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Kolumne: Phrasenmäher über die Wahl des passenden Studios

Es muss sich wie ein Zuhause anfühlen

Phrasenmäher am 20.10.2015

Es muss sich wie ...

Auch in Zeiten immer besserer Homerecording-Möglichkeiten zieht es viele Bands immer noch ganz klassisch ins Tonstudio. Doch wie findet man das passende für seine Band und seinen Sound? Phrasenmäher erklären, wie sie dabei vorgehen und lassen ihre letzten Studioaufenthalte Revue passieren.

„Ich kann so nicht einspielen. Ich fühl die Musik nur, wenn ich so ein Modern-Talking-Keyboard zum Umhängen bekomme“, gröhlt Jannis durchs Studio. „Alles klar, ich hol dir eins aus dem Keller.“ Wenige Augenblicke später steht unser Produzent Felix Gauder grinsend mit dem gewünschten Gerät neben uns. Und schon läuft alles bestens. Natürlich liegt das nicht an dem Keyboard. Viel wichtiger ist die Stimmung. Und die ist bei den Aufnahmen zu unserem zweiten Album „9 Hits, 3 Evergreens“ fast durchgehend entspannt, lustig, vertraut. Arbeitstage im Studio sind generell lang. Häufig sehr lang. Manchmal dauern sie von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts. Deswegen ist eines ganz wichtig: Es muss sich ein bisschen wie ein Zuhause anfühlen.

Zwei Jahre später. Die Aufnahmen zum dritten Studioalbum „Wir wären dann so weit“ rücken näher. Obwohl es beim letzten Mal keine Probleme gegeben hat, fragen wir uns schon beim Songwriting: Ist das für unsere neuen Stücke noch das richtige Zuhause? Die ersten vier Lieder wollen wir vorab auf einer EP veröffentlichen. Die Auswahl ist schnell getroffen. Vielleicht auch, weil wir genau wissen, welche Lieder zur vertrauten Umgebung im kleinen Studio in Stuttgart passen. „Peter P. mag die 90er“ zum Beispiel – eine musikalische Hommage an die trashigen Popzeiten vergangener Jahrzehnte. Das müssen wir einfach mit Felix Gauder zusammen machen. Schließlich hat er vor 20 Jahren den Sound von Bands wie E-Rotic oder Das Modul erzeugt. Aber was ist mit Liedern wie „Der Basilikum ist tot“, „Der ganze Osten heißt Mandy“ oder „Wieso geht das nicht ab“. Eigentlich führt kein Weg daran vorbei, die in einem größeren Studio live einzuspielen. In Stuttgart reicht der Platz dafür nicht aus. Also sehen und hören wir uns um, fast wie bei einer Wohnungssuche. Wie groß ist das Studio? Wie ist die Ausstattung und was für Leute sind vor Ort?

Beim Studio Nord Bremen werden wir fündig: Ein Haus mit viel Tradition, Technik aus allen Jahrzehnten und direkt über dem Studio gibt es eine urige Künstlerwohnung. Nur kurz ist es ungewohnt. Mit dem Produzententeam Oliver Sroweleit und Fabian Schulz finden wir schnell eine gemeinsame Ebene. Abends gibt es noch Whiskey, Brettspiele und gemeinsames Kochen. Im Studio bilden wir mit unseren Instrumenten einen Halbkreis und spielen die ersten Stücke live ein. Wir können zwei Schlagzeuge nebeneinander aufbauen und bei jedem Stück entscheiden, welches wir klanglich passender finden. Es ist ganz offensichtlich: Hier können wir noch einmal ganz andere und neue Dinge ausprobieren. Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob wir eine neue größere Wohnung gefunden haben. Die andere wollen wir aber auch nicht ganz aufgeben. Schließlich hat sie auch ihre Qualitäten, auf die wir nicht verzichten wollen.

Bei unserem ersten Album stellte sich die Frage nach dem Studio hingegen überhaupt nicht: Es musste möglichst günstig sein. Das Geld fehlte uns wie allen Bands am Anfang. Wir hatten damals Glück: Das Studio unserer Universität in Hildesheim stand uns zur Verfügung und wir konnten über Monate unsere Lieder entwickeln. Es war so was wie unser erstes WG-Zimmer. Nicht perfekt, aber trotzdem ok. Und es war gerade so alles da, was man benötigt. Aber wir haben uns wohlgefühlt. Und auch darauf kommt es bei einem Album an. Am Ende hört man es den Liedern an.

Einer der neuen Songs hört auf den schönen Titel „Der ganze Osten heißt Mandy“ – zum Video bitte hier entlang:




Das neue Album „Wir wären dann so weit“ wird auf Tour natürlich auch zum Besten gegeben.

Nix geht über live

Das neue Phrasenmäher-Album „Wir wären dann so weit“ ist seit dem 2. Oktober im Handel erhältlich. Im Moment tourt die Band durch Deutschland. Das hier sind die nächsten Termine – nicht verpassen:

22.10.: München, Backstage
23.10.: Kaiserslautern, Kammgarn
24.10.: Kassel, Schlachthof
29.10.: Hamburg, Knust
05.11.: Frankfurt, Nachtleben
06.11.: Köln, MTC
07.11.: Unna, Atelier in der Lindenbrauerei
27.11.: Hildesheim, Kulturfabrik Löseke
28.11.: Oberhausen, Zentrum Altenberg
10.12.: Stuttgart, clubCANN
11.12.: Weimar, Mon Ami
12.12.: Gera, Music Hall

Infos & Tickets: hochklappdings.de/termine







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