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Special: Das Bandvideo organisieren

Augenschmaus für deine Hörer

Jan Hoffmann am 07.03.2014

Augenschmaus für ...

Ein Videoclip ist eines der besten Marketing-Tools, die Musikern zur Verfügung stehen. Doch es gibt einiges zu beachten, wenn dein Kurzfilm perfekt werden und dabei dennoch bezahlbar bleiben soll. Hier erfährst du in Kürze, was es zu beachten gibt. Die einzelnen Themen werden dann in weiteren Folgen im Detail besprochen.

Warum ist ein Videoclip eigentlich so wichtig für Bands – insbesondere für unbekannte? Nun ja, die Kombination aus schönen Bildern und guter Musik schafft einfach ein deutlich intensiveres Erlebnis bei deinem potenziellen Fan. Nicht umsonst ist YouTube für viele eine der beliebtesten Anlaufstellen, wenn man neue Bands entdecken möchte. Und dank der möglichkeit, diese Clips auch auf anderen Social-Media-Seiten zu teilen und weiterzuverbreiten, kann man schon mit einem gelungenen Video eine sehr hohe Reichweite und damit eine deutliche Steigerung der Bekanntheit erreichen.

Hast du allerdings noch nie einen Videoclip mit deiner Band gemacht, stehst du jetzt vermutlich vor einem Berg an Fragen. Doch nicht so schlimm, mit der richtigen Planung und Hingabe – und den passenden Partnern – bekommt man auch das hin. Hier findest du zum Start deiner Planungen erstmal ein Liste mit Stichpunkten, die zu bedenken sind, wenn deine Band ein Musikvideo drehen möchte, und zwar im möglichst chronologischer Reihenfolge. Willst du bereits jetzt tiefer in das Thema einsteigen, empfehlen wir dir das Special zum Thema Videodreh in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins „Music nStuff – das Magazin für Musiker und Techniker“. Das Heft bekommst du in gedruckter Form kostenlos bei diesen Händlern, kannst es dir aber auch direkt hier als PDF herunterladen.

Aber jetzt legen wir erstmal los:

Man kann auch einfach einen Live-Mitschnitt für den Videoclip verwenden, veschenkt damit aber vermutlich viel virales Potenzial.

Die Planungsphase

Ein Musikvideo wird nur so gut, wie der Dreh vorbereitet ist. Deshalb hier einige Stichpunkte, mit Hilfe derer du dich Schritt für Schritt auf den Tag am Set vorbereiten kannst. Hast du alle diese Punkte abgehakt, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.

- Nimm dir Zeit. Gerade wenn du wenig oder keine Erfahrung mit Videodrehs hast wirst du sie brauchen!

- Suche dir ein gutes Team. Im Alleingang wird man die Menge an Arbeit, die ein Videodreh bedeutet kaum stemmen können. Also, die Band muss auf jeden Fall zusammenhalten. Darüber hinaus solltet ihr euch für die wichtigsten Aufgaben an Profis wenden. Die werden euch auch schnell Schwachpunkte in eurer Planung aufzeigen.

- Entscheide dich für einen Song. Gerade bei unbekannten Bands sollte dieser eingängig sein, nicht zu lang (je länger desto aufwändiger und teurer wird der Dreh) und den Sound der Band gut repräsentieren. 

- Entwickle eine coole, möglichst virale Idee. Klar, man kann auch einfach die Band im Proberaum performen lassen. Will man aber die Möglichkeiten des Internets optimal nutzen, sollte das Video etwas enthalten, woran sich die Leute erinnern, und was sie motiviert, sich den kompletten Clip anzusehen.

- Leg ein Maximalbudget fest – und rechne auch einen Puffer mit ein, denn es wird fast immer teurer als gedacht, und wenn es nur Kleinigkeiten sind, die sich summieren.

- Überleg dir, wann das Video gedreht werden soll und wann es komplett fertig sein muss. Und plane hier auf jeden Fall Reserven ein, ganz reibungslos läuft so ein Projekt so gut wie nie.

Sind diese Punkte alle abgehakt geht es in die Umsetzungsphase.

Alte Fabrikgebäude sind für Videodrehs sehr beliebt, da sie oft günstig zu mieten sind und massig Platz bieten. Den coolen Look gibts gratis dazu.

Die Vorbereitung

Steht die Videoidee, der Song, das Budget und im Optimalfall auch schon der gewünschte Drehtermin geht es an die konkrete Planung. Hier sind folgende Punkte zu klären.

- Finde eine Location. Bedenke dabei, dass Räume durch das Auge der Kamera oft komplett anders wirken als in der Realität. Da wird ein eigentlich großer Raum schnell zu klein. Zudem muss auch noch genug Platz dafür sein, dass sich das Videoteam problemlos bewegen kann. Und Lampen und sonstiges Equipment muss ja auch noch untergebracht werden.

- Finde dein Videoteam. Je nach gewünschter Professionalität des Ergebnisses sind das vielleicht nur zwei, drei Kumpels oder aber auch schnell 20 Leute. Hier sollte man alle Beziehungen spielen lassen und schauen, dass man möglichst gute Leute für das Projekt begeistert die dann vielleicht sogar umsonst mitmachen. Neben eine Regisseur und Kamaraleuten (und eventuell Kameraassistenten) solltest du auch an die Maske denken. Komplett ungeschminkt sieht man vor der Kamera einfach nicht gut aus.

- Gemeinsam macht ihr euch dann Gedanken über die benötigte Technik, also vor allem um Kameras und Beleuchtung. Findet der Dreh im Freien statt, benötigt man wenig bis gar keine Beleuchtung, in geschlossenen Räumen hingegen muss man richtig fett leuchten – sonst erkennt man später im Video keine Details.

- Organisiere Zugang und Versorgung. Ab wann könnt ihr den Drehort betreten und wie lange dürft ihr euch dort aufhalten? Ist es erlaubt Krach zu machen? Ist genug Strom vorhanden. Wie bekommt man das Equipment zum und in den Raum. Und wie lange benötigt ihr voraussichtlich für den Aufbau. Auch hier wieder Puffer einplanen. Und bitte dreh nicht ohne Genehmigung. Denn wenn ihr mitten Während der Aufnahmen vertrieben werdet, war der ganze Aufwand umsonst.

- Mach alle Beteiligten glücklich. Niemand arbeitet schnell und gut, wenn er Durst oder Hunger hat. Niemand will fast erfrieren oder vor Hitze zerfließen. Kümmere dich also um Getränke und Essen, und darum dass eine Heizung oder ein schattiges Plätzchen für Pausen verfügbar ist.

- Stell einen Zeitplan auf. Ein Videodreh ist ein extrem stressige Geschichte bei der nichts schiefgehen darf. Hab deshalb alle Faktoren im Blick. Wie kommen alle Beteiligten rechtzeitig zum Dreh? Haben wir Ersatz, wenn etwas ausfällt? Welche Szenen müssen alles gedreht werden? Das ist genug Arbeit für eine ganze Crew. Aber wenn euer Video eben auf etwas neidrigerem Level gedreht wird, müsst ihr al Band euch eben auch um diese Dinge kümmern – es ist ja nur zu eurem Besten.

Damit sollten die größten Störfaktoren beim Dreh gut zu handlen sein.

Hat man alles im Rechner ist die Arbeit noch nicht vorbei. Dann geht es an Schnitt und Nachbearbeitung.

Nach dem Dreh ist vor dem Schnitt

Dann kann der Dreh ja losgehen. Ist alles gut vorbereitet, sollte ja erfolgreichen Aufnahmen nichts mehr im Wege stehen. Aber es wird natürlich dennoch stressig werden, gerade, wenn du dich auch während des Drehs um den geregelten Ablauf kümmern musst. Hier ist es tatsächlich eine Überlegung, jemanden zu suchen, der Erfahrung hat und einem den Rücken freihält. Aber das ist alles zu schaffen, und nach ein bis zwei Drehtagen sollte es ja geschafft sein. Doch damit hast du immer noch kein fertiges Video in der Hand. Was muss also nach dem Dreh noch gemacht werden? Los geht es natürlich mit dem wichtigsten Punkt:

 

- Der Schnitt und die Umrechnung des Clips. Dieser Punkt darf nicht unterschätzt werden. Nach dem Dreh stehst du erstmal mit einem riesigen Berg an (hoffentlich gutem) Filmmaterial da. Und das in Form zu bringen, ist eine Menge Arbeit. Auch bei der Farbkorrektur, dem sogenannten Color Grading kann man vieles falsch machen. Und es wirkt schon komisch, wenn sich die Farbstimmung eures Clips alle paar Sekunden ändert. Hier ist professionelle Hilfe absoulut empfehlenswert.

- Sieht alles dann so aus, wie man sich das vorstellt, kann man immer noch Fehler machen, und zwar beim Rendern, also dem Ausspielen eines verbreitbaren Videoclips aus dem Rohmaterial. Hier gilt es, den bestmöglichen Kompromiss aus maximaler Qualität und mininalen Qualitätsverlusten zu finden. Dazu findet man im Internet viele Tipps, wird aber am Anfang sicher ein paar Versuche brauchen.

- Du hast den fertigen Clip und alles ist wunderbar? Ok, nur dummerweise kennt immer noch niemand deinen Clip. Jetzt gilt es die Marketing-Maschine anzuwerfen, und zwar schon deutlich bevor das Video öffentlich gemacht wird. Also, lass deine Fans an der Entstehung teilhaben, gib auf den Social-Media-Kanälen immer wieder Updates und startet dann vor der Veröffentlichung einen Countdown, damit zu Beginn gleich viele Leute dein Video sehen und im Optimalfall auch positiv darüber reden.

- Und wo stellst du den Clip online? Er sollte natürlich auf deinem YouTube-Kanal zu finden sein. Von dort kannst du ihn auch in deine Website einbetten, auf Facebook & Co posten usw. Darüber hinaus würde ich das Video aber auch noch diversen anderen Kanälen anbieten. In jeder Sparte gibt es viele beliebte Channels, die gerne auch Newcomer-Videos bei sich veröffentlichen. So erreichst du völlig neue Hörer.

Anlaufstelle Nummer 1 für dein Musikvideo ist unzweifelhaft YouTube.

Jetzt bist du dran

So, das wär jetzt gemeinsam mit dem Artikel aus unserem Magazin schon mal eine ganze Menge Holz, das muss erstmal verdaut werden. Aber keine Panik, wenn du jetzt noch Fragen hast. Wir werden die einzelnen Themen dieses Artikels in den nächsten Monaten mit ganz konkreten Praxisbeispielen Schritt für Schritt detailliert durchgehen. Dann klappts auch mit deinem Video. Ich wünsche dir viel Erfolg bei Planung, Umsetzung – und dann natürlich möglichst viele Zuschauer.







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