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Test: Monacor CT-1

Kompakte Prüfstelle

Marco Sulek am 21.08.2014

Kompakte Prüfstelle

Wenn die Werkzeugkoffer von Musikern oder Technikern etwas enthalten sollten, dann Kabeltester. Genau davon bietet der Markt eine riesige Auswahl, die die Suche nach einem passenden Tool nicht gerade erleichtert. Um Bedürftigen einen Anhaltspunkt zu geben, hatten wir den CT-1 von Monacor im Test.

Unabhängig davon, ob du bereits auf nationalen und internationalen Bühnen unterwegs warst oder nicht, als Klangkünstler kennst du bestimmt folgende Problematik: Du verbindest im letzten Moment vor dem Gig dein Instrument mit einer Stagebox – aber es ertönt kein Signal. Panik macht sich breit. Der erste Verdacht bestätigt sich dann meist: Es ist schon wieder ein Kabel hinüber. So unachtsam, wie manche mit den Soundleitungen umgehen, wundert das auch nicht weiter.

Jetzt ist schnelles Handeln angesagt. Findet sich in der Nähe ein Ersatzdraht? Lohnt es sich gar, nachzuschauen, ob sich eine Lötstelle gelöst hat und wenn ja, lässt sich diese fixieren? Der Druck steigt weiter ins Unermessliche, wenn du der Tatsache gewahr wirst, dass du den ganzen Auftritt verzögerst – und jeder Band steht bekanntlich nur ein gewisses Zeitfenster zur Verfügung. Diese unangenehme und brenzlige Situation lässt sich einfach umgehen, indem du bereits vor der Show alle Kabel prüfst. Am schnellsten und einfachsten geht das mit einem Kabeltest.

Einen praktischen Drahtprüfer offeriert uns Monacor mit dem CT-1. Wie für den rauen Touralltag geschaffen, besteht sein Gehäuse aus robustem Metall. An seiner Unterseite finden sich Schaumstoffstreifen, um dem CT-1 einerseits Grip zu geben und andererseits empfindliche Böden vor hässlichen Kratzspuren zu bewahren. Einzig seine tiefblaue Farbgebung hätte etwas heller ausfallen können – auf mangelhaft beleuchteten Bühnen schreit die dunkle Box nicht gerade „hier“. Etwas schade ist auch, dass die Buchsen einen eher günstigen Eindruck vermitteln.

Da der CT-1 Signale durch die Leitungen schickt und bestehende Verbindungen über LEDs anzeigt, benötigt er eine Stromquelle. Hierfür ist ein Fach an der Vorderseite angebracht, in das eine 9-Volt-Blockbatterie passt. Nutzt du den Kabelprüfer längere Zeit nicht, kann sich die Batterie langsam entladen. Ob dann noch genug Saft vorhanden ist, kannst du überprüfen, indem du den Poti auf Rechtsanschlag drehst: Leuchtet die LED „Battery Check“, reicht die Spannung aus, bei einer schwachen oder keiner Reaktion solltest du eine neue Batterie einsetzen.

In das Batteriefach des CT-1 von Monacor gehört eine 9-Volt-Blockbatterie.

Prüfanstalt

Für alle gängigen Kabelformate auf der Bühne hält der Monacor CT-1 eine Buchse bereit: 6,3-mm-Klinke, 5-Pol-DIN (MIDI), Cinch, XLR und Speakon. Dabei lassen sich symmetrische wie auch unsymmetrische Kabel gleichermaßen anschließen. Bei einer unsymmetrischen Klinkenleitung etwa leuchten beim Prüfen von Sleeve die LEDs „1“ und „3“ gleichzeitig. Das liegt daran, dass der Kontakt für Ring auch Sleeve berührt und somit das Signal quasi doppelt abgegriffen wird. Achte beim Anschließen eines Kabels aber unbedingt darauf, dass es am anderen Ende nicht mit einem Verstärker verbunden ist – sonst geht womöglich die Elektronik kaputt.

Die LED-Anzeige ist so simpel wie effektiv: Es gibt zwei Reihen an je fünf Leuchtdioden – die obere ist gelb, die untere grün. Über die untere ist ersichtlich, an welcher Phase das CT-1 das Testsignal rausschickt. Die oberen LEDs zeigen hingegen an, wo das Signal ankommt. Bei 5-Pol-DIN-Kabeln leuchtet zudem die „Ground-Lift“-Anzeige auf. Jeder einzelne Kontakt lässt sich übrigens individuell über den Poti in der Mitte anwählen. Im Normalfall sollten immer die LEDs mit der gleichen Nummerierung aufleuchten – bis auf das oben beschriebene Beispiel. Ist dies nicht der Fall, wurde ein Kontakt womöglich falsch verlötet oder beschädigt. Welche Nummer welchem Kontakt entspricht, ist übrigens auf der Oberseite abzulesen.

Möchtest du eine Leitung überprüfen, die nicht mit den vorhandenen Formaten kompatibel ist, hält der CT-1 noch zwei weitere Buchsen bereit. Daran lassen sich die optional erhältlichen Prüfkabel CC-311A (UVP: 8,99 Euro) anschließen. Hältst du beide Prüfspitzen nun an eine Leitung, leuchtet bei einer bestehenden Verbindung die LED „Continuity Test“ auf. Dieses Feature ist sehr praktisch, wenn du beispielsweise an einer Patchbay herumlötest und wissen möchtest, ob du die richtigen Drähte miteinander verbindest.

Monacor bietet mit dem CT-1 einen überaus nützlichen Kabeltester an, der für die gängigsten professionellen Steckerformate passende Buchsen bereithält. Aufgrund seiner robusten Bauweise und seiner übersichtlichen wie einfach verständlichen LED-Anzeige sollte er in keinem Werkzeugkoffer fehlen. Besonders aber die Möglichkeit, mithilfe von Prüfkabeln jede Leitung kontrollieren zu können, macht ihn zu einem unverzichtbaren Tool.

Beim Anschluss einer unsymmetrischen Klinke leuchten LED „1“ und „3“ gleichzeitig auf.

Technische Daten

Produkttyp

Kabeltester

Gehäuse

Metall

Anschlüsse

6,3 mm Klinke (symm./unsymm.), 5-Pol-DIN, Cinch, XLR & Speakon

Anzeige 13 LEDs
Stromversorgung

9 V Batterie

Maße (HxBxL)

55 x 112 x 138 mm

Gewicht

640 g


Wertung:
+ robuste Verarbeitung
+ ausreichend Anschlussformate
+ praktische LED-Anzeige
- Buchsen wirken günstig

Preis (UVP): 31,90 Euro

Weitere Infos unter: www.monacor.de

Vertrieb: Monacor International







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