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Test: Nowsonic EarIn

Satt was auf die Ohren

Jan Hoffmann am 11.05.2015

Satt was auf die ...

In-Ear-Monitoring liegt voll im Trend – klar, es ist ja auch unheimlich praktisch. Und wenn man gut hören kann, spielt man auch besser – sei es im Aufnahmestudio oder auf der Bühne. Doch nicht jeder Musiker braucht da ein aufwendiges Funksystem für besten Sound auf die Ohren. Gerade Drummer, Keyboarder oder Studiomusiker können gut auch mit einem kabelgebundenen System wie dem Nowsonic EarIn arbeiten.

Wo sich die Band live früher aus fetten Monitorboxen anbrüllen ließen, sieht man heute auf der Bühne immer mehr Musiker mit Kopfhörern. Klar, In-Ear bietet ja auch einige Vorteile. Neben einem wirksameren Gehörschutz kann sich jeder Musiker noch besser seinen eigenen Sound einstellen, ohne den Rest der Band zu nerven, der Lärmpegel auf der Bühne sinkt – und vor allem hört man auch genauer, was musikalisch gerade passiert. Noch wichtiger sind die Ohrhörer für Musiker, die zum Klick spielen – denn wer will schon, dass auch das Publikum den Taktgeber im Hintergrund noch hört?

Und während Instrumentalisten oder Sänger, die gerne ungehindert über die Bühne fegen, selbstverständlich zu Wireless-Systemen greifen, gibt es durchaus Musiker, die ihren Kopfhörersound immer am gleichen Platz brauchen und sich deshalb den zusätzlichen Aufwand und die Kosten einer Drahtlosanlage sparen können. Man denke nur an Keyboarder, Schlagzeuger – oder prinzipiell den Einsatz im Tonstudio. Dafür gibt es auch im unteren Preisbereich absolut überzeugende Lösungen, die selbst den technikmüdesten Musiker zufriedenstellen dürften. Wie beispielsweise den EarIn-Kopfhörerverstärker von Nowsonic.

Auf der Rückseite des Nowsonic EarIn findet man zwei Kombibuchsen sowie den Anschluss fürs Netzteil.

Mehr braucht man nicht

Denn dieses kleine Kistchen ist wirklich auf das Nötigste reduziert – bietet aber dennoch alles, was man für einen guten Kopfhörersound braucht. Das aus solidem Metall gefertigte und reparaturfreundlich verschraubte, etwa geldbeutelgroße (naja, es ist schon ’ne etwas dickere Brieftasche ;) ) Gerät bietet zwei Eingänge im Kombibuchsenformat. Man kann seine Signale also per XLR oder 6,3-mm-Kabel ans EarIn schicken. Ansonsten gibt es einen Kopfhörerausgang im 3,5-mm-Klinkenformat sowie den Anschluss für das mitgelieferte Netzteil. Wer unabhängig von einer Steckdose arbeiten möchte, der kann das Nowsonic EarIn wahlweise mit einem 9-V-Block mit Strom versorgen.

Auch die Einstellmöglichkeiten dürften niemanden überfordern. Neben dem Powerschalter finden sich am EarIn nämlich lediglich zwei Regler und ein Druckknopf. Mit letzterem legt man fest, ob man den Kopfhörer Stereo oder im Mono-Mix betreiben möchte. Entscheidet man sich für Ersteres, hört man auf dem linken Ohr das Signal Input (L) und auf dem rechten das von Input (R). Per Balance kann man dann das Lautstärkeverhältnis der beiden zueinander regeln. Im Mono Mix hingegen schickt der Nowsonic-Kopfhörerverstärker auf beide Seiten das gleiche Signal und man steuert das Verhältnis der Eingänge wieder per Balance-Regler. Mit Volume stellt man in jedem Fall die Gesamtlautstärke des Kopfhörers ein – und hat hier erfreulicherweise reichlich Reserven.

Zum Earin braucht man nur noch einen Kopfhörer – schon steht das In-Ear-Setup.

Schnell verkabeln und los

In unserem Testsetup dient der Nowsonic EarIn als In-Ear-Amp für den Drummer. Dieser braucht sowohl den Klick wie auch den Monitormix auf dem Kopfhörer, da die Band mit Backings spielt, die der Drummer steuert. Also, Klick in Input (, das Monitorsignal in Input (L) und auf Mono Mix geschaltet – schließlich möchte der Schlagzeuger auf beiden Ohren das gleiche hören. Das Verhältnis von Monitorsound und Klick kann er bequem per Balance (übrigens mit praktischer Mittenrasterung) einpegeln. Schon kann es losgehen.

Um sich nicht zu verheddern – und weil man sich beim Drumming doch auch gerne mal etwas heftiger bewegt – verzichtet er auf das Netzteil und befeuert das EarIn per 9-V-Block. Das kleine Kistchen wird dann ganz bequem mit der befestigten Klammer am Hosenbund fixiert – sehr praktisch. So baumelt das Kopfhörerkabel nirgends unnötig herum oder bleibt gar hängen. Und wenn man doch mal etwas nachstellen muss, ist der Regler gleich zur Hand.

Klanglich und in Sachen Lautstärke begeistert Nowsonics EarIn absolut. Wenn der Input stimmt, gibt es nichts zu meckern. Für einen Ladenpreis von unter 100 € bekommt man hier richtig was geboten. Auch hinsichtlich Robustheit und Haptik stimmt alles. Das Gerät fühlt sich so an, als könnte man sich auch nach hunderten von Proben und Konzerten noch bedenkenlos darauf verlassen. Was will man mehr? Wer also auf der Suche nach einer günstigen professionellen Möglichkeit für einen Kopfhörerverstärker für Bühne, Proberaum und Studio ist, der liegt mit dem Nowsonic EarIn genau richtig.

Hinter der Gürtelklemme liegt das Batteriefach für den 9-V-Block. So kann man den EarIn auch Steckdosenunabhängig nutzen.

Technische Daten & Wertung

Bauweise Kompakter Kopfhörerverstärker
Gehäuse

Metall

Anschlüsse

Headphone (3,5 mm Klinke), 9-V-Netzteil, 2x Input (XLR-Klinke-Kombibuchse)

Regler & Schalter

Power, Volume, Balance, Mode-Switch

Frequenzgang

30 Hz - 20 kHz, +/- 2 dB

Min. Kopfhörerimpedanz

16 Ohm pro Seite

Max. Ausgangsleistung

50 mW pro Kanal an 20 Ω Last

Gewicht

ca. 400 g (inkl. 9-V-Block)

Maße (H x B x T)

170 x 93 x 47 mm

Stromversorgung 9-V-Block oder Netzteil
Hergestellt in China


Wertung:

+ sehr robust gebaut
+ reduziert auf das Nötigste
+ guter Klang mit reichlich Lautstärkereserven
+ unabhängig vom Stromnetz dank Batteriebetrieb
+ schön kompakt und leicht
+ erfreulich günstig

Preis (UVP): 105,91 €

Vertrieb: Sound Service
Weitere Infos: Nowsonic EarIn







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