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Test: Mackie Freeplay Stereo-PA

Die Überall-PA

Jan Hoffmann am 07.03.2016

Die Überall-PA

Viele Musiker und Tontechniker träumen ja von der ultimativen High-End-PA. Doch im Alltag braucht man diese meist gar nicht, sondern man benötigt ein kompaktes, ordentlich klingendes Beschallungssetup, das man leicht transportieren und schnell aufbauen kann. Und genau das bietet Mackies Freeplay in Reinkultur – und noch einiges mehr.

Größer, lauter, fetter!! Wenn man Musiker fragt, wie sie sich ihre Traum-PA vorstellen, dürfte es meist in diese Richtung gehen. Na gut, Klangqualität wird sicher auch eine Rolle spielen. Doch wenn dann ein Auftritt ansteht, werden sogar Musiker – quasi gezwungenermaßen – wieder vernünftig. Denn plötzlich stehen Hürden wie Kosten, Transport und Bedienung der Anlage im Weg. Also, wie könnte eine realistische PA für kleine Gigs aussehen?

Mackies Antwort auf die Frage, wie man ein kleines Konzert – etwa in der Kneipe, der Fußgängerzone oder am Lagerfeuer – standesgemäß beschallen kann, hört auf den Namen Freeplay. Dabei handelt es sich um eine einzige kompakte Box, die mit rund 5 kg auch noch recht leicht ist und dennoch guten und lauten Stereoklang liefern soll. Wie ist das denn möglich?

Die Grundlage dafür bilden das Kunststoffgehäuse mit einem 8"-Tieftöner und zwei 1"-Hochtönern sowie eine ausgeklügelte Anordnung im Zusammenhang mit dem speziell geformten Gehäuse. Gemeinsam mit den kräftigen Class-D-Endstufen erreicht man so einen für eine einzelne Box richtig fetten und raumfüllenden Klang. Und auch in Sachen Lautstärkereserven macht die Mackie Freeplay mächtig Dampf. Da werden einige Leute sicher ganz schön staunen.

Man muss sich also „nur“ ein schönes Plätzchen für die Freeplay suchen, und schon kann man loslegen. Übrigens verfügt die kompakte Mackie-Box auch über einen Hochständerflansch, um sie wie eine PA-Box auf Kopfhöhe zu positionieren, und über einen Monitor-Out, über den man entweder eine zusätzliche aktive Monitorbox oder auch einen aktiven Subwoofer zur Unterstützung der Freeplay anschließen kann.

Das Bedienfeld der Mackie Freeplay ist sehr aufgeräumt. Detaillierte Einstellungen werden über die App erledigt.

Fernsteuerung Deluxe

Wenn schon der Aufbau so einfach ist, ist die Bedienung hoffentlich auch nicht besonders kompliziert. Keine Sorge, auch hier haben die Entwickler bei Mackie mitgedacht. An der Box selbst befinden sich nur wenige Regler, mit denen sich aber die wichtigsten Einstellungen jederzeit und ohne zusätzliche Geräte durchführen lassen. Hier hat man Zugriff auf die Master- und die Kanallautstärken, auf den Feedback Destroyer sowie die integrierten Effekte – und kann auch die Bluetooth-Funktion aktivieren, um Tablets, Smartphones und Rechner kabellos mit der Box zu verbinden. Sehr praxisgerecht und für einfache Anlässe auch ausreichend.

Will man tiefer in das System eingreifen, muss man sich die Mackie-Freeplay-Connect-App herunterladen, die es kostenlos für Apples iOS-Geräte wie iPhone oder iPad, aber erfreulicherweise auch für Android-Devices gibt. Zum einfachen Verbinden des Gerätes mit der Mackie Freeplay – etwa zum Abspielen von Musik – benötigt man sie nicht, das funktioniert einfach per Bluetooth. Mit der App kann man aber schnell und exakt auf die einzelnen Kanäle, Effekte und EQs zugreifen. Natürlich werden einem auch die Levels der verschiedenen Eingänge angezeigt, so dass man Übersteuerungen gleich sieht und direkt beheben kann.

Will man Zugriff auf den 3-Band-EQ, der für jeden der drei Kanäle zur Verfügung steht, und auf die 16 integrierten Effekte, geht man einfach eine Ebene tiefer und hat sehr bequemen Einfluss auf den Klang. Zudem gibt es im Main Channel auch noch die Möglichkeit, den Gesamtsound an die Umgebung anzupassen, Sound-Presets abzurufen oder den Feedback Destroyer zu aktivieren. So kann man deutlich mehr aus der kompakten und bewusst einfach gehaltenen Mackie Freeplay-PA herausholen. Jetzt aber ab in die Praxis.

Hier ein kleines Video, wie man die Mackie Freeplay per App steuern kann:

Wo kommt der Klang denn her?

Die Mackie Freeplay ist schön leicht, kompakt und recht gut zu handlen. Manchmal wäre vielleicht ein Griff mehr ganz hilfreich gewesen, aber bei nur rund 5 kg Gewicht hat man das schon immer noch unter Kontrolle. Dann gilt es nur, einen guten Platz vor den zu beschallenden Personen zu finden – und dann schalten wir einfach mal ein. Zum Start testen wir gleich mal die Bluetooth-Funktion und schicken Musik an die Kompakt-PA. Das funktioniert reibungslos und lässt auch schon erste Rückschlüsse auf den Sound zu.

Man darf hier natürlich nicht den Klang und das Stereobild einer fetten PA erwarten, das wäre dann doch etwas zu viel verlangt. Aber die Mackie Freeplay klingt schön ausgewogen, durchaus klar und drückt vor allem einen überraschend satten Pegel aus den Speakern. Der Speaker macht richtig Betrieb. Geht man bis kurz vor Anschlag der Masterlautstärke, dann wird der Klang dann schon etwas undifferenziert und unausgewogen – aber so laut werden es die meisten Nutzer nie brauchen. Denn wie gesagt, die Freeplay knallt ganz schön.

Ab in die Freeplay-Connect-App. Damit kann man schnell und ohne merkliche Verzögerungen alle Einstellungen erledigen, die man für einen optimalen Sound benötigt. Sehr praktisch. Gerade wenn man alleine performt – etwa mit Akustikgitarre und Gesang – und nicht direkt vor der Box steht, ist es sehr praktisch, das Smartphone oder Tablet einfach ans Mikrofonstativ zu packen und jederzeit kurz nachregeln zu können. Hier hat Mackie ein gelungenes Paket aus Aktiv-Box, Kanälen, Effekten und App gepackt, das gerade Solomusikern den musikalischen Alltag sehr erleichtert.  

Sehr praktisch ist übrigens auch, dass man den Speaker mit acht D-Batterien oder dem optionalen Lithium-Ionen-Akkupack mehrere Stunden unabhängig von Steckdosen betreiben kann. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten natürlich enorm. Ob Lagerfeuer, Performance im Park oder ein Auftritt in der Fußgängerzone – aber bitte nicht zu laut –, mit der Mackie Freeplay ist man gerüstet.  

Für Mackies Freeplay-PA gibt es viel praktisches Zubehör wie diese Tasche zum leichteren Transport.

Fazit, technische Daten & Wertung

Darfs mal etwas kleiner sein? Klar, Mackies Freeplay ersetzt keine gewöhnliche PA, die nicht nur größer und teurer ist, sondern auch einiges mehr an Aufwand bedeutet. Und das will sie auch gar nicht. Sie ist das Mittel der Wahl, wenn man mit geringstmöglichem Aufwand, aber dennoch professionellem Sound kleine Gigs mit kleiner Besetzung bestreiten will. Dafür liefert sie dann einen erstaunlich satten und raumfüllenden Klang und genug Möglichkeiten, den Sound anzupassen. Die Möglichkeit des Akku- bzw. Batteriebetriebs rundet das Paket gelungen ab.

Bauweise Mobile Stereo-PA
Gehäuse

Kunststoff

Speaker

8“-Woofer, 2 x 1“-Hochtöner

Endstufen

Class D, 150 W RMS (75 W Woofer, 2 x 37 W Hochtöner)

Anschlüsse

Power, 2 x In (Kombibuchse), Bluetooth/Aux in (3,5-mm-Klinke), Mon Out (6,3-mm-Klinke)

Regler, Schalter

Power, Channel 1 & 2 (FX Level), Bluetooth/Aux, Main, Logo On/Off, Battery Level, Level, FX, Feedback Destroyer, EQ Mode

Max Peak SPL

114 dB

Frequenzgang
(- 10 dB)

65 Hz - 20 kHz

Maße
(H x B x T)
241 x 452 x 231 mm
Gewicht 5 kg (ohne Akku/Batterien)
Besonderes Kompakte All-In-One-Lösung, satter Stereosound mit nur einer Box, flexibel einsetzbar, Batterie-/Akkubetrieb möglich, mit Android- und iOS-Geräten fernsteuerbar, praktisches Zubehör erhältlich
Hergestellt in

China


Wertung:
+ kompakte, gut transportierbare Box
+ guter Klang
+ breiter virtueller Stereosound
+ vielseitig einsetzbar
+ ganz schön laut
+ fairer Preis
   
Preis (UVP): 534,31 €

Vertrieb: Mackie
Weitere Infos: Mackie Freeplay









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