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Rezension: David Bowie – Blackstar

Die Augen schließen und genießen

Jan Hoffmann am 28.12.2015

Die Augen ...

David Bowie ist eine der ganz großen Persönlichkeiten der Popmusik des 20. Jahrhunderts. Und auch wenn er es mittlerweile etwas ruhiger angehen lässt, ist er immer noch zu Großem fähig, wie sein neues Album „Blackstar“ beweist, das am 8. Januar, Mr. Bowies 69. Geburtstag, in den Handel kommt. Seine Fans dürfen sich schon jetzt freuen – nur wer seichten Pop erwartet, wird enttäuscht werden.

Es fällt schwer, über David Bowie unemotional und sachlich zu schreiben – zu groß ist einfach sein Einfluss auf die Popmusik, zu genial sind viele seiner Songs, die er bisher in seiner rund 50-jährigen Karriere als Musiker geschaffen hat. Und egal, ob er selbst als Künstler in Erscheinung trat oder ob er dafür Alter Egos wie Ziggy Stardust bemühte, eines war immer klar: Langweilig ist der Sound von Herrn Bowie nie. Und das ändert sich auch mit dem neuen Longplayer „Blackstar“ nicht, soviel sei schon mal verraten.

Wer jetzt nur die großen Hits des Briten, wie etwa „Heroes“ oder „Let’s dance“ im Ohr hat, der sei gewarnt: So leicht zugänglich ist das neueste Werk von Herrn Bowie nicht. Denn selbst wenn der Altmeister mal mit eingängigen Parts aufwartet, kann man sich sicher sein, dass die Ruhe nur trügerisch ist und schon der nächste akustische Sturm auf einen wartet. So klingt Popmusik, wenn der Künstler niemandem mehr etwas beweisen muss und einfach machen kann, was er möchte. Das ist Musik mit Tiefgang, bei der man auch nach dem zehnten oder zwanzigsten Durchlauf immer noch viel entdecken kann.

Dazu tragen auch die Produktion, die er seinem alten Weggefährten Tony Visconti anvertraut hat, sowie die hervorragenden Musiker, die auf „Blackstar“ zu hören sind, bei. Hört man das Album im Vergleich zu aktuellen Popproduktionen, ist schon erstaunlich, wie vielschichtig, analog, echt und musikalisch dieses Werk klingt. Und man fragt sich unweigerlich, ob die Leute heute solch durchdachte und erstklassig aufgenommene Musik nicht mehr hören wollen – oder ob viele Acts und Labels einfach nur das Risiko scheuen, die Hörer etwas (heraus) zu fordern? David Bowie auf jeden Fall kann es sich leisten, zu machen, was er möchte.

Dies hier ist kein Album, das sich einem direkt an den Hals wirft – man muss sich darauf einlassen. Das macht zu Beginn direkt der Titeltrack klar. Ebenso klar wird gleich, welch exzellente Musiker David Bowie hier um sich geschart hat. Ob Pop, Ausflüge in Klassik oder trip-hoppige Elemente (natürlich mit „echten“ Instrumenten gespielt), die Band bereitet dem Meister einen grandiosen Teppich für seine Melodien – sei es nun vocal oder mit der Gitarre. Hammer.

So fallen die Stilbrüche, die durchaus mitten im Song passieren, aber vor allem zwischen den einzelnen Titel stattfinden, überhaupt nicht negativ auf. Dazu kommt, dass es sich bei „Blackstar“ um ein Album handelt, das man auch als komplettes Werk genießen und verstehen sollte – den einzelnen „Hit“ wird man hier vergeblich suchen. Denn sobald so etwas wie Wohlfühlstimmung innerhalb eines Songs aufkommt, wird dem Hörer auch schon wieder der Boden unter den Ohren weggezogen. ;)

Zur Einstimmung auf das neue Album von David Bowie hier der Titeltrack „Blackstar“, eine rund 10-minütige musikalische Achterbahnfahrt zwischen Pop und Avantgarde – mit entsprechend verstörenden Bildern unterlegt. Viel Spaß damit:

Weitere Infos:
Website: http://davidbowie.com/blackstar/
YouTube: https://www.youtube.com/davidbowie
Facebook: https://www.facebook.com/davidbowie
Twitter: https://twitter.com/DavidBowieReal







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