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Workshop: MusicBiz-Madness – Teil 4: Musik zielgenau vermarkten

So erreichst du deine Fans

Julian Angel am 23.09.2014

So erreichst du ...

In der letzten Folge haben wir uns angeschaut, welche verschiedenen Medien es gibt, um deine Musik bekannter zu machen – von Zeitschriften übers Radio bis hin zum Internet. Doch wie findest du nun die passenden Medien für deinen Sound?

Du hast dich also entscheiden, das thema Marketing mit deiner Band anzugehen? Gut so, der erste Schritt ist also schon mal getan. Doch wie findest du jetzt das passende Magazin, den richtigen Sender oder das optimale Webmagazin für deinen Style? Nicht ganz einfach. Denn wenn du zum Beispiel Heavy Metal vor den Augen vieler Volksmusikfans präsentierst, wirst du kaum jemanden von dir überzeugen – Werbefachleute sprechen hier von so genannten Streuverlusten. Denn du bewirbst deine Musik, die Tonträger und Konzerte vor Menschen, die sich nicht wirklich dafür interessieren. Seien wir ehrlich, das ist verschwendete Zeit, vom Geld ganz zu schweigen.

Streuverluste wirst du überall dort erleben, wo Menschen mit unterschiedlichen Interessen zusammenkommen – oder in genau den Medien, mit denen sich eben jene grundverschiedenen Menschen befassen. Die Tageszeitung ist so ein Fall: vom Jugendlichen bis zum Rentner, vom Musikliebhaber zum Musikhasser, Metalheads, Popper, Rapper – von der gesamten Masse der Leser sind nur ein paar wenige wirklich interessant für dich.

Auch in der heutigen Zeit ist das radio ein nicht zu unterschätzendes Promotool – von Internetsendern ganz abgesehen.

Die richtigen Medien wählen

Ob nun Zeitschrift, Website, Radiosender oder Liveclub – Du bist gut beraten, wenn du genau recherchierst, wo die Fans deiner Musikrichtung hingehen, welche Zeitschriften sie lesen, welche Websites sie besuchen und welche Sender sie hören. Dabei darfst du ruhig richtig tief in die jeweiligen Stilnischen vordringen.  

Denn sogar eine Heavy-Metal-Website kann zu allgemein ausgerichtet sein, wenn du mit deiner Band speziell Death Metal spielst. Auch in anderen Stilrichtungen gibt es zahlreiche Unterkategorien, und auch wenn sie alle unter dem gleichen Dach zu Hause sind, gibt es durchaus sogar Rivalitäten zwischen den Anhängern der verschiedenen Unterbereiche. Eine Onlineradiosendung, die für knapp 150 begeisterte Hörer Blues spielt, wird einer Blues Band mehr einbringen als ein Querbeetsender mit geschätzten 5.000 abgelenkten und uninteressierten Hörern pro Stunde.

Mit einem Telefonat findest du oft den richtigen Ansprechpartner – und kannst dich gleich persönlich vorstellen.

Die passenden Ansprechpartner finden

Das Internet leistet dir bei der Suche nach den passenden Medien große Hilfe. Ganz gezielt kannst du bei den Suchmaschinen nach passenden, voll auf deine Musik ausgerichtete Medien suchen. Gib zum Beispiel ein:

„Stilrichtung“ + „Reviews“

Daraufhin wirst du eine Reihe von Websites angezeigt bekommen, die CD- oder Musikkritiken aus speziell deiner Stilrichtung veröffentlichen. Das gleiche funktioniert mit Deiner Stilrichtung + „Radio“, „Magazin“, „Blog“ oder „Website“. Das gegenseitige Verlinken ist bei vielen Medien leider etwas aus der Mode gekommen. Dennoch findest du auf einigen Websites weiterführende Links zu anderen interessanten Websites, Magazinen oder Radiosendungen.

In jedem Fall wird es dir auch weiterhelfen, wenn du einfach die Augen offen hältst. Bekommt eine stilverwandte, ähnlich große Band ein Interview in einem Blog oder einen Einsatz in einer Radiosendung, solltest du dir das jeweilige Medium sofort genauer ansehen und für deine kommenden Marketingaktionen in Betracht ziehen.

Es gibt Websites im Internet – wie hier www.websiteoutlook.com – die dir helfen die Relevanz verschiedener Websites abzuschätzen.

Relevanz und Priorität

Da die Bemusterung der Medien Zeit und Geld kostet, ist es ratsam, wenn Du Deine gefundenen Medien in den jeweiligen Bereichen (Print, Web, Radio...) nach ihrer Wichtigkeit sortierst. Oftmals lässt bereits die Aufmachung einer Website auf ihre Größe und Bedeutung schließen. Zusätzlich gibt es kostenlose Tools wie zum Beispiel die Seite www.websiteoutlook.com, über die Du zumindest grobe Besucher- und Zugriffszahlen zu den jeweiligen Sites erfahren kannst.

Je nach Stilrichtung sind Websites und Blogs mit über 10.000 Besuchern pro Tag schon von besonderer Wichtigkeit. Die meisten rangieren im weiten Bereich von 500 bis 5.000 täglichen Besuchern.

Etwas leichter tust Du Dir bei den Printmagazinen, da diese die Höhe ihrer Auflage im Impressum, auf jeden Fall aber in ihren Mediadaten angeben. Die größeren Nischenzeitschriften haben Auflagen von 15.000 bis 25.000, kleinere Magazine verteilen zwischen 2.000 und 5.000 Exemplare. Per Faustregel kannst Du aber davon ausgehen, dass nicht die komplette Auflage verkauft wird – in manchen Fällen ist es gerade einmal die Hälfte.  

Stelle Dir also eine Liste zusammen, in der Du die Medien, die Du bemustern willst, nach Wichtigkeit sortierst (bevor Dir überraschend das Geld ausgeht, willst Du schließlich die Großen schon bemustert haben). Während Zahlen über Seitenzugriffe, Auflagengröße oder Zuhörer klar für sich sprechen, obliegt die Einschätzung der stilistischen Relevanz ganz alleine Dir: wird das Medium nur von Fans Deiner Stilrichtung genutzt, oder gibt es Streuverluste?

Diesmal wartet eine Hausaufgabe auf dich. Das Ergebnis kannst du aber auch später immer wieder für deine Band brauchen.

Deine Hausaufgabe

Bis zum nächsten Beitrag habe ich auch direkt einen Auftrag für dich, der dir in Zukunft immer wieder gute Dienste Leisten wird: Du darfst ein wenig recherchieren und die für dich beziehungsweise deine Musik

30 besten Websites und Blogs
20 besten Radioprogramme
10 besten Printmagazine

heraussuchen. Beim nächsten Mal sprechen wir dann darüber, wie du zu den jeweiligen Redakteuren Kontakt aufnimmst, wie eine professionelle Bemusterung aussieht und vor allem wie du im Anschluss den Kontakt pflegst.

P.S.: Denke bei der Auswahl der Medien stets international. Fans Deiner Musikrichtung gibt es auf der ganzen Welt.
 

Viel Erfolg!


Julian Angel  
 

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Julian Angel ist Rockmusiker und Organisator der Musikbusiness Konferenz MusicBiz Madness am 12.10.2014 in Frankfurt. Dort geben Musiker und Brancheninsider ihre Erfahrungen und Erfolgsrezepte speziell an ungesignte, selbst vermarktende Musiker weiter. Melde dich zum Music n’ Stuff Special Deal an unter www.musicbizmadness.de/musicnstuff.
Alle Informationen zum Programm findest du hier: www.musicbizmadness.de


Dieser Artikel stellt keinerlei Beratung, insbesondere keine juristische Beratung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr und beziehen sich auf den Zeitpunkt, an dem der Artikel verfasst wurde.







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