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Kolumne: Mit gigmit erfolgreich durchs Live-Biz – Teil 3

Hausgemachte Probleme oder externe Störer? Was hindert dich an deiner erfolgreichen Entwicklung als Musiker?

Marcus Ruessel/gigmit am 16.02.2016

Hausgemachte ...

Irgendwas ist immer, aber sind wirklich nur die anderen schuld? Wenn die eigene Entwicklung als Musiker gelegentlich stockt, ist es natürlich einfach die Gründe dafür außerhalb seiner individuellen Komfortzone zu suchen. Aber genau das ist eben die Krux! Diese Kolumne plädiert für mehr Selbstreflexion zum (Live-)Erfolg.

Unter Musikern werden viele Diskussionen über Gage, Veranstalter, miese Gigs ohne Reisekostenübernahme, zu weite Anfahrtswege etc. geführt. Ich frage mich dann, warum diese Gründe für Unmut immer die gleichen sind und dauerhaft aktuell zu sein scheinen. Es klingt für mich häufig nach der Suche eines Schuldigen, wenn es nicht so läuft, wie man es sich selbst wünscht. Warum wird nicht auch mal die Frage in den Raum geworfen, was jeden einzelnen Musiker daran hindert weiterzukommen und den Erfolg einzuheimsen, der so sehr gewünscht wird? Sind wirklich immer nur die anderen schuld?

Es ist immer ärgerlich, wenn die gesteckten Entwicklungsziele für die eigene Karriere nicht erreicht werden. Ganz unabhängig von der Branche, kennt jeder genau diesen Moment, an dem man einfach nicht weiterkommt. Sei es der Sportler, der seine Leistung nicht weiter steigern kann, der Unternehmer, dessen Business die Zielzahlen nicht erreicht, oder eben der Musiker, der an sein Limit stößt und ratlos ist, was die nächsten Schritte sein könnten. Das ist absolut uncool und hinterlässt ein ungutes Gefühl. Frustration macht sich an dieser Stelle auch gern breit und sowieso ist einfach alles Kacke.

Wenn Pläne scheitern und die Laune im Keller ist, ist Nörgeln und Rumstänkern ein beliebtes Ventil, um sich der eigenen Unzufriedenheit zu entledigen. Klar hilft das im ersten Moment, aber es beseitigt nicht die Probleme, die zu dieser Grundstimmung geführt haben. Doch vor seiner eigenen Haustür zu kehren und sich selbst auch Fehler einzugestehen, schmerzt. Nichtsdestotrotz muss genau diese Fehleranalyse stattfinden, um aus dem Karrieretal zu klettern und wieder Fortschritte zu machen.

Also Hand aufs Herz: Was sind die Gründe für deine schleppende Entwicklung? Sind es wirklich die unzuverlässigen Veranstalter und die schlecht bezahlten Gigs? Oder sind es ein mangelhafter Plan, faule Bandkollegen oder einfach fehlendes Engagement? Die Gründe für das Scheitern als Musiker oder Band sind vielfältig. Der liebe Suff, Zeitmangel, das Ego der Sänger oder Gitarristen, zu hohe Ideale oder auch einfach der nötige Mut. Die Liste lässt sich sicher noch um einige Punkte ergänzen, doch der Weg aus der Misere ist der gleiche: Geh der Sache auf den Grund!

Hier erfährst du mehr dazu, was gigmit eigentlich macht bzw. Musikern und Veranstaltern bietet:

Hilfe zur Selbsthilfe

Hier sind drei hilfreiche Mantras für den Weg aus dem Dilemma, die man sich gern auch auf den Oberschenkel tätowieren kann:

1.    Ärgern bringt nichts.
Kein Proberaum? Der Sänger hat nie Zeit? Deine Band diskutiert mehr, als dass sie zusammen spielt? Rumgezicke ist an der Tagesordnung? Die Musik kommt viel zu kurz? Puh! Läuft bei dir was? So nervenzehrend und anstrengend die Umstände auch sein mögen, es bringt nichts sich darüber zu ärgern. Na gut, einmal ganz kurz vielleicht, aber dann reicht es auch. Verschwende deine Energie nicht mit Mosern, denn die brauchst du noch, um klar Schiff zu machen.

2.    Shake it off!
Geh in dich, überlege, wie du deine Probleme lösen kannst und packe es an. Schrecke auch nicht vor großen Umbrüchen zurück. Das mag radikal klingen, aber der Mut wird sich auszahlen. Warum denn weiter in dem Konfliktteich dahinplätschern und immer wieder mit den gleichen Problemen kämpfen? Trau dich und werde Freischwimmer! Dein Sänger nervt und liefert nicht ab? Schmeiß ihn raus. Niemand ist unersetzlich! Schüttle alles ab, was dich daran hindert, weiterzukommen und die nächsten Sprossen auf der Karriereleiter zu erklimmen.

3.    Einatmen. Ausatmen. Weitermachen.
Es ist krass, die eigene Komfortzone zu verlassen und Dinge anzupacken, die viel zu lange liegengeblieben und dadurch unendlich schwer geworden sind. Aber es hilft ja nichts. Räum die Steine beiseite, die dir im Weg liegen und geh weiter. Im Norden sagt man: „Wat mutt, dat mutt.” Was sein muss, muss sein. Also: Kräftig durchatmen und auf geht’s.

Mit dem Live-Erfolg ist es ein bisschen wie mit der Liebe: Bist du nicht mit dir im Reinen, kannst du dich noch so verdrehen, es wird dir einfach nicht gelingen. Nach dem Großreinemachen in deinem inneren Zirkel klappt es höchstwahrscheinlich auch mit dem ganzen Rest. Vielleicht verliebt sich dadurch nicht zwangsläufig alle 11 Minuten ein Veranstalter in dich, aber du wirst schnell erste Früchte ernten können. Steh dir bloß nicht selbst im Weg.

Mehr Infos zu Marcus von gigmit gibt es hier.

Übrigens – hier findest du die bisherigen gigmit-Kolumnen:

Teil 1: Wie komme ich an Gigs? – Sei Geschäftsmann!

Teil 2: „Die Bühne ist zu klein!“ Das ewige Missverständnis zwischen Musiker und Veranstalter







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