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Rezension: Schott Music – 200 Einsing-Übungen

Lässt keinen kalt

Octavian Rasinariu am 20.06.2014

Lässt keinen kalt

Auf 72 Seiten offeriert Klaus Heizmann ganze 200 moderne Einsing-Übungen.

Klaus Heizmann ist seit vielen Jahren als Dirigent, Musikpädagoge, Komponist, Arrangeur und Produzent tätig. Als Profi weiß er, worauf es in der Musik ankommt. Vor allem weiß er, wann ein Chor unsauber klingt. Hierfür hat er nun eine Lösung parat – sein eigenes Aufwärmbuch für Chöre und Solisten. Die Übungen, die er selbst zusammengestellt hat, reichen von einfachen Standards bis hin zu anspruchsvollem Stimmtraining und richten sich gleichermaßen an Frauen wie Männer.

Genügend Chorleiter wiederholen Jahr für Jahr die gleichen Übungen aus Mangel an Material oder Kreativität – das langweilt viele Sänger. Einige suchen sogar nach passenden Alternativen, fanden aber bislang kein entsprechendes Buch. Doch das Warten hat nun ein Ende: Die Stimme fordert Klaus Heizmann ebenso wie Gehör und Zwerchfell. Zu Beginn werden mögliche Atem- sowie Lockerungsübungen, die richtige Körperhaltung und vieles mehr vorgestellt, bevor es auf Seite 18 mit den ersten Übungen losgeht.

Die mitgelieferte CD ist beim Einsingen gerade für Solisten, die alleine zu Hause üben, eine willkommene Hilfe. Auf ihr werden 52 ausgewählte Übungen zuerst vorgemacht und anschließend zum Nachsingen angeboten. Die Playbacks sind sehr kreativ und lebendig arrangiert – hier hat Heizmann mit viel Liebe zum Detail geschraubt. Auch die beiden Vorsänger, Angelika Lenter und Jens Hamann, demonstrieren die Gesangsparts sehr klar und ausführlich. Ein kleines mitgeliefertes Booklet bietet zudem einen Rundumblick über die vorgesungenen Warm-Ups.

Der Druck ist allerdings etwas unsauber geraten. Sowohl Text als auch Noten sind minimal in ihren Konturen verpixelt. Da es sich um Aufwärmeinheiten handelt, bestehen viele der Übungen kontinuierlich aus einer Silbe. Es hätte gereicht, wenn man am Anfang einmalig die zu singenden Silben definiert, anstatt – wie beispielsweise bei Übung 4 auf Seite 22 – unter jedem der 46 Notenköpfe „blau“, „blei“ und „blo“ zu schreiben. Aus genannten Gründen wirkt das Buch leider ein wenig unaufgeräumt.

Das Inhaltsverzeichnis von „200 Einsing-Übungen“.

Fazit, Infos & Bewertung

Die im Internet kursierende Kritik, dieses Buch füge bei wenig bis keiner gesanglichen Ausbildung der Chorsänger mehr Schaden zu, als dass es helfe, und dieses Buch sei nur eine Ansammlung an Übungen, lehre aber nicht die Stimmbildung, kann ich nachvollziehen, jedoch nicht vollständig teilen. Gerade im Übergangsbereich der Stimme tendieren Amateure dazu lieber falsche Techniken anzuwenden, als die Töne nicht zu treffen. Halsschmerzen und Heiserkeit können die Folge sein. Man will der Gruppe nun mal nicht hinterherhinken.

Klaus Heizmann betitelt jedoch ganz bewusst zu Beginn seiner Ausgabe, dass seine chorische Stimmschulung keine künstlerische Gesangsausbildung vermitteln kann und will. Außerdem ist es die Aufgabe des Chorleiters, nicht des Autors, schwächere Vokalisten herauszuhören und ihnen die Fertigkeit des schmerzfreien Singens zu vermitteln. Das Buch schafft lediglich Anreize und Vielfältigkeit. Auf einer bereits bestehenden musikalischen Basis werden Sänger mit „200 Einsing-Übungen“ sicher viel Freude haben.

Titel
200 Einsing-Übungen
Verlag
Autor
Klaus Heizmann
Preis
19,99 Euro
ISBN
978-3-7957-4747-3
Umfang
72 Seiten + CD

 

Wertung (max. 5)
Konzept/CD
5/5
Schreibstil
3/5
Design
3/5
Gesamt
4/5






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