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Test: Alpine MusicSafe Pro Gehörschutz

Ich hörs mit

Jan Hoffmann am 01.07.2015

Ich hörs mit

Musik machen und hören folgt meist ja allen möglichen Impulsen – nur Vernunft gehört selten dazu. Doch manchmal sollte auch der wildeste Rocker auf seinen Verstand hören – dann nämlich, wenn es um sein Gehör geht. Denn wenn man nicht mehr richtig hört, hat man deutlich weniger Spaß an der Musik und auch die Performance wird schlechter. Und mit dem Alpine MusicSafe Pro bekommt man richtig guten Gehörschutz schon für kleines Geld.

Wer kennt das nicht: neue Gitarre, neuer Amp oder ein neues Pedal (oder je nach Instrument eben eine andere Neuanschaffung). Die Vorfreude lässt das Blut kochen, schnell alles verkabeln, anschmeißen und dann wird erst mal richtig losgekesselt – das klingt richtig geil. Und diesen Spaß sollte man sich auch gönnen – aber eben in Maßen. Der musikalische Alltag sieht dann doch anders aus. Da setzt man sich – quasi gezwungenermaßen – über lange Zeit hohen Lautstärken aus und kann sich dabei schnell das Gehör kaputt machen. Denn ob Probe, Konzert oder Discobesuch – oft herrschen Lautstärken, die am Arbeitsplatz zu Gehörschutz verpflichten würden. Bei Konzerten oder in Clubs hingegen laufen reihenweise Leute ohne Gehörschutz herum.

Woran könnte das liegen? Drei Dinge fallen mir da spontan ein: Preis, Tragekomfort und unbefriedigender Sound. Gibt es eine Lösung für diese Problemlage? Die Firma Alpine Hearing Protection empfiehlt Musikern ihre MusicSafe Pro Ohrstöpsel – und die sollen die drei oben genannten Probleme (und mehr) locker beseitigen. Schauen wir uns doch zunächst mal an, was genau sich in der Packung befindet.

Das Wichtigste sind die eigentlichen Ohrstöpsel, von denen netterweise gleich drei beiliegen. So hat man noch einen in Reserve, falls doch mal einer kaputt geht. Die aus einem angenehmen weichen Kunststoff namens AlpineThermoShape™ gefertigten Lamellen sind übrigens in Schwarz, Grau oder Weiß erhältlich. Dazu gibt es drei Paar Filter (Weiß, Silber und Gold), mit denen man das Dämpfungsverhalten und den Sound der Ohrstöpsel nach Bedarf anpassen kann. Dazu gibt es noch eine Einführhilfe, um die Stöpsel leichter ins Ohr zu bekommen, eine Kordel, mit der man die Stöpsel nicht so leicht verliert, wenn man sie oft rein und rausnehmen muss, sowie eine praktische Transportbox, in der alles Platz findet. Scheint soweit gut durchdacht.  

Dank verschiedener Filter kann man die Ohrstöpsel an verschiedene Aufgaben anpassen.

Ab ins Ohr

Kommen wir zum Start direkt zu Punkt 2 der Probleme, die viele Leute mit Gehörschutz haben: dem (Trage)Komfort. Hier, finde ich, macht der MusicSafe Pro eine richtig gute Figur. Er lässt sich leicht einsetzen, zumindest bei mir auch ohne Einführhilfe ohne Stress, und fühlt sich dann auch sehr angenehm an. Das liegt laut Alpine an dem verwendeten AlpineThermoShape™-Material, das sich in Verbindung mit der Körperwärme optimal anpassen soll. Wie dem auch sei, bei mir sitzt der Gehörschutz sicher und angenehm – sicher nicht so passgenau wie angepasste Hörer, dafür aber auch dauerhaft, da die Veränderungen des Gehörgangs vom Material ausgeglichen werden. Übrigens: Durch das etwas weitere Herausziehen oder Hineinschieben der Ohrstöpsel kann man den Pegel, der am Ohr ankommt, gut regulieren – man will ja auch nicht, dass es zu leise wird.

Grundsätzliche Anpassungen in Sachen Lautstärke und Klang macht man dann mit den drei beiliegenden Filterpaaren, wobei der weiße Filter am wenigsten stark dämpft und die goldene Version die stärksten Reduzierungen – bis zu 27,7 dB bei 2.000 Hertz – ermöglicht. Insgesamt erreicht man mit dem MusicSafe Pro problemlos Lautstärkereduktionen von 15 bis weit über 20 dB. Letzteres ist dann schon weniger als ein Viertel der Ursprungslautstärke – damit fühlt man sich auch auf richtig lauten Veranstaltungen noch wohl. Ansonsten dämpfen die verschiedenen Einsätze auch andere Frequenzen mehr oder weniger stark – so kann man den Klang schön an die persönlichen Vorstellungen anpassen. Und klar: Mit Gehörschutz klingt es anders als ohne. Aber im Vergleich zu günstigem Gehörschutz wie den klassischen Schaumstoffteilen ist das hier eine ganz andere Welt. Man gewöhnt sich schnell an den veränderten Sound, hört trotzdem alle Details der Musik und hat das gute Gefühl, dass man sich die Ohren nicht kaputt macht.

Kommen wir nun noch zum ersten Punkt der Beschwerdeliste von oben: dem Preis. Schon der Listenpreis von gut 30 € ist sehr fair, wenn man die Qualität und den Umfang des Pakets bedenkt. Im Laden gibt es den Alpine MusicSafe Pro dann sogar für rund 20 €. Und wem sein Gehör nicht mal diesen kleinen Betrag wert ist, der hat es einfach nicht anders verdient. Man muss ja auch bedenken, dass man die Ohrstöpsel über Jahre nutzen kann. Ab und an sollte man sie nur – auch aus hygienischen Gründen – mit warmen Wasser und etwas Seife reinigen, dann hat man lange Spaß daran. Dazu trägt auch die praktische Transportbox bei, in die man alle Bestandteile des Pakets packen kann. Wenn man die in seine Tasche bzw. den Rucksack haut, hat man immer passenden Gehörschutz dabei – man weiß ja nie, wann es mal wieder laut wird.



Technische Daten & Wertung

Typ

Lamellen-Gehörschutz

Material
AlpineThermoShape (Kunststoff)
Stromversorgung Integrierter Akku
Maße (ø x T) 9-12 x 20 mm
Lieferumfang 3x Lamellenstöpsel, 3x 2 Filter, Einsetzhilfe, Kordel, Transportbox
Besonderes Presets für unterschiedliche Instrumente, Saitenpflegetipps
Hergestellt in
Niederlande


Wertung:
    + kompakt und bequem
    + recht geringe Klangverfälschung
    + flexibel einsetzbar dank verschiedenen Filtern
    + umfangreiches Paket
    + lange Zeit nutzbar
    + fairer Preis

Preis (UVP): 30,90 €

Vertrieb: Box Of Trix
Weitere Infos: Alpine Music Safe Pro







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