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Test: Mackie SRM 450 V3

Clevere Kiste

Jan Hoffmann am 15.01.2015

Clevere Kiste

Wenn man sich als Band auf die Suche nach einem Pärchen PA-Boxen macht, dann stehen oft Dinge wie maximale Leistung beziehungsweise Lautstärke, einfaches Handling, geringes Gewicht – und natürlich ein möglichst günstiger Preis – im Fokus. Und die genannten Attribute treffen allesamt auf die neuste Version von Mackies aktiver PA-Box SRM450 V3 zu die wir intensiv getestet haben.

Die meisten Musiker sind ja recht spendierfreudig, wenn es um ihr eigenes Equipment geht. Neue Gitarre? Klar doch, muss ja! Ein neuer Satz Becken? Nun ja, die bisherigen klingen ja doch etwas matt ... Eine neue PA für den Proberaum und kleine Konzerte? Was, wie, muss das wirklich?!? Ja, durchaus, schließlich profitiert die ganze Band davon, wenn sich im Proberaum alle gut hören. Und auch live kommt man deutlich besser an, wenn man mit einem schön fetten, angenehmen und durchsetzungsstarken Sound als Einheit überzeugen kann.

Na gut, überredet. Aber ist das nicht verdammt teuer? Nein, zum Glück nicht mehr. Denn schon für rund 1.000 € bekommt man durchaus ein Paar aktive PA-Boxen (also mit integrierter Endstufe) mit dem man ordentlich Gas geben kann. Die günstigen Kunststoffboxen von Mackie beispuielsweise fielen schon länger in diese Kategorie. Und nun hat der US-amerikanische Hersteller das Modell SRM450 umfassend überarbeitet. Wir haben die Version 3 dieses sehr erfolgreichen Modells einem intensiven Test unterzogen.

Auch als Monitorbox leistet Mackies SRM 450 V3 gute Dienste.

Schön kompakt und leicht

Auf den ersten Blick sind die Veränderungen zum Vorgängermodell nicht gleich offensichtlich. Klar, sie befinden sich auch vor allem unter dem robusten und schlag- und stoßresistenten Kunststoffgehäuse und beim Bedienfeld auf der Rückseite. Im direkten Vergleich fällt auf, dass das neue Modell gut 1 kg leichter ist. Zudem hat die kompakte Box jetzt mit 500 Watt RMS satte 100 Watt mehr Leistung. Doch die für die Praxis und den flexiblen Einsatz wichtigsten Änderungen findet man auf der Rückseite des Speakers, beim Bedienfeld.

Wo beim Vorgänger noch ein großer Kühlkörper den meisten Platz wegnahm ist nun – wo die Kühlung auf die Seite gewandert ist – reichlich Raum für neue Anschlüsse und Funktionen. Statt einem XLR-Input finden sich hier gleich zwei Kombi-Buchsen (also XLR und Klinke) mit separaten Gain-Reglern. Dazu kommt ein Cinch-Anschluss (etwa zum Einspielen von Pausenmusik. Das Signal kann auch weiterhin durchgeschliffen werden, entweder nur Kanal 1 oder der Gesamtmix. Zudem verfügt Version 3 der SRM 450 über vier Presets um die Box an verschiedene Anforderungen (etwa als Beschallungsbox, für DJs oder als Monitor im Wedge-Position) anzupassen. Ebenfalls sehr hilfreich ist der vierstufige Feedback-Killer, der einem die Live-Arbeit in schwierigen akustischen Räumen durchaus erleichtern kann.

Mit dieser Ausstattung kann man beispielsweise ein Solokonzert mit Gitarre oder Keyboard und Gesang problemlos mit einer oder zwei dieser Speaker problemlos bestreiten. Das liegt auch daran, dass man aus nur einer SRM 450 V3 dank des 12“-Speakers und der kräftigeren Endstufe durchaus schon ein richtig kraftvolles und raumfüllendes Klangbild erzeugen kann. Natürlich klingt es aber mit einem Pärchen der leichten Speaker noch fetter und räumlicher.

Das Bedienfeld der neusten Version der Mackie SRM 450 bietet einige zusätzliche Features.

Vielfältig einsetzbar

Dem entsprechend satt klingen auch zwei SRM 450 V3 im Zusammenspiel mit einer Band im Proberaum oder bei kleinen Konzerten. Dazu kann man die Speaker dank des integrierten Stativflansches mit Feststellschraube ganz leicht auf ein Stativ packen und optimal auf das Publikum ausrichten. So sorgen schon zwei der Fullrange-Boxen für richtig guten Sound. Wer allerdings sehr Basslastige Sounds erreichen möchte oder doch etwas mehr Headroom benötigt, dem sei doch die Hinzunahme eines Subwoofers wie etwa des Mackie SRM 1850, der zusätzliche 800 Watt RMS an Fundament beisteuert. Und mit einem Set aus zwei SRM 450 V3 und dem SRM 1850 kann man schon richtig satt Druck machen.

Doch noch häufiger passiert es allerdings, dass man zu einer Location kommt, bei der es zwar eine ordentliche PA gibt, aber die Beschallungssituation auf der Bühne mehr als traurig ist. Da bietet es sich durchaus an, immer ein, zwei Monitorboxen mit dabei zu haben. Das klingt jetzt doch etwas übertrieben? Naja, gutes Monitoring ist für einen gelungenen Auftritt essenziell, da sollte man schon vorbereitet sein. Die SRM 450 V3 sind auf jeden Fall bestens vorbereitet, denn in ihrem Gehäuse kann man sie auch in Wedge-Position kippen und kommt so in den vollen Genuss der Aktivbox. Zudem wird der EQ im Mon-Modus so abgestimmt, dass sich die Boxen optimal durchsetzen und man auch wirklich die wichtigen musikalischen Informationen mitbekommt.

Übrigens: Auch für Gitarristen oder Bassisten, die einen Modeler oder Preamp nutzen ist so eine SRM 450 V3 ein richtig guter Partner. Schließlich liefern diese Soundmaschinen ein für PA optimiertes Signal, das man am besten auch über eine entsprechende Box wiedergibt. Und mit satten 500 Watt in der Hinterhand hat man jederzeit mehr als genug Power um auch einer richtig lauten Band heftig einzuheizen. Dazu klingt die Mackie SRM 450 V3 in Verbindung mit hochwertigen Preamps richtig gut. Das ist also eine echte Alternative zum klassischen Endstufen-Gitarrenbox-Setup.

Im Zusammenspiel mit Mackies SRM-1801-Subwoofer kann man die Wände zum Wackeln bringen.

Rundum überzeugend

Auch als PA-Box macht so ein Pärchen dieser Aktiv-Kunststoffboxen richtig guten Sound. Viele Beschaller halten ja wenig von dieser Bauweise, aber wenn es so gut umgesetzt ist wie hier kann man die Vorteile wie geringes Gewicht, günstiger Preis und Langlebigkeit voll genießen ohne auf tollen Klang verzichten zu müssen. Zudem sind die Mackies flexibel einsetzbar und bieten in der neuesten Version spürbar mehr Power und vor allem für Einsteiger beziehungsweise Musiker ohne Tontechnikererfahrung einige hilfreiche Features die den Einsatz erleichtern.

Bedenkt man dann noch den Ladenpreis von rund 500 € pro Box bekommt man hier als Band oder kleiner Beschaller eine kompakte, flexibel einsetzbare und gut klingende Anlage für rund 1.000 €. Und wer mehr Druck braucht oder auch mal größere Locations Beschallen will, der kann ja immer noch mit einem Subwoofer nachhelfen. Ansonsten funktionieren die SRM 450 V3 bestens, ob als Monitorbox, für kleine Gigs, den Proberaum oder als Lautmacher für Keyboard oder Gitarrenpreamp.

Mackies SRM 450 V3 ist vielseitig einsetzbar, ob als PA, als Monitorbox oder zur Verstärkung von Gitarrenpreamp oder Keyboards.

Technische Daten & Wertung

Bauweise

Aktive PA-Multifunktionsbox

Gehäuse

Kunststoff (Polypropylen), schwarz

Frequenzbereich (-3 dB)

47 Hz - 20 kHz

Frequenzbereich (-10 dB) 42 Hz – 23 kHz
Verstärkerleistung

Class-D-Endstufe, 500 W RMS (1.000 W Peak), Tiefton 400 W, Hochton 100 W

Anschlüsse

2x XLR-/6,3-mm-Klinke (Kombi) (Kanal 1, 2), Cinch, XLR (Thru Ch 1/Mix), Power

Regler, Schalter

Gain 1,2, Speaker Mode (PA, DJ, Mon, Solo), Feedback Destroyer, Limit LED, Thru (Ch 1/Mix), Power

Abstrahlwinkel 90° x 45°
Max. Nennschalldruck

128 dB (Peak SPL)

Abmessungen (B x H x T) 406 x 663 x 376 mm
Gewicht

17 kg

Hergestellt in

China


Wertung:
+ solide & langlebig gefertigt
+ schön leicht
+ klanglich flexibel
+ fairer Preis

Preis (UVP): 593,81 € (pro Box)

Vertrieb: Mega Audio
Weitere Infos: Mackie SRM-Serie







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