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Test: PreSonus StudioLive RM16AI Rackmixer

Raumwunder

Felix Haala am 20.03.2016

Raumwunder

Weiter geht es in unserer Reihe über die breitgefächerten Produkte aus dem Hause PreSonus. Egal, ob im Proberaum, Studio oder auf der Bühne – für jede Anwendung findet sich hier das geeignete Gerät. Am stärksten manifestiert sich diese Firmenphilosophie in den digitalen Mischpulten der StudioLive-Serie, welche jetzt auch als Rackvariante erhältlich sind. Das garantiert viele professionelle Features und flexibles Arbeiten auf engstem Raum. Heute im Spotlight: der PreSonus StudioLive RM16AI Rackmixer.

Mit Einführung der PreSonus-StudioLive-Digital-Mischpulte vor einigen Jahren hat es selbst professionellen Usern die Kinnlade auf den Tisch gedonnert. Plötzlich gab es da einen Mixer mit eingebautem Interface für Konzerte, Live- und Studioaufnahmen. Unzählige Features, integrierte Effekte, Kompatibilität zu iOS Devices und vieles mehr vereinten diese Pulte auf dem Platz eines herkömmlichen Analogmischers – bei einem günstigen Preis.

Eigentlich unvorstellbar diesen Leistungsumfang auf noch weniger Raum zu vereinen. Bei PreSonus hat man sich aber genau dies zum Ziel gesetzt. Im Zeitalter von Touchscreens liegt es natürlich nahe sämtliche Bedienelemente erst einmal in eine Software auszulagern und lediglich die grundlegende Hardware sowie die Ein- und Ausgänge in ein Gehäuse zu packen. Und genau das war der Ansatz des amerikanischen Herstellers.

Herausgekommen ist das PreSonus StudioLive RM16AI, welches einen Großteil des Leistungsumfangs der StudioLive-Serie auf 19 Zoll und 4 HE vereint. Unglaublich! Bedient wird das Ganze dann entweder über einen PC bzw. Mac, mit Maus oder Touchscreen oder einem Tablet. Selbst iPhones können für gewisse Features eingesetzt werden, dazu später mehr. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, beinhaltet das Paket auch die hauseigene DAW PreSonus Studio One Artist und ein einfacheres Tool namens „Capture“, um schnell und einfach Liveaufnahmen anzufertigen.

Geliefert wird der Rackmixer in einem schlichten braunen Karton. Darin ist alles bombenfest in Styropor verpackt. Neben dem eigentlichen Gerät findet sich ein weiterer Karton in der Verpackung, welcher das Stromkabel, Netzwerkkabel, die FireWire-Kabel, einen USB-WLAN-Stick sowie die Bedienungsanleitung enthält. Sehr vorbildlich, dass das Gerät quasi sofort angeschlossen und in Betrieb genommen werden kann, ohne frustriert irgendwelchen speziellen Kabeln nachzulaufen.

Sämtliche Audio Ein- und Ausgänge befinden sich auf der Vorderseite der RM16AI. Auch ein WLAN-Stick findet hier Anschluss. Der Netzwerkanschluss ist nach Firmwareupdate auch AVB-fähig.

Everything at your fingertips

Ein Blick in die Anleitung genügt und verschiedene Einsatzszenarien und Set-up-Möglichkeiten sind geklärt. Wo es die nötigen Treiber und die „beigelegte“ Software gibt, wird einem auch auf den ersten Seiten gezeigt. Sehr schön. Also ab auf die PreSonus-Seite und erst einmal alle Helferlein herunterladen: den Treiber mit virtueller Mischpultoberfläche „UC Surface“ und die beiden Audioprogramme. In weiser Voraussicht werden auch gleich das iPhone mit der App „QMix-AI“ und das iPad mit „PreSonus UC Surface“ ausgestattet.

Um den Mixer in das bestehende WLAN einzubinden und dann über Rechner oder iPad fernzusteuern, müssen erst die Zugangsdaten hinterlegt werden, auch das klären wir im späteren Verlauf. Erst einmal wird das StudioLive RM16AI per Netzwerkkabel mit einem Rechner verbunden und das Programm „Universal Control AI“ gestartet. Es erscheint eine Übersicht über die im Netzwerk gefundenen kompatiblen Geräte und einigen rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten. Nach einem Klick auf das RM16AI öffnet sich die Bedienoberfläche für den Mischer.

Leider scheint das Tool noch nicht sehr ausgereift zu sein oder unter OSX El Capitan, unserer Testumgebung, noch einige Probleme zu bereiten. Es ist ein Glücksspiel, ob die Universal Control AI entweder abraucht oder den Softwaremischer öffnet. Hat man es aber einmal geschafft, wird man mit einer übersichtlichen und durchdachten Oberfläche belohnt. Diese gliedert sich auf den ersten Blick in zwei Teile: Unten hat man die Fader, die Solo- und Mute-Taster sowie die Kanalübersicht. Effektkanäle, Mixe und Gruppen findet man auf der rechten Seite und mit einem Klick auf „FX edit“ lässt sich ein geeignetes Hall- oder Delay-Preset wählen.

In der oberen Hälfte gibt es mehrere Möglichkeiten. Erst einmal bekommt man eine übersichtliche Darstellung über die möglichen Effekte je Kanal – und da ist alles dabei, was man braucht: Gate, Kompressor, Limiter und EQ mit Analyzer. Es können aber auch die Kanalzuweisung und Kanaltypen aufgerufen werden. Letztere eignen sich mittels schnell identifizierbarer Icons und fertigen Benennungen hervorragend, um die Signale übersichtlich auf dem Bildschirm zu verwalten. Natürlich wurde im gesamten Softwaremixer darauf geachtet, dass alles auf eine berührungsempfindliche Bedienung optimiert ist.

Über die Universal Control AI wird die Verbindung zum RM16AI hergestellt.

Auf der Bühne und im Studio

Hinter dem kleinen Zahnrad in der oberen rechten Ecke der Software versteckt sich die Konfiguration des Mixers. Dort werden die Samplerate geändert, Backups erstellt und viele grundsätzliche Optionen des StudioLive RM16AI konfiguriert. Wer ein Messmikrofon sein Eigen nennt, kann mit den integrierten Smaart Wizards das System in der Location automatisch einrauschen lassen – praktisch! Die Einbindung in eine vorhandene WLAN-Struktur lässt sich ebenfalls in diesem Fenster bewerkstelligen.

Nach der WLAN-Einbindung lässt sich der Softwaremixer auch auf dem iPad starten. Möglich macht dies die zuvor erwähnten App „PreSonus UC Surface“. Unser etwas in die Jahre gekommenes iPad 2 wird zwar unterstützt, für eine ordentliche Performance sollte man aber vermutlich doch zu einem neueren Modell greifen. Ein weiteres Highlight ist die iPhone-App „QMix-AI“. Bis zu 14 Musiker können sich via WLAN am StudioLive RM16AI anmelden und ihren Kopfhörermix eigenständig regeln. Ideal in vielen Live- und Recording-Set-ups, nie wieder „Ich hör mich nicht!“

Um Signale aus dem RM16AI aufzunehmen, muss das im Mixer integrierte „unsichtbare“ Audiointerface zusätzlich mit einem Rechner via FireWire S800 verbunden werden. Für die Anfertigung von Liveaufnahmen stellt PreSonus die Software Capture 2 bereit. Diese kommt im bekannten Design von PreSonus Studio One daher und bietet übersichtlich die wichtigsten Funktionen, um schnell und einfach solche Recordings zu bewerkstelligen. Bandname, Performance und Location eingeben, „Record Now“ klicken und schon kann es losgehen. Natürlich lässt sich auch vorab eine richtige Session anlegen und konfigurieren.

Wer das Gerät im Studio einsetzen möchte, kommt mit der beigelegten DAW PreSonus Studio One Artist auf seine Kosten. Das Tool lässt kaum noch Wünsche offen und bietet in Kombination mit einem PreSonus Interface, wie es hier der Fall ist, quasi latenzfreies Abhören. Natürlich muss man einige Abstriche im Vergleich zur Profiversion Studio One Professional machen. Und wem das doch nicht reicht, kann für relativ günstige 299,88 Euro upgraden und erhält somit eine vollwertige DAW zur Musikproduktion.

Auch auf dem iPad macht der Softwaremixer eine gute Figur, sogar noch etwas kompakter als auf dem Rechner.

Bewertung / Preis / Technische Daten

Bewertung:
    + solide Verarbeitung
    + durchdachter Touch-Softwaremixer
    + kompatibel mit vielen verschiedensten Geräten
    + viele Programme bereits enthalten oder kostenlos
    - Treiber scheint am Mac noch etwas holprig

 

Vertrieb/Hersteller
weitere Informationen
Preis (UVP)
1.199 EUR

 

 

Technische Daten
Bauweise
32 Kanal / 25 BUS digitaler Rackmixer
Auflösung
24 Bit, 96 kHz
Anschlüsse
16x XLR-In & 11x XLR-Out
1x 6,3 mm Kopfhörerausgang
2x Line In (Cinch L/R)
1x USB-Port
1x MIDI-In & 1x MIDI-Out
1x D-SUB-25
1x Netzwerkanschluss
2x FireWire S800 Anschluss
1x S/PDIF OUT (L/R)
1x Kaltgerätebuchse
Regler & Schalter
Power-Switch
Regler für Kopfhörerlautstärke
Trimmregler für Mono und Main Output
Quellenwahlschalter für Kopfhörerausgang
globaler Stummschalter
Taster für Phantomspeisung und Metering
Besonderheit
vollwertiges digitales Mischpult auf 4HE im 19" Rack
steuerbar per Rechner, Smarthpone und Tablet
Recordinginterface integriert
Lieferumfang
PreSonus StudioLive RM16AI Rackmixer
2x FireWire S800 Kabel
Netzwerkkabel
USB-WLAN-Stick
Stromkabel
DAW PreSonus Studio One Artist
Live-Recording Software „Capture“
Bedienungsanleitung

 

 

 







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