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Test: IMG Stage Line PAK-308M/SW

Klein, laut und gut verständlich

Marco Sulek am 08.07.2014

Klein, laut und gut ...

Kürzlich erhielt die 300er-Serie von IMG Stage Line vielversprechenden Zuwachs in Form eines aktiven Monitorlautsprechers. Was der kompakte Jüngling PAK-308M/SW alles bietet und kann, erfährst du im folgenden Test.

Seine geringen Maße und abgeschrägte Formgebung lässt gleich auf den ersten Blick eines erahnen: IMG Stage Line entwarf den PAK-308M/SW vorrangig als Monitorlautsprecher für die kleine Bühne. Klar, dergleichen gibt es viele auf dem Markt. Was den Frischling jedoch besonders macht, sind seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und hohen Leistungsreserven. Obendrauf hält der Speaker ein paar nützliche Features bereit – doch dazu gleich mehr.

Konzipiert wurde der PAK-308M/SW als Bassreflexbox, dessen Gehäuse aus robustem Multiplex besteht. Reflexröhren besitzt er zwei, jeweils eine links und rechts unter den koaxial aufgebauten Treibern. Schaut man etwas genauer in die linke Öffnung, lässt sich die Kante einer Platine erahnen. Aus diesem Grund sollte der Lautsprecher in der Open-Air-Situation überdacht aufgestellt werden, um das Eindringen von Wasser und somit Beschädigungen an der Elektronik zu verhindern.

Ein stabiles wabenförmiges Metallgitter deckt Reflexkanäle sowie Treiber ab und schützt sie so optimal. An seiner Unterseite sind vier ausreichend große Gummifüße angeschraubt, die einen rutschsicheren Halt auf jedem Bühnenboden garantieren. Schade ist allerdings, dass der Speaker schnell zu kippen droht, sobald man sich mit seinem Fuß darauf abstützt – das sollte bei einem Wedge eigentlich nicht passieren. Ungeachtet dessen punktet der PAK-308M/SW durch eine hohe Stabilität und Roadtauglichkeit.

Nicht nur für den Boden, sondern auch für den Einsatz auf Kopfhöhe ist der PAK-308M/SW gerüstet: Links und rechts am Gehäuse finden sich M10-Flugpunkte. Diese dienen der Montage des mitgelieferten Bügels – beispielsweise für die Verwendung als Sidefill. Schraubt man den rechten Gewindeeinsatz ab, kommt zudem ein Stativflansch zum Vorschein. Für eine optimale Handhabbarkeit besitzt der PAK-308M/SW über dem Bedienfeld noch einen Schalengriff. Mit diesem lässt sich der knapp 11 kg leichte Lautsprecher bequem und einfach tragen.

Über einen Griff an der Oberseite lässt sich der knapp 11 kg leichte PAK-308M/SW bequem tragen.

Bestückungsgut

Wie bereits erwähnt: Der IMG Stage Line PAK-308M/SW ist koaxial aufgebaut. Sprich, Hoch- und Tieftöner liegen auf exakt der gleichen Achse. Dadurch spart man sich nicht nur Platz am Gehäuse, sondern erhält auch ein realistischeres Klangbild, denn: Das wiedergegebene Signal – wie hier aufgeteilt in zwei Frequenzbereiche – entsteht akustisch gesehen aus nur einem Ereignisort. Um das zu erreichen, existieren mehrere Konzepte und Konstellationsmöglichkeiten.
    
Bestückt ist der PAK-308M/SW mit einem 8“-Woofer. Der 1“-Hochtöner liegt unsichtbar direkt hinter der schalldurchlässigen Stoffkalotte in der Mitte des Tieftöners. Verbaut sind die Treiber in der Mitte der Front und zeigen in Monitorstellung verhältnismäßig stark nach oben. Das ist auch gut so, denn auf kleinen Bühnen möchte man schließlich keine Beine beschallen. Für ordentlich Power sorgen eine Class-D-Endstufe mit 300 Watt (RMS) für den Tieftöner und eine Class-A/B-Endstufe mit 70 Watt (RMS) für den Hochtöner – nicht wenig Leistung für das kleine Wedge.

Signale erhält der PAK-308M/SW über zwei Neutrik-Kombi-Buchsen an der Rückseite. Davon besitzt „Input A“ einen Schalter, der die Eingangsempfindlichkeit von Mikrofon- auf Line-Pegel anpasst. Separate Gain-Regler für jeden Eingang gibt es nicht, dafür aber einen gerasteten Master-Poti. Um weitere Lautsprecher mit Signalen zu speisen, findet sich für jeden Input eine XLR-Thru-Buchse, die eins zu eins das wiedergibt, was anliegt. Ein Mix-Out, ebenfalls im XLR-Format, leitet zudem die Mischung in Abhängigkeit des Master-Reglers weiter.

Für den Betrieb als Monitor- oder PA-Lautsprecher hält der IMG Stage Line PAK-308M/SW drei Modi bereit: Wie die Bezeichnung „Flat“ andeutet, bleibt der Frequenzgang unangetastet. Bei „Music“ hingegen werden die Bässe etwas angehoben. Ein 120-Hz-Hochpassfilter mit einer Flankensteilheit von 24 dB pro Oktave lässt sich schließlich noch in der Stellung „Low Cut“ nutzen. Eine kleine optische Kontrolle erhält man übrigens über die zwei LEDs „Signal“ und „Clip“ – letztere leuchtet, wenn der interne DSP-Limiter einschreitet.

Hinter der schalldurchlässigen Kalotte des 8“-Woofers verbirgt sich der 1“-Tweeter.

Koaxialer Genuss

Um gleich eines vorwegzunehmen: Der PAK-308M/SW kann echt laut. Ein Blick in das Datenblatt verrät, dass hier maximal 124 dB Schalldruckpegel möglich sind – und so ein Getöse sollte aus gesundheitlichen Gründen auf keiner Bühne vorherrschen. Dennoch: Vor allem Sänger und Gitarristen wollen sich selbst sehr gut hören können, was normalerweise mit einer hohen Lautstärke einhergeht. Und eben diesen Anforderungen entspricht der Neuling der 300er-Serie von IMG Stage Line trotz der kompakten Abmessungen.

Während Bandproben und Gigs orientieren sich einige Musiker am Gesang: Sobald eine gewisse Textpassage kommt, weiß man, wann der Wechsel zum nächsten Song-Part erfolgt. Aus diesem Grund ist eine hohe Sprachverständlichkeit das A und O eines Monitorlautsprechers. Passend zu seinem angedachten Einsatzgebiet weiß der PAK-308M/SW durch seine ausgezeichnete Sprachverständlichkeit zu überzeugen – und das sogar neben pegelreichen Instrumenten wie etwa einem akustischen Drumset.

Stativflansch und Montagebügel prädestinieren den PAK-308M/SW aber auch als PA und Sidefill. Mitten sowie Höhen sind hierfür gut ausgeprägt und ermöglichen zusammen mit den Tiefen einen Musikgenuss jenseits von matschigen Frequenzkämpfen. Freilich, übermäßige Bässe sind hier naturgemäß nicht zu erwarten. Sollte es die Situation jedoch verlangen, ist man mit einem zusätzlichen Subwoofer gut beraten. Singer-Songwriter und Alleinunterhalter hingegen kommen gut alleine mit einem oder zwei der kompakten Speaker aus.

Unsere klare Empfehlung ist, den IMG Stage Line PAK-308M/SW folgendermaßen zu nutzen: Im Proberaum eignet er sich bestens als PA oder wahlweise als Monitor. Ist man nun live unterwegs, kann man ihn einfach mitnehmen, auf der Bühne aufstellen und dort den gewohnt guten Sound genießen. Eine gute Option, denn die meisten Wedges, die in Clubs oder Bars dahinvegetieren, sind in der Regel mehr als nur mangelhaft. Übrigens: Die neuen Monitore sind unter der Bezeichnung PAB-308M/SW auch in passiver Bauweise erhältlich.

An der Rückseite besitzt der PAK-308M/SW zwei Kombi-Eingänge sowie insgesamt drei XLR-Ausgänge.

Technische Daten

Gehäuse

Holzmultiplex

Bestückung

8“-Woofer & 1“-Tweeter, koaxialer Aufbau

Frequenzgang

60 Hz - 20 kHz

Maximalschalldruckpegel 124 dB (Peak)
Endstufe

Class-D (Woofer) & Class-A/B (Tweeter)

Verstärkerleistung

370 W (RMS), davon 300 W Woofer & 70 W Tweeter

Anschlüsse

2x Kombi-In, 2x XLR-Thru, XLR-Out & Kaltgerätenetzbuchse

Bedienelemente

Lautstärkeregler, Betriebsmodus & Eingangswahlschalter

Flugpunkte

2x M10 & 1x M8

Abmessung (HxBxT)

303 x 340 x 379 mm

Gewicht

10,75 kg

Lieferumfang

PAK-308M/SW, Flugbügel, Schrauben, Kaltgerätenetzkabel & Bedienungsanleitung


Wertung:
+ vielseitig einsetzbar
+ gute Verarbeitung
+ hohe Leistungsreserven
+ optimale Sprachverständlichkeit
- kippt leicht in Monitorstellung

Preis (UVP): 439 Euro

Weitere Infos unter: www.imgstageline.de

Vertrieb: Monacor International







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