking deiner Band die Hütte voll kriegen. Hast du beispielsweise 300 Fans in Berlin, ist das ein großartiges Argument, um einen Berliner Veranstalter eines Clubs mit einer 100er-Kapazität zusätzlich von dir zu überzeugen. Es ist immer gut zu wissen, wer deine Fans sind und woher sie kommen. In den Insights deiner Facebook Fanpage kannst du das super einsehen. Nutze diese Informationen für dich. Du hast echt viele Fans auf Facebook? Dann zeig es auch in deinem EPK. Veranstalter interessiert dieser Fakt sehr!

Wenn du alles richtig machst, erhöht sich die Chance auf einen Konzertvertrag deutlich.

Biete dem Veranstalter einen Mehrwert

Nützliche Add-ons
Wenn dein Bild, deine Songs und Videos sowie deine Beschreibung und Bekanntheit einen Veranstalter oder Booker überzeugt haben, werden diese drei kleinen Zusatzinfos ihn vollends überzeugen: Tech-Rider, Gagen-Vorstellung und Catering-Rider. Der Tech-Rider ist eine Skizze deines technischen Bühnenaufbaus. Hieran sieht ein Veranstalter, was ihr an Technik braucht, was ihr mitbringt und ob alles auf die Bühne passt – kurzum: ob es technisch möglich ist, euch in der Venue unterzubringen. Die Gagenvorstellung steht für sich. Klar, muss sich ein Veranstalter euch auch leisten und auch ernähren können. Dazu gibt es noch den Catering-Rider. Schreibt hier wirklich nur das Nötigste rein. Es geht um ein Konzert und nicht um einen Besuch in einem 3-Sterne-Restaurant. Wasser für die Bühne und vielleicht noch Angaben zu Allergien, Unverträglichkeiten oder Ernährungsweisen. Seid bescheiden.

Um euer EPK zu überprüfen, gibt es ein einfaches Mittel: Nehmt die Rolle des Veranstalters ein, betrachtet euer EPK und fragt euch, ob ihr buchen würdet. Geht einen Perspektivwechsel ein. Dieser Rollentausch erleichtert euch die kritische Betrachtung eures EPKs. Ist anfangs nicht ganz leicht, aber es lohnt sich.

Und noch ein kleiner Tipp in eigener Sache: Bei gigmit könnt ihr euch ein kostenloses EPK erstellen, auf dem ihr alle Infos auf einen Blick sauber aufbereitet vorzeigen könnt. Dieses EPK ist durch die URL frei teilbar. Packt die URL in eure Akquise-Mails und der Veranstalter sieht mit nur einem Klick alles, was er über euch wissen muss. Ganz nebenbei könnt ihr euch auch gleich für passende Gigs aus der gigmit-Datenbank bewerben.







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