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Workshop: Musiker-Business, Teil 15 – Urheberrecht genauer hinterfragt


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Jetzt geht’s in Runde zwei des Rechte-Wrestlings im Musikbusiness. Nachdem du nun weißt, wie solch ein Vertrag aussehen kann, widmen wir in dieser Folge dem Thema Urheberrecht etwas mehr Aufmerksamkeit. Denn insbesondere dieses Thema in Verbindung mit Musikverlagen ist für viele Musiker etwas undurchsichtig – hier schaffen wir Abhilfe!

Als kreativer Geist hast du Urheberrechte und Leistungsschutzrechte, wenn du deine Musik selbst geschrieben hast und auch selbst einspielst. Jetzt riskieren wir einen näheren Blick auf die Urheberrechte. Zunächst sei aber noch gesagt, dass wir keine Anwälte sind und dieser Artikel daher keinesfalls als Rechtsrat missverstanden werden darf. Wer einen rechtssicheren Rat möchte, sollte daher für seinen individuellen Fall einen Anwalt befragen.  

Wenn du einen Song geschrieben hast, dann klebt das Urheberrecht an dir wie ein Kaugummi unterm Schuh – du kannst es nicht loswerden! Im Gesetz wird das „nicht übertragbar“ genannt. Trotzdem kannst du damit Geld verdienen, indem du Nutzungsrechte an deinen urheberrechtlichen Verwertungsrechten einräumst. Die Nutzungsrechte kannst du entweder non-exklusiv oder exklusiv vergeben.

Wenn du mit einem Vertragspartner einen non-exklusiven Vertrag abschließt, dann kannst du auch noch anderen Vertragspartnern diese Nutzungsrechte einräumen. Wenn du allerdings einen exklusiven Vertrag schließt, dann kann das unter Umständen bedeuten, dass auch du selbst nicht mehr frei über die vereinbarten Rechte verfügen kannst, sondern nur noch der Vertragspartner. Hört sich erstmal fies an, ist aber in manchen Bereichen durchaus üblich und beruht auch teilweise auf Abrechnungsmechanismen mit Verwertungsgesellschaften. Aber dazu mehr in der nächsten Folge, bei der wir die Musikverlage genauer anschauen.

Neben der Entscheidung, ob du deine Rechte non-exklusiv oder exklusiv vergeben willst, kannst du auch bestimmen für wie lange, in welchem geographischen Gebiet und welche Rechte im Einzelnen eingeräumt werden sollen. Du kannst Verträge also zeitlich, räumlich und inhaltlich beschränken.

Welche Rechte das genau sind, erfährst du im Urhebergesetz bspw. unter diesem Link: www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html

Urheberpersönlichkeitsrechte & Verwertungsrechte

Die für dich erst mal wichtigsten Rechte sind deine Urheberpersönlichkeitsrechte und deine Verwertungsrechte. Unter deine Urheberpersönlichkeitsrechte fällt unter anderem dein Veröffentlichungsrecht. Als Urheber darfst du allein entscheiden, ob, wann, wo und wie dein Werk das erste Mal veröffentlicht wird. Zu diesem Zweck kannst du dich dann wiederum mit einem Label und/oder Musikverlag verbünden und gemeinsam mit deinen Partnern die Rahmenbedingungen deiner Erstveröffentlichung festlegen.

Auch hast du ein Recht auf Anerkennung deiner Urheberschaft, so muss z.B. dein Name genannt werden, wenn dein Musikwerk irgendwo erscheint. Oft wird in TV-Werbespots der Name der Musikgruppe in einer Bild-Ecke eingeblendet – dann wurde auf dieser rechtlichen Grundlage vereinbart, dass der Künstlername genannt wird. Du kannst auch darauf verzichten, was manchmal bei solchen Sync-Auswertungen vereinbart werden kann.

Du hast ebenfalls ein Recht darauf, dass dein Musikwerk nicht entstellt wird. Das bedeutet, dass ein fremder Interpret dein Musikstück nicht so abwandeln darf, dass dein ursprünglicher Grundgedanke dahinter verfremdet wird.

Der zweite wichtige Rechtsbereich sind deine Verwertungsrechte, die all die Rechte beinhalten, die für die Verbreitung, Veröffentlichung und Vervielfältigung deiner Musik in jeglicher Form notwendig sind.

Aber wann genau rollt der Rubel? Im Prinzip geht das fast automatisch, sobald deine Musik irgendwo zu hören ist. Damit das auch funktioniert, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft bei einer Verwertungsgesellschaft wie bspw. der GEMA. Die GEMA sammelt Tantiemen für die Nutzung deiner Urheberrechte ein, also jedes Mal, wenn deine Musik im Radio gespielt, live aufgeführt oder im Internet runtergeladen wird. Wie du als Urheber eine solche Mitgliedschaft für dich nutzen kannst, wird in einem späteren Artikel detaillierter geklärt.

Neben diesen Tantiemen kannst du aber noch in einem weiteren Bereich Geld verdienen – mit einem Musikverlag an deiner Seite. Dazu mehr in der nächsten Folge.







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