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News: Sennheiser DrumMic'a!

Tomtoms klassisch bis modern

am 17.11.2013

Tomtoms klassisch ...

Das virtuelle Drum-Instrument „DrumMic'a!“ wird stehts neu mit Presets und MIDI-Grooves gefüttert. Dazu geht Sennheiser in die bedeutesten Studios Deutschland und nutzt das Wissen erstklassiger Produzenten und Tontechniker aus. Diesmal führte sie der „Hunger“ in das Kölner maarwegstudio2 zu Wolfgang Stach.

Die Mikrofonierung eines Drumsets ist eine komplexe Aufgabe: Mit welchem Mikrofon erzielt man den besten Klang und welche Positionierung bringt die vorteilhaftesten Ergebnisse? Beim Besuch namhafter deutscher Tonstudios erörtert die neue „Volume up! tunes. beats. production“-Kampagne von Sennheiser genau diese Fragen.

Beim dritten Halt im Kölner maarwegstudio2 gab Sound Engineer/Producer Wolfgang Stach Auskunft zum Thema „Mikrofonierung der Tomtoms“; den perfekten Beat steuerte Schlagzeuger Marcus Möller bei.

Für das virtuelle Drum-Instrument „DrumMic'a!“ sind Presets und MIDI-Grooves aus dem maarwegstudio2 verfügbar und können auf der Website www.DrumMica.de heruntergeladen werden. Ein Video-Interview sowie Tipps zur Tomtom-Mikrofonierung runden das Angebot ab.

Toningenieur und Produzent Wolfgang „Stackman“ Stach

Sound Engineer/Producer Wolfgang Stach

Wolfgang „Stackman“ Stach blickt auf eine langjährige Karriere als Toningenieur und Produzent zurück; erste Erfahrungen als Assistent erwarb er im Kölner Heartbeat-Tonstudio unter der Leitung von Paul Grau.

Ende der 1990er-Jahre kam Stach mit der Crossover-Szene in Kontakt und arbeitete fortan höchst erfolgreich mit Formationen wie Guano Apes, Such a Surge und Emil Bulls. Vollständig in den Charts etablieren konnte sich Wolfgang Stach mit dem zweiten Album der Guano Apes, das über viele Wochen hinweg die obersten Plätze der deutschen Hitlisten belegte.

Auf die Entwicklung von Acts wie Bosse und The Life Between nahm Stach maßgeblich Einfluss; unter seinen Veröffentlichungen sind auch etablierte Künstler wie BAP oder Newcomer wie Vierkanttretlager gelistet. Eine enge Verbindung besteht auch zu der Band Jupiter Jones, mit der er bereits drei Alben – darunter auch die sehr erfolgreiche Single „Still“ – produzierte.

Abseits von Pop- und Rockproduktionen arbeitete Stach mit internationalen Größen wie Dominic Miller (Sting) und Chris Dave und zudem mit Jazz-Künstlern wie Niels Klein, Nils Wogram und Hayden Chisholm.

 

 

Den Regieraum dominiert eine große SSL-Konsole.

Studioausstattung

Seit 2004 hat Wolfgang Stach in den ehemaligen EMI-Studios am Kölner Maarweg Quartier bezogen; sein großzügiges, mit viel Enthusiasmus betriebenes Audiorefugium hört auf den Namen „maarwegstudio2“. In erster Linie nutzt Stach das Studio für eigene Produktionen, aber die vom Atem der deutschen Pop/Rock-Geschichte durchwehten Räumlichkeiten werden auch vermietet.

Den Regieraum dominiert eine große SSL-Konsole, welche Stachs Arbeitsweise entgegenkommt und nicht zuletzt mit exzellent klingenden Preamps und EQ’s punkten kann. Hinzu gesellt sich erlesenes Outboard-Equipment, das Kenner genussvoll mit der Zunge schnalzen lässt. Selbstverständlich hat im maarwegstudio2 auch aktuelle Computertechnik Einzug gehalten: „Prinzipiell versuche ich aber, die Signale derart aufzunehmen, dass sie schon bestmöglich klingen, bevor sie für die weitere Bearbeitung in der DAW digitalisiert werden“, erklärt Wolfgang Stach und führt nicht ohne Stolz durch den riesigen, akustisch perfekt präparierten Aufnahmeraum, der auf einer Fläche von 150 qm sämtliche Möglichkeiten für Recordings aller Art bereithält.

Das Studio verfügt über eine umfangreiche Mikrofonausstattung und zur Abnahme der Toms greift Wolfgang Stach gerne auf bewährte Klassiker zurück: „Das MD 421 ist ein super Mikrofon für die Toms und es gibt manchmal auch an der Bassdrum eine richtig gute Figur ab!“, erklärt der erfahrene Soundspezialist. „Je nach Musikrichtung bearbeite ich das Signal noch ein wenig mit dem EQ, wobei es mein erklärtes Ziel ist, sämtliche Parameter derart zu wählen, dass ich beim Mixdown nur noch wenig bezüglich der Entzerrung machen muss.

Von einem Kollegen habe ich vor einiger Zeit den Tipp erhalten, doch einmal das Sennheiser e 602-II an den Toms auszuprobieren – mittlerweile habe ich drei Stück davon und ich setze sie bei Rock-Produktionen sehr häufig ein. Das klingt dann unglaublich fett, weil diese Mikrofone ja im Prinzip schon ab Werk eine gewisse Bassbetonung eingebaut haben. Der Attack ist ziemlich kräftig ausgeprägt, sodass ich jenseits deftiger Rock-Aufnahmen eher zum MD 421 oder MD 441 greife.“ Kondensatormodelle können nach Stachs Worten eine Alternative sein, wenn „ein sehr offener Sound gefragt ist“ und beispielsweise bei Jazz-Aufnahmen eine nuancierte Spielweise in sämtlichen Details eingefangen werden soll.

Positionierung der Toms

Die Faustregel, gemäß welcher die Mikrofone bei den Tomtoms mit einigem Abstand zur Mitte des Fells zeigend eingerichtet werden sollen, befolgt Stach nur bedingt: „Eigentlich muss man das jedes Mal neu ausprobieren, denn die Randbedingungen variieren“, weiß der Audiofachmann: „Es kommt durchaus vor, dass Schlagzeuger extrem laut spielen und besonders kräftig auf die Becken hauen – dann muss ich die Tom-Mikros zwangsläufig näher an die Trommeln rücken, um das Übersprechen in Grenzen zu halten.

Es ist sinnvoll, Mikrofone mit einer nierenförmigen Richtcharakteristik einzusetzen und diese derart zu platzieren, dass ihr hinteres Ende in Richtung der Becken zeigt und diese in Teilen ausgelöscht werden. Wenn es gar nicht anders geht, bitte ich den Schlagzeuger auch schon einmal, seinen Aufbau ein wenig zu variieren, um letztlich eine noch besser klingende Aufnahme zu erreichen.“

Marcus Möller ist Profi-Drummer aus Köln und sowohl bei Studiojobs als auch bei Live-Gigs äußerst gefragt.

Drummer Marcus Möller

Marcus Möller hat erfolgreich ein Studium als Schlagzeuger in Aachen absolviert. Seit 2001 lebt der Profi-Drummer in Köln und ist sowohl bei Studiojobs als auch bei Live-Gigs äußerst gefragt. Traumhaft versiert ist Möller in sämtlichen Jazz-Varianten sowie in allen Spielarten handgemachter Popmusik; Rock und Hip-Hop gehören ebenfalls zu seinen bevorzugten Genres.

Möller besitzt neun unterschiedliche Drumsets, aus denen er je nach Musikstil auswählt – mitunter werden die Trommeln der Kits auch gemischt und bei Recordings wird die 22-Zoll-Bassdrum gerne schon einmal mit den Jazz-Toms kombiniert, was im normalen Konzertbetrieb wohl eher nicht der Fall wäre. „Es macht einfach Spaß, im Studio mit unterschiedlichen Sounds zu experimentieren“, sagt Marcus Möller, dessen musikalische Referenzen breit gefächert sind und Namen wie Marla Glen, Marc Marshall (Marshall & Alexander), Inga Lühning (re:jazz), Rachel & The Soul Criminals, Nosliw sowie mehrere DSDS- und „The Voice“-Teilnehmer beinhalten.

Möller spielt ausschließlich Naturkits und ist insofern zwangsläufig auf Mikrofone angewiesen; Positionierung und Auswahl überlässt er allerdings gerne dem verantwortlichen Sound Engineer und fokussiert sich auf sein Spiel und seine Instrumente. Bei Studioaufnahmen zieht Möller grundsätzlich neue Felle auf, die passend zum jeweiligen Kontext gestimmt werden – der Wahl des richtigen Fells kommt für das Klangergebnis jenseits von Kessel und Hardware eine immense Bedeutung zu.

Bei seinen zahlreichen Live-Auftritten wurde Möller bereits mit ganz unterschiedlichen Mikrofonen konfrontiert. Für die Tomtoms hat er bei Konzerten jedoch einen klaren Favoriten: „Ich arbeite mit vielen verschiedenen Bands und treffe entsprechend bei Auftritten auf ganz unterschiedliche Tontechniker“, erklärt der Profi-Drummer. „Erstaunlicherweise ist es jedoch so, dass diese bei der Abnahme der Toms überwiegend zu Mikrofonen von Sennheiser greifen. Fast immer kommen live Clip-Mics des Typs e 904 zum Einsatz; auch die Snare wird oft mit einem Mikrofon dieses Typs bestückt. Trotz ihrer geringen Größe klingen die e 904 sehr gut und sind dabei so stabil gebaut, dass sie nicht kaputtgehen, wenn man sie beim Spielen versehentlich einmal mit den Stöcken trifft.“

Video zum maarwegstudio2







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