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Test: beyerdynamic TG D71c

Grenzfläche vom Feinsten

Wolfgang Rösch am 30.08.2016

Grenzfläche vom ...

Der deutsche Hersteller beyerdynamic bringt mit dem TG D71c nach längerer Zeit wieder ein Grenzflächen-Modell auf den Markt, das besonders gut für bassstarke Signale wie die Kickdrum geeignet ist. Zum fairen Preis kommt hier noch beste Verarbeitung.

Erster Eindruck: Die Grenzfläche ist sehr kompakt und richtig schwer. Damit passt es auch durch kleine Bassdrum- oder Cajon-Öffnungen und liegt dann schön stabil. Weiterhin fällt die solide und blitzsaubere Verarbeitung des mattschwarzen Mikrofons „Made in Germany“ auf.

Als Kondensator-Mikro braucht das TG D71c Phantomspeisung, die mittels einer roten LED neben der XLR-Buchse zweifelsfrei angezeigt wird. Auf der Unterseite gibt es zwei Montagelöcher für längerfristige oder Wand-Installation und eine ruschfeste Gummi-Beschichtung. Beim Aufbau gibt es noch zwei Dinge zu beachten: Für den Schalleinlass ist die vordere Lochplatte entscheidend, passt also auf, dass ein Kissen oder eine Decke in der Bassdrum diese nicht abdecken. Die Halbnieren-Charakteristik der Kapsel reagiert klanglich auf die horizontale Neigung. Es lohnt sich also, das Mikro flacher oder steiler auszurichten und auf die Unterschiede zu hören.

Auch im Flügel eingesetzt macht es eine gute Figur.

Klang des TG D71c

In der Heavy-Musik trat die Grenzfläche ihre Erfolgsgeschichte als Bassdrum-Mikro an. Um durch Gitarren- und Basswände zu schneiden und einen klaren Attack in schnellen Double-Bass-Figuren zu liefern, sind die schlanken und straffen Tiefen und der starke Präsenzbereich bestens geeignet. Leider ist der Sound, solo gehört, gar nicht so angenehm: klickiger Anschlag, vordergründige Mitten und ein etwas dünner Bassbereich. Doch in Kombination mit einem dynamischen und bassstarken Mikro wie dem AKG D112 oder Shure beta 52 ergibt sich auch im Studio und bei anderen Stilen ein kompletter und voller Bassdrum-Sound.

Zurück zum TG D71c: Es überzeugt in der Trommel und nahe dem Reso-Fell plaziert auf Anhieb mit einer sehr gelungenen Abstimmung. Der Anschlag ist klar und deutlich, aber nicht übertrieben oder nervig, die Mitten linear und ehrlich und der Bassbereich wohlklingend und aufgeräumt, aber nicht dünn-brettig. Mein geschätztes Shure SM91 (der Vorgänger des beta91 und des beta 91A) klingt hier wesentlich drahtiger und eher wie ein reines „Kick“-Mikro. Das D71c geht auch als Stand-Alone-Bassdrum-Mikro durch, zumal ja noch der Equalizer am Mischpult in jede Richtung bemüht werden kann.

Wertung / Preis / Technische Daten

Das beyerdynamic TG D71c ist ein universal einsetzbares Grenzflächen-Mikrofon in bester Verarbeitung und zum fairen Preis.

Wertung:
+ sehr gute Verarbeitung
+ leicht zu positionieren
+ sofort brauchbarer, ausgewogener Klang
+ angemessener Preis

 

Vertrieb
Hersteller
Internet
Preis (UVP)
249 Euro

 

 

Technische Daten
Wandlerprinzip
Kondensator (Back-Elektret)
Richtcharakteristik
Halbniere
Übertragungsbereich 25 - 20.000 Hz
Nennimpedanz < 200 Ω
Anschluss XLR-Stecker, 3-polig
Stromversorgung Phantomspeisung
Abmessungen 690 x 86 x 27 mm (LxBxH ohne Stecker)
Gewicht
424 g

 

 

 







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