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Test: DPA d:screet Necklace Mic

Wo isses denn?

Jan Hoffmann am 06.05.2015

Wo isses denn?

Musiker sind ja oft stolz auf ihr Equipment und zeigen es gerne her. Doch es gibt auch Situationen, wo man die Technik am besten gar nicht sehen soll, zum Beispiel bei Interviews und Vorträgen, im Theater oder bei der Oper. Genau dafür wurde das d:screet Necklace Mic von DPA entwickelt – natürlich ohne auf Klangqualität zu verzichten.

„Heeeey!! Die Sängerin braucht noch ein Mikro!!“ brüllt der Tontechniker durch den Saal. „Wieso? Die ist doch schon verkabelt.“ So die Antwort vom Tech der Band. Zugegeben, das Beispiel ist schon sehr plakativ, könnte einem mit dem DPA d:screet Necklace Mic aber durchaus passieren. Denn das winzige Mikro ist so elegant getarnt, dass man es auch aus der Nähe locker übersehen kann.

Der ultrakompakte Schallwandler ist ganz elegant in einer Kunststoffkette verborgen, die man sich ganz bequem um den Hals legen kann – und zwar tatsächlich auch ganz alleine, da der Verschluss magnetisch ist und sich quasi automatisch schließt. Dieser Verschlussmechanismus wurde laut Hersteller mittlerweile noch etwas überarbeitet damit sich die Kette nicht mehr verdrehen kann. Ansonsten ist ganz praktisch, dass es das Minimikro in drei Farben gibt – Schwarz, Braun und Weiß – sowie in zwei Längen. So kann man genau das Modell auswählen, das am besten zum gewünschten Einsatzzweck passt.

Rein technisch setzt DPA beim d:screet Necklace Mic auf die bewährte und nur wenige Gramm leichte 4061-Kapsel, die es als Ansteck- bzw. Instrumentenmikrofon schon seit einiger Zeit gibt. Dank ihrer Kugelcharakteristik fängt sie auch am Hals schön die Stimme des Sprechers oder des Sängers ein. Am hinteren Ende der Gummikette befindet sich dann ein gut 1 Meter langes Kabel mit DPAs MicroDot-Anschluss – und es sind verschiedenste Adapter erhältlich, um das Signal mit unterschiedlichen Wireless-Systemen oder einfach per XLR-Kabel weiterzuleiten. Das Ganze kommt übrigens in einer schicken Box, die man auch gut zum Transport benutzen kann. Sehr praktisch.

Wenn man es nicht weiß, fällt das d:screet Necklace Mic kaum als Mikro auf.

Einfach unkompliziert

Den meisten Musikern und Technikern ist es ja am liebsten, wenn ihr Equipment einfach funktioniert und man sich wenig Gedanken machen muss. Hier macht es das DPA d:screet Necklace Mic einem leicht: Einfach den passenden Adapter auswählen, die Kette umlegen und das Mikro nach vorne ausrichten. Hinten das Kabel (gerne unter der Kleidung) verlegen und an Sender oder Kabel anschließen – fertig. Nur mit Phantomspannung muss man das DPA noch versorgen, aber weil es dabei sehr flexibel ist, stellt auch das kein Problem dar. Unkomplizierter geht es kaum. Zudem fühlen sich Mikro und Kette sehr angenehm an und dank des minimalen Gewichts vergisst man schnell, dass man überhaupt ein Mikrofon um hat.

Mindestens genauso wichtig ist selbstverständlich, dass das DPA auch klanglich überzeugt. Und hier gibt sich der Hersteller mit all seiner Erfahrung keine Blöße. Technisch basiert das d:screet Necklace Mic ja auf der 4061-Kapsel, kommt dem entsprechend mit Kugelcharakteristik, schön ausgewogenem Klang und verträgt einen Schallpegel von satten 144 dB – da kann man ganz schön schreien. Ansonsten verhält sich das Mikrofon aus bester dänischer Fertigung angenehm unauffällig, was es insbesondere für Sprache und wenig gekünstelte Gesangsstile prädestiniert.

Wenn nur alles so unkompliziert wäre wie dieses Mikrofon. Leicht zu bedienen und anzulegen, mit allem benötigten Zubehör geliefert und hochwertig gefertigt, fügt es sich angenehm unaufgeregt in den Gesamtsound ein. Klar, das Ganze ist nicht gerade billig, aber wer ein absolut professionelles Mikrofon sucht, das optisch möglichst unauffällig bleibt, der liegt mit dem d:screet Necklace Mic goldrichtig.

Und hier noch ein cooles Video, in dem der Sound des Necklace-Modells mit dem des DPA 4060 zum Anstecken verglichen wird. Sehr aufschlussreich:



Vertrieb: Mega Audio
Weitere Infos: DPA d:screet Necklace Mic

Für Verschiedene Anlässe und Hauttypen gibt es das Necklace Mic auch in weiß und braun.

Technische Daten & Wertung

Wandlerprinzip Druckempfänger
Bauweise

Vorpolarisiertes Kondensator-Element mit vertikaler Membran

Richtcharakteristik

Kugel

Frequenzgang

20 Hz - 20 kHz

Empfindlichkeit

-44,5 mV/Pa

Ausgangsimpedanz

30 - 40 Ω

Grenzschalldruckpegel

144 dB

Signal-Rausch-Abstand

68 dB (A-bewertet)

Eigenrauschen

26 dB (A-bewertet)

Phantomspeisung min. 5 V - max. 50 V über DPA-Adapter
Kabellänge 110 cm
Gewicht ca. 13 g (inklusive Kabel & MicroDot Connector)


Wertung:
+ Einfachstes Händling
+ hochwertige dänische Fertigung
+ tolle Audioqualität
+ hoher Tragekomfort (auch über lange Zeit)
+ vielseitig einsetzbar (dank diverser Adapter)


Preis (UVP): 612,85 €







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