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Test: Toontrack Ambient EZmix Pack

Atmosphärische Klänge für jedermann

Axel Winkler am 18.08.2014

Atmosphärische ...

Toontrack ist eines der Aushängeschilder für virtuelle Instrumente aller Art: Von Pianos und Drums über Beat-Stations und Gitarren-Presets ist für jeden Musiker etwas dabei. Dieses Jahr erschien das Ambient EZmix Pack – und wir hatten die digitale, auf atmosphärische Sounds spezialisierte Software im Test.

Als Hobby-Musiker sitzt man oft stundenlang vor dem Rechner und bastelt mehr schlecht als recht an einer Aufnahme herum. Da nicht jeder ein ausgebildeter Studiotechniker ist, wurde hier zum Glück schon vorausgedacht: Dank Toontrack ist es mit nur wenigen Klicks möglich, Amps oder Effekte auf digitaler Ebene zu simulieren, um einen angenehmen und hochwertigen Sound zu kreieren. Wir haben uns hierzu aus der großen Auswahl an Erweiterungen eine herausgepickt, die frisch erschienen und vielseitig einsetzbar ist: das Ambient EZmix Pack.

Doch für welche Projekte lässt sich dieses Add-on einsetzen? Wie der Name bereits verrät, verschönert es Signale mit atmosphärischen und ambientartigen Klängen. Diese passen beispielsweise besonders gut zu emotionalen Post-Rock-Parts. So lassen sich Songs zusätzlich auffrischen und ansprechender gestalten. Unterschiedliche Sounds kann man dabei ganz einfach kreieren, um etwa ein kleines Filmprojekt zu untermalen oder Bewegungen in Animationen den letzten Schliff zu verpassen.

Beachte jedoch, dass du die Basis-Software EZmix 2 benötigst, um das Ambient EZmix Pack nutzen zu können. EZmix2 lässt sich nach und nach mit diversen Erweiterungen aus dem schwedischen Hause bestücken. In der Regel bezahlt man, wie beim Ambient EZmix Pack, um die 39 Euro für ein Add-on. Für das, was man hinterher bekommt, ein durchaus angemessener Preis. Download, Registrierung und Aktivierung der Software erfolgen übrigens über einen zuvor erstellten Account auf der Toontrack-Website.

Das Ambient EZmix Pack lässt sich auf bis zu zwei unterschiedlichen Rechnern gleichzeitig installieren. Jedes Gerät bekommt eine persönliche ID, um möglichen Diebstahl oder Raubkopien vorzubeugen. Clever gemacht. Produkt-Updates stellt Toontrack selbstverständlich gratis als Download bereit. Daher sollte man gelegentlich seinen Account abrufen, um Neuerungen zu überprüfen. Die Software kann man entweder im Sequenzer oder Stand-Alone nutzen. Möchte man die Software im Sequencer öffnen, sollte man allerdings erst auf der Herstellerseite prüfen, ob EZmix 2 kompatibel ist – nicht, dass es nach dem Kauf eine böse Überraschung gibt.

Ordentlich am Rad drehen: Um deinen Wunschsound anzupassen, verwende die beiden virtuellen Regler.

Klein anfangen, groß durchstarten

Ist alles installiert, heißt es: Gitarren und Bässe gestimmt, warmgesungen und auf geht’s. Über ein Audio-Interface wird das Signal digital gewandelt und anschließend im Computer das gewünschte Preset darauf angewandt. Das Ergebnis ist sehr überraschend: Mit nur einem Klick in die 50 Presets umfassende Bibliothek des Ambient EZmix Pack erhält man einen wunderbaren Sound. Ja, ab und an kann es wirklich so einfach sein. Dadurch ist es möglich, sich direkt auf das Songwriting zu konzentrieren – und nicht auf irgendwelche Klangparameter.

Als ein wirklich exzellentes Preset hat sich „Cave Drum 2“ herauskristallisiert – ein wabernder Klang im Hintergrund, der eine solide Stimmung zaubert. Dieses lässt sich perfekt für eine Grund-Sound-Kulisse verwenden. Der Fantasie sind hier auch mit anderen Presets keine Grenzen gesetzt. Mit den vorgefertigten Einstellungen lässt sich eben hervorragend herumexperimentieren – von einer guten Demo bis hin zu einer semi-professionellen Studioaufnahme ist alles dabei.

Optisch weiß das Ambient EZmix Pack zu überzeugen: Zwar ist die Software recht einfach gehalten, präsentiert sich aber in ansprechenden Farben und Grafiken. Die Navigation ist wunderbar selbsterklärend: Entweder man durchforstet die Bibliothek alphabetisch oder man sucht abhängig von Genre und Instrument einen gewünschten Sound. Durch die einzelnen Presets kann man per Mausklick oder Pfeiltasten navigieren – wie es einem besser gefällt. Sobald ein Preset ausgewählt ist, heben sich auf der rechten Hälfte des Fensters die jeweiligen Effekte und Amps farblich ab.

Presets, die einem besonders gut zusagen, kann man über Sternchen favorisieren. Dadurch muss man nicht jedes Mal alles durchforsten, um einen zuvor verwendeten Sound zu finden. Und selbst wenn man keine Favoriten gespeichert hat: Die Suchfunktion geleitet schnell und sicher zum Ziel. Was uns darüber hinaus zusagt, ist das integrierte Metronom. Beim Jammen ist es definitiv nicht verkehrt, gleichzeitig etwas Takt-Training zu betreiben – natürlich in Taktart und Tempo veränderbar. Das hilfreiche Ticken lässt sich per Tastenkombination „Strg + T“ (PC) oder „Command + T“ (Mac) ein- oder ausschalten.

Favorisierte Presets findest du in der separaten Bibliothek.

Sound im Gepäck

Benötigt ein Preset aus Ambient EZmix Pack noch zusätzlich einen individuellen Feinschliff, kann man auf die vom Programm angebotenen Regler zurückgreifen. Diese befinden sich unübersehbar in Form von zwei hervorstehenden Rädchen in der unteren Hälfte des Fensters. Je nach Preset stehen unterschiedliche Parameter bereit, um den Sound mit nur wenigen Klicks zu verändern. Darunter wird man wohl Drive, Reverb und Delay am häufigsten nutzen.

Doch aufgemerkt: Nicht bei allen Einstellungen stehen beide Regler zur Verfügung. Das schränkt schon ein Stück weit ein und führt leider auch zu unserem Kritikpunk: Es ist zwar gut, etwas schrauben und individualisieren zu können, aber wirklich viel und tiefgreifend lassen sich die Sounds nicht bearbeiten. Manche Einstellungen sind auch zusammengefasst und lassen sich nur in einer Einheit regeln. Ein Beispiel: Gate + Expander + Threshold. Es wäre schön, wenn man hier noch etwas mehr ins Detail gehen könnte.

Mit der EZmix-2-Erweiterung Ambient EZmix Pack bekommt man wahrhaftig viele Sounds für wenig Geld. Wer zum ersten Mal mit dem Programm arbeitet, wird eines feststellen: Man verliert sich komplett in der Materie – es macht einfach Spaß, durch das riesige Angebote von Sounds zu springen und ein Preset nach dem anderen auszuprobieren. Trotz der eingeschränkten Möglichkeit, detaillierte Parameter zu verändern, werden auch Profis hier ihren Nutzen ziehen können – besonders wenn es schnell gehen muss. Doch vor allem Einsteigern in die Recording-Welt hilft diese atmosphärische Software dabei, schnell den passenden Sound zu finden.



Technische Daten

Produkttyp digitale Presets
Voraussetzung

EZmix 2 (Version 2.0.2 oder höher)

Umfang

50 Presets

Datenmenge 40 MB
Systemvoraussetzungen        

Windows (XP SP3 oder neuer, Pentium 4 oder Athlon CPU mit 512 MB RAM) & Mac (OS X 10.5 oder höher, G5 mit 512 MB RAM)


Wertung:
+ ohne großen Aufwand einwandfreier Sound
+ praktisch für Recording-Einsteiger
+ einfache Installation
- eingeschränkte Klangregelung

Preise (UVP):
Ambient EZmix Pack   39 Euro
EZmix 2                        139 Euro

Weitere Infos unter: www.toontrack.com

Vertrieb: Toontrack







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