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Workshop: Musiker-Business, Teil 25 – GEMA und GVL aus Sicht eines Record Labels


Risikobereit

Nachdem es die ganze Zeit um den einzelnen Künstler ging, schauen wir uns mal eine andere Seite an: Ein Label bekommt nur dann Geld von der GVL für die Rechtenutzung, wenn mit dem Künstler ein Vertrag geschlossen wurde, der dem Label die relevanten Rechte einräumt. Dabei geht es nicht darum, dass der Künstler nichts mehr bekommt. Es geht dabei nur um den Tonträgerhersteller-Anteil.

Dieser Tonträgerhersteller-Anteil wird dafür ausgeschüttet, dass der Rechteinhaber einen Aufwand für die Promotion, Verwertung und Verbreitung der Aufnahmen betreibt und das damit verbundene finanzielle Risiko trägt. Diese Rechte werden heutzutage üblicherweise durch einen Bandübernahmevertrag vom Künstler auf das Label übertragen. Damit gehen entsprechende Rechte am Masterband der Aufnahmen vom Künstler auf das Label über.

Das Label meldet diese Aufnahmen dann bei der GVL an. Die Anmeldung erfolgt nicht im ARTSYS, sondern im TRISYS, das ist das Herstellerportal der GVL. Hier fertigt das Label Excel-Listen an, die noch ein paar mehr Informationen enthalten als die Mitwirkungsmeldungen der Künstler.

Bei dem sogenannten „claimen“ der Tracks von Label-Seite, werden neben dem Interpreten, dem Tracktitel, ISRC, Aufnahmejahr und Komponisten auch noch Infos über die Katalognummer und den EAN Code der Veröffentlichung, das Land der Aufnahme und des Produzenten, das Genre, das Medium (Download oder CD), die Songlänge und das Claimen bei den gewünschten Verwertungsgesellschaften im Ausland gefordert. Diese Infos sollte ein Label parat haben. Dementsprechend kannst du ggf. fehlende Infos für deine Mitwirkungsmeldung auch bei deinem Label erfragen.

TRISYS ist das Herstellerportal

Wenn das Label die Claim-Listen in TRISYS hochgeladen hat, wird eine Bestätigungsmail versendet, sodass man sich über das erfolgreiche Claimen der Tracks bei der GVL sicher sein kann. Die gemeldeten Daten werden – wie bei den Mitwirkungsmeldungen – mit den Senderlisten abgeglichen und führen dann wiederum zur Tantiemenausschüttung, sollte die Musik im Radio oder TV gespielt worden sein.

Auch der Auszahlungsrhythmus ist jährlich und umfasst die Einnahmen des jeweiligen Vorjahres. Wie der Künstler, kann auch ein Label „vergessene“ Musiknutzungen per Reklamation bei der GVL melden. Oftmals hat das Label sogar eine bessere Dokumentation darüber als der Künstler. Aus diesem Grund solltest du in jedem Fall mit deinem Label zusammenarbeiten, um das Bestmögliche aus deinen Tantiemen rauszuholen.

Wenn du dich mit deinem Label gut verstehst und Vertrauen hast, dann kannst du z.B. deinem Label (oder einer anderen Vertretungsperson) auch eine Vollmacht erteilen, mit der deine ARTSYS-Meldungen administriert werden können. Das spart dir noch mehr Zeit und im Idealfall hast du einen kompetenten Partner an deiner Seite, der sich für die korrekte Vergütung deiner künstlerischen Leistung einsetzt.







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