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Kolumne: Mit gigmit erfolgreich durchs Live-Biz – Teil 5

Was bedeutet Erfolg? Wann ist man erfolgreich als Musiker?

Marcus Ruessel/gigmit am 31.05.2016

Was bedeutet ...

Die einen wollen ihn, die anderen haben ihn, andere werden nie ein Stück von diesem Kuchen abkriegen: ERFOLG! Dieses große Wort mit seinen sechs Buchstaben schwingt immer mit, wenn es um die Ziele von Musikern geht. Aber was ist Erfolg eigentlich und was bewirkt ihn? Wie wichtig ist Erfolg? Und wie findest du deinen Weg zu ihm?

E.R.F.O.L.G. Was für ein großes Wort, das so viel bedeuten kann, definiert es doch jeder selbst. Freuen sich absolute Newbies über den ersten komplett durchgespielten Coversong im Proberaum, sind andere glücklich über ihr erstes Booking oder gar über eine ausverkaufte Tour. Erfolg ist etwas, das ebenso wächst, wie ein Musiker oder eine Band. Erfolg scheint relativ zu sein. Oder? Warum schreien aber immer alle „Ja“ zum Erfolg im Musik-Biz, wenn der doch für jeden etwas anderes bedeutet?

Ich habe in den letzten Monaten viele Strategiegespräche mit gigmit-Künstlern geführt. Diese Gespräche zielen vor allem auf die jeweilige Erwartungshaltung ab. Bei Fragen nach den Zielen und angestrebten Erfolgen als Musiker oder Band kommen viele schnell ins Stottern und können nicht klar sagen, wo die Reise hingehen soll. Genau das braucht es aber, um einen guten Job zu machen und Musiker bei ihren selbst gesteckten Live-Erfolgen bzw. anstehenden Bookings zu unterstützen. Ein Weg, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ist ein Ist-Soll-Abgleich. Das mag schrecklich schnöde und trocken klingen, hilft aber jedem dabei, sich realistische Ziele zu stecken und so auch nennenswerte Erfolge zu erreichen.

Gerade für Bands ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Besonders in den Anfängen passiert es schnell, dass jeder etwas Anderes vor hat mit dem Bandprojekt. Der eine will auf die großen Bühnen, für den anderen ist es nur ein Hobby neben Job und Familie. Klar führt das zu Missverständnissen und Streit und nicht selten auch zum Ausstieg oder gar der Bandauflösung. Lasst es gar nicht erst so weit kommen und steckt euch gemeinsam Ziele, die ihr zusammen erreichen wollt und vor allem auch könnt!

Wer würde nicht gerne mal diesen Anblick erleben, wenn er von der Bühne blickt. Doch dafür muss man hart arbeiten.

Vom IST zum SOLL

Das IST

Das IST ist das Einfachste: Wo steht ihr gerade? Was habt ihr schon erreicht? Habt ihr schon etwas veröffentlicht? Welche Bühnenerfahrungen bringt ihr mit? Wie schaut es mit der Fanbase aus? Spielt ihr Shows? Wenn ja: Welche? Zieht ihr Leute in die Venues, wenn ihr auftretet? Das ist die wichtigste Frage! Noch einmal: Wie viele Leute kommen zu euren Shows? Radiohead würde diese Frage in Berlin mit 12.000 beantworten. Seid ihr soweit, dass ihr Geld verdienen könnt oder noch Geld für den Fanaufbau INVESTIEREN müsst?

Das SOLL

Wo SOLL die Reise hingehen? Hier wird es schon etwas kniffeliger, eine Einigung zu erzielen. Am besten stellt ihr hierzu einen kleinen Fragenkatalog auf, in dem ihr eure Ziele abfragt. Damit kann sich dann jeder Mal in Ruhe alleine bei ein, zwei Bier hinsetzen und zuerst allein überlegen, was man mit dem Bandprojekt eigentlich erreichen will, denn: Gute Vorbereitung ist alles! So wird euer Bandmeeting wesentlich produktiver.

Hier sind ein paar Fragen, die euch vielleicht weiterhelfen, um eine gemeinsame Linie zu finden:

- Wie oft wollen/können wir proben?
- Wollen wir Gigs spielen? Wenn ja: Welche?
- Wie kommen wir an die Gigs?
- Wie sieht es mit einer Tour aus?
- Wie finanzieren wir uns? Bandkasse: ja/nein?
- Welche Gigs können wir uns leisten?
- Wie bauen wir Fans auf? Werbung auf Facebook? Gigs?
- Wollen wir Songs veröffentlichen? EP? Album? Digitaler Vertrieb?
- Was ist mit Merch?
- Welche Priorität hat die Band/die Musik?

Beantwortet ihr euch die Fragen gegenseitig, werdet ihr sehen, dass ihr möglicherweise nicht in allen Punkten die gleichen Vorstellungen habt. Genau diese Differenzen gilt es zu klären, denn hier entscheidet sich, ob ihr alle die gleichen Ziele habt. Nur, wenn ihr das gleiche wollte, könnt ihr auch zusammen daran arbeiten und bei Erfüllung der Ziele gemeinsam Erfolge feiern.

Wenn man gemeinsam seine Ziele erreicht, macht das Feiern gleich noch mal so viel Spaß.

Lösungen finden

Setzt euch zusammen realistische Ziele, die auch eine Herausforderung darstellen. Nicht zu einfach, sonst wird es langweilig. Aber auch keine zu hochgesteckten Ziele, denn das führt nur zu Frust und Stress. Das braucht nun wirklich keiner.

Man sagt gerne „Erfolg ist die Summe richtiger Entscheidungen”. Seid klug und redet miteinander, um eure Ziele als Band zu definieren. Das gilt natürlich auch für Solokünstler oder DJs. Seid ihr allein unterwegs, habt ihr den großen Vorteil euch weniger mit anderen abstimmen zu müssen, dennoch ist die Aufgabe nicht weniger einfach. Ziele zu definieren, die realistisch, aber dennoch fordernd sind, um nach den Teilerfolgen die Ziele noch höher zu stecken, ist echt nicht ohne.

So eine Karriereleiter, die man als Musiker hinaufklettern will, baut sich nicht von allein. Zuerst braucht es die Streben, damit ihr wisst, wie hoch die Leiter wird, die erklommen werden soll. Also was ihr als Musiker oder Band erreichen wollt. Dann geht es an die Sprossen oder auch an die Schritte, die gemacht werden müssen, um oben anzukommen. Zwischenziele setzen, Teilerfolge feiern und im Idealfall am Ende den ganz großen E.R.F.O.L.G. ernten. Es klingt so einfach, aber die Leiter, die ihr euch bauen müsst, ist echt hoch. Hoffentlich seid ihr schwindelfrei. Wir wünschen euch viel Erfolg dabei.

Mehr Infos zu Marcus von gigmit gibt es hier.







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