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Kolumne: Echte Drums vs. Programmieren

Real vs. Fake

Jan Hoffmann am 15.11.2014

Real vs. Fake

Mittlerweile lassen sich Schlagzeugsounds absolut überzeugend auch programmieren – und so jede Menge Geld und Stress sparen. Doch ist alles, was leicht machbar ist auch gut für das Ergebnis? Oder sollte man sich die Mühe machen richtig zu recorden? Ein Streitgespräch.

Das war auch die Frage in einem Skype-Chat zwischen unserern Redakteuren Marco und Jan. Hier findest du ihre Diskussion:

Jan: Hey, wir haben gerade unsere neue EP fertig gestellt. Gut, dass wir die Drums programmiert haben. Ging viel schneller, und die Sounds, die wir verwendet haben, sind richtig fett – da haben Amateurstudios kaum eine Chance mitzuhalten.

Marco: Für meine Aufnahmen hätte ich lieber einen richtigen Schlagzeuger gebucht. Zwar sind die Drumsampler ziemlich gut geworden, aber irgendwie fehlt mir das gewisse Feeling vom echten Drumming.

Jan: Hmm, naja, da kann man ja schon einiges einstellen – aber selbst mit einem gebuchten Drummer fehlt immer noch ein High-End-Studio. Denn es ist schon eine Kunst für sich, ein Drumset sauber zu stimmen und das dann auch noch in einem schön klingenden Raum professionell aufzunehmen. Was das dann kostet, möchte ich lieber nicht wissen.

Marco: Da magst du zwar Recht haben, aber muss denn immer alles nach High-End klingen? Wenn alles so glattgebügelt ist, geht das Individuelle im Song ab – und alles klingt gleich. Manchmal ist so etwas Unvollendetes viel musikalischer als hochglanzpolierte Drums.

Jan: Das stimmt schon, je nach Musikrichtung ist das tatsächlich unterschiedlich. Aber wenn es maximal knallen soll, braucht man eben perfekte Drums – sowohl in Sachen Timing wie auch Sound. Ist ja schließlich die Basis des Sounds.

Marco: Es macht dennoch einen gewissen Unterschied, ob man Drums komplett programmiert oder triggert. Besonders bei den Becken, finde ich, hört man raus, wenn sie nicht echt sind.

Jan: Naja, du vielleicht. Aber was ist mit dem durchschnittlichen Hörer? Und gerade als Amateurband muss man halt realistisch bleiben – und da setzt der Geldbeutel ja schnell mal Grenzen. Später, wenn man es sich leisten kann, kann man ja immer noch den klassischen Weg gehen.

Marco: Es gibt relativ gute Schlagzeuger wie Sand am Meer, die für einen Kasten Bier und eine ordentliche Referenz vieles tun. Man muss ja nicht gleich Mike Mangini buchen.

Jan: Das mag sein – obwohl man den auch erstmal finden muss. Aber unser Drummer ist ja nicht das Problem, der kann üben. Aber er hat sicher kein High-End-Set, das perfekt gestimmt ist. Und ein Profistudio können wir uns davon auch noch nicht leisten. Schon schade, aber was soll man machen.







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