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Workshop Raumakustik: Schöner hören – Teil 1

Zu laut, zu schrill?

Schaumstofflager am 17.05.2015

Zu laut, zu schrill?

Nahezu jeder Musiker hatte wohl schon mit dem Problem Lärm zu tun. Sei es nun, dass man den wütenden Nachbarn an der Backe hat, weil es einfach zu laut aus dem Proberaum schallt, oder dass einem fast das Ohr abfällt, sobald der Drummer aufs Becken haut – einfach weil der Raum so grell klingt. Doch für diese Probleme gibt es Abhilfe – wenn man weiß wie. In Zusammenarbeit mit Schaumstofflager (www.schaumstofflager.de) erklären wir dir, was du tun kannst.

Viele Bands teilen das gleiche Schicksal: Ist der (gerne recht teure) Proberaum erst gefunden, zeigt sich schnell, dass die Akustik schlecht ist und Gitarren, Bässe, Schlagzeug oder auch Gesang zu stark nachhallen. Alles vermischt sich in einem wirren Soundbrei, der Kopfschmerzen verursacht. Und nur die wenigsten Räumlichkeiten sind von Beginn an so ausgestattet, dass alles gut klingt. Wird der Leidensdruck zu groß, gehen die Überlegungen los, wie man dem Problem Herr werden kann. Und eines schon vorab: Der „Klassiker“ Eierkartons ist den Aufwand des Besorgens und An-die-Wand-Klebens nicht wert.

Wie richte ich mir einen also meinen Proberaum akustisch ein? Mit Schaumstoffen! Dabei muss die Verbesserung der Akustik nicht unbedingt teuer sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten – von ganz billig bis teuer – je nach Anspruch (auch in optischer Hinsicht). Zunächst einmal kann man nämlich auch einige „Hausmittel“ ausprobieren und schauen, wie weit man damit kommt. Im Folgenden werden wir einige Möglichkeiten zeigen, wie die Akustik im Proberaum spürbar verbessert wird.

Harte Flächen aus Beton und Glas sind akustisch äußerst ungünstige Voraussetzungen.

Das grundlegende Problem – wieso hallt es im Proberaum?


Die Ursache für übermäßigen Hall im Proberaum besteht darin, dass meist nur schallharte Oberflächen vorhanden sind. Auftreffende Schallwellen, die beispielsweise von Musikinstrumenten und Verstärkern ausgestrahlt werden, werden von Oberflächen wie Beton, Holz, Glas oder Metall nahezu zu 100% reflektiert und schwingen so förmlich im Raum hin und her. Es werden folglich Materialien benötigt, die den Schall aufnehmen können, damit dieser nicht mehr zurückgeworfen wird. Um dieses Problem zu lösen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Die günstigste Variante dabei ist es, alte Stoffmöbel oder Vorhänge im Raum zu verteilen. Stoffmöbel und Vorhänge gibt es oft kostenlos oder vom Sperrmüll. Eine Couch ist ohnehin praktisch im Proberaum. In der Couch selbst sind Schaumstoffe verarbeitet, die oft mit einem Stoffbezug überzogen sind. Die Schallwellen dringen in die Couch ein und verfangen sich dort. So wird der Hall reduziert. Gleichzeitig lässt sich mit Vorhängen oder Stofftüchern der Hall weiter verringern. Einfach an den Fenstern oder den Wänden aufhängen – fertig. Je mehr davon, umso weniger Nachhall wird vorhanden sein.

Mit dieser günstigen Lösung wird der Hall in vielen Fällen reduziert, aber zum einen ist die Akustik dann nicht unbedingt deutlich besser (wer weiß schon exakt, welche Frequenzen die Materialien absorbieren?) und zum anderen sieht es nicht immer schön aus. In beiden Punkten schafft eine zweite Möglichkeit besser Abhilfe.

Hausmittel zuerst: Schon mit einem Sofa oder Vorhängen kann man klanglich Einiges erreichen.

Lärm und Hall durch Schaumstoffe reduzieren

Schaumstoff eignet sich durch seine offenen Poren ideal zur Hallreduzierung. Zudem gibt es diesen in verschiedenen Stärken, um passgenau die jeweiligen Frequenzen gezielt zu dämpfen. Oftmals sollen beispielsweise nur die Höhen reduziert werden und nicht gleich das komplette Frequenzspektrum. Eine hilfreiche Regel dazu: Je dicker der Schaumstoff, umso tiefere Frequenzen werden absorbiert. Je dünner, umso höhere Frequenzen werden absorbiert.

Akustikschaumstoff gibt es in vielen Varianten – als Absorber, als Noppenschaumstoff oder Pyramidenschaumstoff, als Bassabsorber – und alles natürlich in verschiedenen Farben. Oftmals beschreiben die Hersteller oder Händler die Schaumstoffe genauer und geben an, welche Frequenzen absorbiert werden (idealerweise mit Frequenztabelle) und wofür sich die einzelnen Platten genau eignen. Vorsicht ist bei weißen Schaumstoffen geboten – denn normaler PU Schaumstoff, wie er oft angeboten wird, vergilbt sehr schnell. Es gibt aber auch weißen Schaumstoff, der nicht vergilbt (Schaumstoff aus Basotect) – hier liegt der Preis jedoch dementsprechend höher. Eine große Auswahl für verschiedenste Aufgaben und Budgets findest du auf www.schaumstofflager.de

Da ein Proberaum häufig über längere Zeiträume genutzt wird, gilt es nicht nur auf die Akustik, sondern auch auf die Optik zu achten. Soll der Raum einige Jahre genutzt werden und möchte man sich darin wohlfühlen, sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Schaumstoffe sind gemeinsam mit einer Couch oder evtl. dem ein oder anderen Vorhang eine sinnvolle Lösung zur Proberaum-Isolierung und -Klangoptimierung.

Wie viel Schaumstoff brauche ich und wo montiere ich ihn?

Meist werden Schaumstoffe im Proberaum an der Decke und den Wänden verklebt. Die Decke eignet sich ideal, weil der Schaumstoff dort nicht stört – an der Wand kann er kaputt gehen, wenn man häufiger damit in Berührung kommt. In einem durchschnittlichen Proberaum werden idealerweise rund 50 – 100% der Deckenfläche verkleidet. Zusätzlich kann, wenn ein Schlagzeug vorhanden ist, direkt an der Wand in der Nähe auch noch Schaumstoff verklebt werden.

Wie viel Material benötigt wird, ist nicht immer leicht zu sagen – das kommt auch auf den persönlichen Geschmack an. Für den einen ist ein wenig Hall schon zu viel, während der andere eine absolut trockene Akustik ohne jeglichen Nachhall nicht gut findet. Es empfiehlt sich daher, sich langsam heranzutasten und den Raum Stück für Stück zu verkleiden – so halten sich auch die Kosten auf ein Mal im Rahmen. Übrigens: Manche Händler bieten auch eine Messung oder Berechnung der Räume an – das kostet oftmals, sorgt aber für eine gute Übersicht, was benötigt wird und welche Akustik damit erzielt werden kann und spart so am Ende manchmal sogar Geld.

Hier ein Eindruck davon, wie die Leute vom Schaumstofflager so arbeiten:




Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Analysieren und Einrichten deines Proberaums. In weiteren Folgen werden wir einzelne Problemfälle betrachten und dir zeigen, wie man diese akustisch beheben kann. Dazu werden wir an einem ganz praktischen Beispiel Schritt für Schritt demonstrieren, wie man einen akustisch schwierigen Raum mit wenig Aufwand deutlich optimieren kann. Solltest du Fragen oder konkrete Probleme haben, kannst du gerne eine Mail an info@musicnstuff.de schicken.

Weitere Infos: Schaumstofflager.de







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