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Test: Sennheiser ClipMic digital

Einfach guter Klang

am 25.08.2016

Einfach guter Klang

Ohne Videos kann man sich das Internet heute kaum vorstellen. Doch einfach nur mit Handy oder Kamera draufhalten, reicht meist nicht – gerade in Sachen Ton. Aber wer will schon massig Tonequipment mitschleppen? Muss man auch nicht, denn Sennheiser bietet mit dem ClipMic Digital ein Minimikro mit integriertem Interface an, mit dem man jedes iPhone, iPod oder iPad mit Lightning-Anschluss in einen hochwertigen Audiorecorder verwandeln kann.

Wenn man die Bildqualität, die heutige hochwertige Kameras – aber sogar auch aktuelle Smartphones – oftmals liefern, mit Bildern von vor wenigen Jahren vergleicht, ist man oft baff ob des massiven Qualitätssprungs. Dummerweise kann der Ton da oft nicht wirklich mithalten. Und das liegt gar nicht zwingend daran, dass schlechte Mikrofone in den Kameras verbaut wären, sondern an deren Position. Nimmt man also etwa eine Person auf, die in fünf oder gar zehn Metern Entfernung etwas erzählt, wird man wenig Stimme und dafür viel Raumklang aufnehmen. Eine Lösung muss also her.

Die gibt es – und auch noch zum sehr fairen Preis, wenn man sich ein Sennheiser ClipMic Digital holt. Dabei handelt es sich um ein Miniaturmikrofon mit integriertem Interface, das gemeinsam mit Recording-Spezialist Apogee entwickelt wurde. Am Ende des rund 1,6 Meter langen Kabels befindet sich ein Lightning-Stecker – womit auch schon klar ist, mit welchen Geräten das Mikro zusammenarbeiten soll: Apples iOS-Mobilgeräten, also iPhone, iPad und iPod. Etwas schade, dass man nicht auch andere Geräte nutzen kann. Allerdings sind die Mobile Devices von Apple einfach sehr stabil und gut zu handhaben – und man muss die entsprechende App nicht an hunderte oder tausende von Geräten anpassen.

App ist direkt ein gutes Stichwort, denn passend zum Sennheiser ClipMic Digital gibt es vom Kooperationspartner Apogee ein richtig gutes kostenloses Aufnahmeprogramm namens „Meta Recorder“. Hier kann man das Mikrofon nicht nur bequem einpegeln, sondern auch Projekte anlegen, bei Bedarf mehrere Takes einer Aufnahme machen und Werte wie die Sample Rate oder das Aufnahmeformat einstellen. Besonders cool ist eine neue Funktion, die es seit einem App-Update in diesem Jahr gibt: das Multi-Device-Recording. Dabei kann man, wenn man mehrere Apple-Geräte und mehrere Sennheiser ClipMic Digital hat, ein Gerät als Master- und die anderen als Slave-Devices konfigurieren. Vom Master-Gerät aus lassen sich dann alle Geräte simultan bedienen. Das ist cool, wenn man etwa ein Gespräch (beispielsweise ein Interview) mit mehreren Personen (und mehreren Mikros) machen möchte, denn so muss man nur noch auf einem Gerät auf Record drücken und hat alle Geräte automatisch synchron laufen.

So klein kanns sein ... das ins Kabel integrierte Interface fällt kaum ins Gewicht.

Einfach – praktisch

Genug Vorgeplänkel, wie schlägt sich das Sennheiser ClipMic Digital in der Praxis? Zunächst ist die Einrichtung des Mikrofons und der App wirklich kinderleicht, geht blitzschnell und ist selbst für Recording-Einsteiger schnell erledigt. Auch die App selbst ist quasi selbsterklärend und so kann man schnell loslegen. Das Handling mit dem Miniaturmikro und seinem integrierten gut 1,5 Meter langen Kabel ist bequem, auch das winzige Interface stört nicht. Was etwas unangenehm ist, wenn man das Mikro beispielsweise mit einem iPhone nutzen und der Sprecher es sich in die Hosentasche stecken möchte, ist, dass der Lightning-Stecker doch ziemlich störrisch aus dem Telefon ragt und so das Einstecken in enge Taschen deutlich erschwert. Zugegeben, schon ein Sonderfall, aber nur so als Verbesserungsvorschlag für die nächste Version.

Alle Apple-Geräte im Test erkannten das Sennheiser ClipMic auf jeden Fall problemlos und schnell – Plug & Play eben. Also, rasch noch einpendeln, neue Szene anlegen und ab auf Record. Läuft die Aufnahme, kann man den Bildschirm durch Wischen von links nach rechts schnell sperren. So vermeidet man, dass man versehentlich den Mitschnitt stoppt. Sehr praktisch. 

Doch am Ende zählt vor allem der Sound und da kann das ClipMic Digital punkten. Dank der mitgelieferten Klammer lässt sich der Winzling sicher in optimaler Position, etwa an der Kleidung, platzieren. Ebenfalls mit dabei ist ein kleiner Windschutz, der bei Außenaufnahmen gute Dienste leistet.

Was man allerdings wissen muss, ist, dass das Mikrofon eine Kugelcharakteristik aufweist, das heißt omnidirektional bzw. in alle Richtungen ziemlich gleichmäßig aufnimmt. Wer also vorhat, mit dem Mikro in einem lauten Raum eine Stimme aufzunehmen, der sollte besser ein anderes Mikrofon nehmen, zum Beispiel ein Handheld-Modell in Nierencharakteristik. Damit lassen sich Umgebungsgeräusche weitaus besser ausblenden. Dafür hat man aber den Vorteil, dass man im Gespräch mit einer anderen Person mit einem Mikro beide Personen aufnehmen kann und auch noch etwas Raumsound als Ambience mitschneidet.

Doch setzt man es richtig ein, kann man mit dem Sennheiser ClipMic Digital hochwertige Aufnahmen machen, die man entweder direkt online oder per Bluetooth an seinen Rechner schicken kann oder ansonsten per iTunes vom Gerät holt. So hat man passend zum Bild tolles Audiomaterial – und natürlich arbeitet das Miniaturmikro auch als reiner Audiorecorder bestens, sei es für Sprache oder für einen Proberaummitschnitt von der Decke hängend.

Wichtiger Bestandteil: Mit der „MetaRecorder“-App von Apogee kann man das Maximum aus dem Sennheiser ClipMic Digital holen.

Fazit, technische Daten & Wertung

Für wen ist das Sennheiser ClipMic Digital jetzt also gedacht? Naja, vor allem für Nutzer, die sowieso schon ein iOS-Gerät mit Lightning-Anschluss haben und die unterwegs hochwertige Video- und Audioaufnahmen – insbesondere von Sprache – machen wollen. Dabei überzeugt das kompakte Mikrofon durch einfaches Handling und hervorragende Soundqualität und ist gerade im Zusammenspiel mit Apogees „Meta Recorder“-App ein richtig tolles Paket. Dass es das Ganze im Laden für deutlich unter 200 Euro gibt, rundet das Paket optimal ab.

Wandlertyp dauerpolarisiertes Kondensatormikrofon
Übertragungsbereich

30 Hz bis 20 kHz

Richtcharakteristik

Kugel

AD-Wandlung multibit DeltaSigma, Samplerate wahlweise 44,1, 48, 88,2 oder 96 kHz; Bitrate 16 oder 24 Bit
Empfindlichkeit min. Gain: -46 dBFS (80 dB SPL, 1 kHz)
Anschluss

Apple Mfi zertifizierter Lightning Connector

kompatibel mit

iPhone, iPad & iPod mit Lightning Connector

Gewicht

24 g

Kabellänge ca. 1,6 m
Lieferumfang

inkl. Clip, Korbwindschutz, Tasche und Bedienungsanleitung

Herkunftsland USA

 

Wertung:
+ megakompakt
+ tolle Audioqualität
+ durchdachte App
+ mehrere ClipMic Digital von einem Gerät aus steuerbar
+ räumlicher Klang und großer Aufnahmebereich dank Kugelcharakteristik, aber ...
– ... geringe Richtwirkung, dadurch relativ geringe Nebengeräuschbedämpfung
– nur mit Apple-Geräten kompatibel

Preis (UVP):     236,81 Euro

Vertrieb: Sennheiser Deutschland
Weitere Infos: Sennheiser ClipMic digital







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