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Workshop: Musiker-Business, Teil 12 – Urheber- und Leistungsschutzrechte

Righty Right! Welche Rechte habe ich?


Righty Right! ...

Du hast schon den einen oder anderen Ansprechpartner bei einem Label gefunden? Super, denn in den folgenden Artikeln geht es um den nächsten großen Schritt, deine Rechte! Ein Label verkauft und bewirbt deine Musik auf Grundlage eines Vertrages, in dem du dem Label Rechte einräumst. Hier erfährst du, welche Rechte das in der Regel sind.

Wir gehen hier mal vom gewöhnlichsten Fall einer Newcomerband aus und unterstellen, dass du mit deiner Band alle Songs selbst geschrieben hast und du auch selbst damit auftrittst. Alle Rechte liegen damit bei dir und deiner Band. Im Klartext heißt das: Als Songwriter hast du Urheberrechte und als Interpret auf der Bühne oder im Studio hast du Leistungsschutzrechte.

Das Thema Urheberrechte ist sehr umfassend und wird im nächsten Artikel besprochen. Als kurze Einführung solltest du aber trotzdem wissen, dass du diese Rechte hast – die Rechte am geistigen Eigentum! Als Urheber bist du ein Schöpfer einer persönlichen, geistigen Leistung, darunter fallen auch Werke der Musik. Gemeint ist deine Kreativität, mit der du einen vollkommen neuen Song entwickelt hast, den vorher noch kein anderer geschrieben hat. Ja, wenn man sich mit Gesetzestexten auseinandersetzt, dann geht leider jeglicher Rock’n’Roll in der Ausdrucksweise verloren!

Grundsätzlich hat man als Urheber das Recht zu bestimmen, wann, wie, wo und in welchem Umfang sein kreativer Erguss in Form eines Songs erstmals veröffentlicht wird. Bist du nicht selbst Urheber, heißt das nicht, dass du keinen Labeldeal bekommen kannst. Es heißt nur, dass man für diese speziellen Rechte einen anderen Kreativen anfragen muss.

Insofern beschäftigen wir uns in diesem Artikel erstmal mit den Kernpunkten eines Labeldeals und den damit unumgänglich verbundenen Leistungsschutzrechten.

Nachschauen kannst du die Gesetzestexte übrigens unter nachfolgendem Link. Deine Rechte als Schöpfer der Musik findest du in den Paragraphen 1-69, deine Rechte als Interpret findest du ab Paragraph 70 bis 87.

http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html


Wer es ganz genau nachlesen will, der kann sich eine aktuelle Ausgabe eines Gesetzestextes mit Kommentar anschaffen oder einen Anwalt befragen. Da es immer wieder zu Änderungen einzelner Paragraphen oder der Rechtsprechung kommen kann, möchten wir davon abraten einen gebrauchten Schmöker zu ersteigern! Da läufst du Gefahr veraltete Infos zu bekommen.

Leistungs... What?

Die Leistungsschutzrechte findet man ebenfalls im Urhebergesetz, sie sind die sogenannten verwandten Schutzrechte und befassen sich im Musikbereich beispielsweise mit ausübenden Künstlern (Interpreten) und Tonträgerherstellern (Labels). Wenn du deine Musik selbst im Studio eingespielt hast und sie live auf der Bühne präsentierst, dann hast du Leistungsschutzrechte.

Diese Rechte schützen dich als Interpreten, nicht als Urheber – diese Unterscheidung ist sehr wichtig! Beim Urheberrecht geht’s um die geistige Leistung die immaterielle Musik geschaffen zu haben, beim Leistungsschutzrecht geht’s um die „körperliche“ Leistung im Studio oder auf der Bühne, durch die deine Musik für den Hörer greifbar wird. Wenn man beide Rechte selbst innehat, verfügt man über die größtmögliche Verhandlungsmacht gegenüber Musikunternehmen – du bist dann der Chef im Ring!

Auch beim Leistungsschutzrecht hast du – wie beim Urheberrecht – die Möglichkeit zu entscheiden, wie deine Musik verbreitet und vervielfältigt wird und wer das für dich oder mit dir machen darf. Du hast erst mal das ausschließliche Recht zu bestimmen, ob deine Musik überhaupt aufgenommen wird und im nächsten Schritt darfst du entscheiden, wie und wo die Aufnahmen erscheinen.

An dieser Stelle kommt das Label ins Spiel, denn das Label bietet dir im klassischen Sinne die Möglichkeit, deine Musik weitreichend zu verkaufen und zu promoten. Wenn du auch in unseren letzten Artikel zum Thema „Label oder Selbstvermarktung“ reingeschaut hast, dann weißt du, dass es neben dem Label auch die Möglichkeit gibt alles selbst in die Hand zu nehmen. Da du deine Leistungsschutzrechte automatisch mit deiner Leistung innehast, kannst du nun entscheiden, ob du einen Teil dieser Rechte an ein Label übertragen möchtest, damit es dir mit seinem Netzwerk tatkräftig bei der Vermarktung zur Seite steht.







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