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Special: Bühnendesign – das Auge hört mit

Genuss mit allen Sinnen

Jan Hoffmann am 06.03.2014

Genuss mit allen ...

Um ihre Songs kümmern sich ambitionierte Bands mit Hingabe – auch live. Was aber fast alle Musiker vernachlässigen, ist eine geile Lightshow. Dabei kann man damit seine Performance auf ein neues Level pushen. Wir erörtern hier die Basics – und starten damit einen Workshop auf www.musicnstuff.de bei dem wir Schritt für Schritt eine bezahlbares Lichtkonzept für Bands erstellen.

Nachdem wir die Grundlagen rund ums Thema Bühnenlicht im entsprechenden Special in „Music nStuff – das Magazin für Musiker und Techniker“ im Detail abgehandelt haben, gehen wir jetzt die konkrete Umsetzung an. Solltest du das Heft nicht gelesen haben bekommst du es kostenlos bei diesen Händlern oder kannst es dir hier als PDF herunterladen.


Kurz zur Ausgangslage am Beginn unseres Workshops: Die Band, um die es im geht, ist eine Modern-Metal-Combo, die Heavy-Sounds mit reichlich Electro mischt und diese explosive Mixtur bei zukünftigen Live-Shows optisch eindrucksvoll unterstützen möchte. Bei der Band handelt es sich um ein Quartett, bestehend aus Drummer, zwei Gitarristen und einem Sänger. Der Rest der Musik, also Bässe, Electro- und Effektsounds werden vom Rechner aus abgefeuert – und der Drummer spielt zum Klick. Letzteres ist in sofern wichtig, als es die Möglichkeit bietet, zu jedem Song eine Lightshow zu programmieren und diese genau getimet ablaufen zu lassen. Das ermöglicht deutlich aufwändigere Effekte und Stimmungswechsel als sie möglich wären, würde man beispielsweise per Fußschalter einfach nur zwischen verschiedenen Programmen hin- und herschalten.

Idealerweise lassen sich also Sounds und die Lichtbefehle synchron von einem Rechner steuern, so dass man mit einem Tastendruck das komplette Programm für einen Song abrufen könnte – in unserem Fall wird das der Schlagzeuger übernehmen, da er ja sowieso die Backing Tracks steuert, da nur er den Klick hört und dazu einzählt. Als USB-DMX512-Interface (also als Vermittler zwischen Rechner und Lichtgeräten) kommt hier das Madrix NEO mit der passenden Software zum Einsatz. Auf ein Lichtpult und einen extra Lichtmann wird also verzichtet.

Doch bevor wir im nächsten Teil die einzelnen Komponenten, die zum Einsatz kommen werden, vorstellen und die Software auf dem Rechner zum Laufen bekommen, hier einige der wichtigsten Scheinwerfertypen für die Bühne.

Mit dem Madrix-Neo-Interface und der passenden Software kann man sein Lichtsetup steuern.

Kleine Scheinwerferkunde

Gerade am Anfang können die ganzen Fachbegriffe in Sachen Licht verwirren. Blinder, Moving Head, LED – was bedeutet das eigentlich? Deshalb hier zur besseren Orientierung eine kleine Übersicht der verschiedenen Scheinwerfertypen.

 

Fluter, hier der Eurolite PMB 4 RGB: Besonders breit abstrahlende Scheinwerfer, die zum Beispiel zur Beleuchtung einer großen Fläche geeignet sind. Früher war hier die Form des Gehäuses ausschlaggebend, bei LED-Strahlern ist aber Vorsicht geboten, da auch in einem Flutergehäuse ein eng abstrahlender Scheinwerfer sitzt.

Und so sieht so etwas dann aus:

 

 

Weiter geht es mit einem Washlight, dem Futurelight Eye 7: Dabei handelt es sich um ein weich zeichnendes Licht, das zum Rand hin schwächer wird.

 

Das sieht dann so aus:

 

 

Ein echter Klassiker der Bühnenbeleuchtung ist die sogenannte Parcan oder PAR-Kanne, die sicher jeder schon mal auf beziehungsweise über der Bühne gesehen hat. Eine spezielle Scheinwerferform, die in verschiedensten Größen (von Par 16 bis Par 64) erhältlich ist. Alle bestehen aus einem länglichen Aluminiumtubus. Früher wurden diese Scheinwerfer mit Halogenleuchtmittel bestückt, heute kommen oft LEDs zum Einsatz. Ein moderner Vertreter dieses Gattung sieht dann in der Praxis so aus:





Zum Abschluss dann noch die sogenannten Moving Lights, die vor allem bei professionellen Produktionen gerne zum Einsatz kommen, weil sie dem Bühnenbild viel Dynamik verleihen können. Unterteilt wird diese Gattung dann noch in Scanner, die mit einem bewegten Spiegel arbeiten, und Moving Heads, bei denen sich der ganze Kopf bewegt, aufteilt. So sieht das dann in Bewegung aus:




Soviel erstmal zur Theorie. In unserem Workshop gehen wir dann direkt in die Praxis und bauen ein Lichtsetup für eine Band Schritt für Schritt auf.







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