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Test: Monkey Banana Turbo 6

Produzieren als Lifestyle

Octavian Rasinariu am 30.01.2014

Produzieren als ...

Seit 2010 finden sich die Studiolautsprecher von Monkey Banana auf dem Markt. Die recht junge deutsche Firma sorgte damals wie heute mit ihren Modellen aus der Turbo-Serie für großes Aufsehen. In unserem Test zum Turbo 6 habe ich für dich herausgefunden, was diese Monitore alles bieten.

Die Farbe ist Rot, das Design auffällig anders. Vorne ist als Markenlogo ein Affenkopf zu sehen. Um einen Scherzartikel handelt es sich bei den Turbo 6 jedoch nicht. Hinter den aktiven Monitoren von Monkey Banana steckt nämlich einiges. Bewusst legen die Entwickler hierbei Wert auf ein ansprechendes Design – und das mit Erfolg, denn die Studiolautsprecher verkaufen sich bereits weltweit. Aber kann man dieses „affige“ Auftreten, das die junge Firma direkt von 0 auf 100 katapultierte, überhaupt ernstnehmen? Mit einem Pärchen Turbo 6 fand ich genau das heraus.

Um sich auf dem konkurrenzreichen Markt durchzusetzen, ist Monkey Banana Individualität sehr wichtig: Nicht nur standardmäßig in Schwarz, sondern auch in Knallrot und Quietschgelb sind die Turbo 6 erhältlich. Das macht die sechseckige Front zu etwas Besonderem zwischen den vielen anderen schwarzen Boxen. Selbst der Name wirkt schon sehr außergewöhnlich – passend dazu gleicht die Homepage einem tropischen Regenwald. Monkey Banana vermittelt mit ihren Produkten Lifestyle: Musikmachen und Stilhaben verschmelzen hier zu einer Einheit.

Ausreichend gut verpackt und gepolstert kamen die beiden Test-Monitore bei mir an. Das Gehäuse ist sehr robust und aus MDF (mitteldichte Faserplatte) gefertigt. Ein schwarzes Grillgitter an der Front schützt den Hochtöner vor Einwirkungen von außen – wie Stöße oder Schmutz. Beim Tieftöner hat der Hersteller jedoch auf ein schützendes Element verzichtet. Vier mitgelieferte Gummiringe dienen zudem als Fundament für die Turbo 6. Sie sind rutschfest und nebenbei für die Bassentkopplung von der Auflagefläche gedacht.

Für den sofortigen Einsatz liegt den Monkey Banana Turbo 6 ein Kaltgerätenetzkabel bei. Über den rückseitigen Netzschalter lassen sich die Aktivmonitore schließlich in Betrieb nehmen. Auch das Affenkopf-Logo auf der Vorderseite beginnt dann zu leuchten. Meinem Empfinden nach jedoch ein wenig zu schwach, um es bei Tageslicht zu erkennen. Dafür leuchtet es im dunklen Tonstudio nicht zu grell und stellt einen zusätzlichen stylischen Hingucker dar.

Rechts zwischen Hoch- und Tieftöner befindet sich das Monkey-Banana-Logo, das in Betriebsbereitschaft leuchtet.

Design meets High-Tech

Die Monkey Banana Turbo 6 kommen, wie bereits erwähnt, in aktiver Bauweise – in ihnen ist also ein eigener Leistungsverstärker eingebaut. Laut Hersteller kommt dabei nur hochwertige Elektronik zum Einsatz. Und das hört man, doch dazu weiter unten mehr. Auf der Rückseite finden sich alle Regler und Anschlüsse, darunter zwei analoge Inputs. Signale lassen sich symmetrisch via 6,3-mm-Klinke und XLR sowie unsymmetrisch über Cinch zuführen. Zusätzlich findet sich eine S/PDIF-Buchse, über die man digitale Signalquellen anschließen kann.

Für die Gesamtlautstärke ist ein Volume-Poti zuständig. Daneben regelt ein High-Frequency-Shelf-EQ die Höhen ab 10 kHz um ±6 dB, der Low-Frequency-Shelf-EQ greift entsprechend unterhalb von 100 Hz ein. Wie bereits angesprochen, lassen sich digitale Signale via S/PDIF integrieren. Mittels Kippschalter ist es möglich, zwischen analoger und digitaler Quelle umzuschalten. Um digitale Signale noch richtig zuzuweisen, kannst du über einen Channel-Schalter zwischen linker und rechter Abhöre für die korrekte Stereowiedergabe wählen.

Die Membran des Tieftöners misst 6,5 Zoll und besteht aus einem speziellen Materialgemisch aus Polypropylen und Keramik. Laut Hersteller ist dadurch ein ausgewogenes Klangbild und eine hohe Impulstreue möglich – doch dazu gleich mehr. Als Hochtöner findet sich eine 1-Zoll-Seidenmembran. Dämmfilze in Kombination mit dem sechseckigen Gehäuse sorgen dafür, dass kaum Vibrationen im Innenraum auftreten und somit keine Resonanzen entstehen.

Ein Turbo 6 bringt 7,6 kg auf die Waage – eigentlich nicht viel, wenn man vergleichbare Lautsprecher betrachtet, doch gefühlt auch nicht gerade wenig. Die Turbo 6 bieten viel Power: Mit 60 Watt Leistung in den Tiefen und zusätzlich 30 Watt in den Höhen sind die Monkey Banana Turbo 6 die zweitmächtigsten Modelle der Turbo-Serie. An der Rückseite ist die Bassreflex-Öffnung zu finden. Sie hat einen Durchmesser von 32 mm und dient durch die Luftbewegungen zusätzlich auch der Kühlung der Elektronik.

Neben analogen Eingängen bieten die Turbo 6 auch S/PDIF-Schnittstellen, um digital direkt vom Interface in die Lautsprecher zu gelangen.

Die Affen im Studio

Beide Monkey Banana Turbo 6 positioniere ich im Stereodreieck an meinem Arbeitsplatz im Studio, die Hochtöner auf Ohrenhöhe. Um die Monitore genauer ausrichten und sie vom Untergrund besser entkoppeln zu können, stehen sie zudem auf angewinkelten Schaumstoffunterlagen. Die Verbindung mit dem Interface via Klinke klappt auf Anhieb. Außerdem fällt angenehm auf, dass sich kein störendes Eigenrauschen der Lautsprecher bemerkbar macht.

Gleich beim ersten Abspielen von Musik fällt die brillante Wiedergabe der Höhen besonders positiv auf. Die Turbo 6 bieten ein relativ weites Frequenzspektrum von 50 Hz bis 30 kHz. Dabei sind Zischlaute, klirrende Gitarrensaiten und Obertöne einige der Dinge, die ab 4 kHz grundlegende Auswirkungen auf das Genussempfinden haben. Umso wichtiger ist es also, dass man zum Beispiel gerade für den Gebrauch eines Equalizers uneingeschränkte Analysemöglichkeiten der zu bearbeitenden Audiosignale erhält und gezielt eingreifen kann.

Auch im Bereich der Mitten und Bässe schlagen sich die Monkey Banana Turbo 6 tadellos. Die verschiedenen Vocal-Spuren lassen sich gut in der Tiefe staffeln. So kann ich die Backings präzise platzieren und sogar einen gesamten Chor exakt mischen. Auch Sound mit viel Dynamik nehme ich gut wahr. Die Tiefen klingen nicht matschig und sogar die Subbässe, soweit wie möglich, tönen angenehm. Dank des linearen Frequenzbandes klingt keine Tonhöhe unter- oder überpräsent – und das bei jeder Lautstärke, denn die Turbos lassen sich ordentlich aufdrehen und füllen so jedes normale Studio mit genügend Pegel aus.

Positiv zeigt sich zudem die Lokalisationsschärfe der Monkey Banana Turbo 6: Stell einen Arpeggiator mit Stereopaning ein und lass dich von der genauen Wiedergabe durch die Bananas überzeugen. Schön zu hören, wenn Pro-Audio-Equipement so präzise ausgearbeitet ist. Im Gesamten haben sich die Turbo 6 im Test als sehr leistungsstarke und ausgewogene Studiomonitore erwiesen. Die exakte Darbietung der hohen Frequenzen hat mich besonders begeistert. Mit diesen stylischen Designerboxen machst du dich definitiv nicht zum Affen.

Durch Dämmfilze im Inneren der Turbo 6 kommen kaum störende Vibrationen zustande.

Technische Daten

Gehäuse

MDF

Tieftöner 6,5“ magnetisch geschirmte Polypropylen-Keramik-Membran
Hochtöner 1“ Seidenhochtöner
Frequenzgang 50 Hz bis 30 kHz
HF-Pegel -6 dB bis +6 dB variabel bei 10 kHz
LF-Pegel -6 dB bis +6 dB variabel bei 100 Hz
Trennfrequenz

3 kHz

Verstärkerleistung

60 W (LF) + 30 W (HF)

Signal-Rausch-Abstand >92 dB/98 dB (HF/LF)
Total-Harmonic-Distortion

0,05 %/0,02 % (HF/LF)

Eingänge Kombibuchse, Cinch & S/PDIF
Ausgänge

S/PDIF

Eingangswahlschalter analog & digital
Kanalwahlschalter

links & rechts (nur bei digitaler Signalzufuhr)

Polarität 180°-Phasenumkehrschalter
Gewicht

7,6 kg

Abmessung (HxBxT) 328 x 229 x 260 mm
Erhältliche Farben

Gelb, Rot & Schwarz


Wertung:
+ brillante Höhenwiedergabe
+ sehr lineares Frequenzband
+ extravagantes Design
+ eingebauter EQ für Höhen und Tiefen
+ gute Tiefenstaffelung

Preis (UVP): 313,90 Euro

Weitere Infos unter: www.monkey-banana.de

Vertrieb: Monkey Banana







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