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Interview: Paper Tigers

Einfach fett rocken

Jan Hoffmann am 17.04.2016

Einfach fett rocken

Es gibt ja viele Bands, die sich in den letzten Jahrzehnten eine große Fanbase aufgebaut haben und deshalb auch heute noch mit Albenverkäufen, Merchandise und vor allem Konzerten richtig gutes Geld machen. Bands, die gerade erst am Anfang ihrer Karriere stehen, werden dagegen selten großen Chancen auf Erfolg zugesprochen. Die Paper Tigers aus Dänemark versuchen es trotzdem – und kommen im April auf ihre erste Deutschland-Tour.

Was macht man als junge Rockband, wenn man karrieretechnisch vorankommen möchte? Ein gutes Album aufzunehmen und dann auf Tour zu gehen ist auf jeden Fall ein guter Start. Und genau das machen die Paper Tigers, eine klassische Rockband aus Dänemark aktuell. Nun kommen sie auf ihre erste große Deutschland-Tour. Wir sprachen mit Bassist Andreas und Sänger und Gitarrist Linus Valdemar über ihr neues Album „Head Over Heels“ und die anstehenden Konzerte.

Music nStuff: Erzählt doch mal ein bisschen, wer die Paper Tigers sind und wie die Band entstand.
Andreas Valdemar:
Wir sind eine vierköpfige Rockband aus Kopenhagen und spielen seit rund sechs Jahren zusammen. Und da wir beide Brüder sind, spielen wir quasi schon unser ganzes Leben lang gemeinsam. Ich ging gemeinsam mit unserem Drummer Nicklas Løvén zur Schule. Wir sind alle auf die gleiche Schule gegangen, nur eben in unterschiedlichen Jahrgängen.
Linus Valdemar: Und wir haben einfach etwas Rock’n’Roll in unserem Leben gebraucht. Ich hatte einfach keinen Bock mehr darauf, mir andere Bands anzuhören, bei denen mir immer irgendetwas fehlte. Deshalb wollte ich genau die Musik machen, die mir am besten gefallen würde. So entstand bei mir die Idee für eine eigene Band. Und dann begann mein Bruder damit, Bass zu spielen und wir sprachen immer öfter über eine Band. Und dann kamen die anderen beiden noch dazu.

MnS: Wen würdet ihr als eure Haupteinflüsse bezeichnen?
Linus:
Uns hat vor allem der ganz frühe Rock’n’Roll der 1960er und 1970er und dessen Energie begeistert. Solche Musik, mit ihren schönen Melodien und einem tollen Refrain zu spielen, das war uns sehr wichtig.
Andreas: Ich meine, in den 1980ern wurden auch viele tolle Songs geschrieben, aber für den Rock’n’Roll war es keine besonders gute Zeit. Da lagen uns die frühen Siebziger mit Bands wie Led Zeppelin und die ganzen Britpop-Bands der 1990er schon näher. Mit denen sind wir schließlich aufgewachsen. Acts wie Blur, Oasis oder The Verve. Das war schon ein großer Einfluss.

MnS: Habt ihr dann auch versucht, diesen Vintage-Vibe im Studio einzufangen?
Linus:
Das passierte eher während des Songwriting-Prozesses. Die Platte klingt ja nicht wie aus den 1960ern. Die Songs wurden ganz klar von den Sechzigern beeinflusst, aber ich wir haben nicht versucht, retro zu klingen.
Andreas: Ich finde, es ist eine gelungene Mischung aus HiFi-Top-Class-Studio und altem Equipment wie Mikrofonen aus den 1960ern, wie sie schon die Beatles benutzt haben. Aber wir haben natürlich digital mit dem Computer aufgenommen. Und so hat man einen schönen Mix aus alt und neu.

MnS: Habt ihr gemeinsam als Band aufgenommen, oder Spur für Spur?
Linus:
Es war zu 90 % live.
Andreas: Wir haben die Songbasis, also Gitarren, Keys, Bass und Drums live aufgenommen und dann Vocals und zusätzliche Gitarren darübergelegt.
Linus: Wir haben das alles in nur einer Woche gemacht, ziemlich schnell. Und wir werden das auch weiterhin so machen, denn wir sind eben vor allem eine Liveband.
Andreas: Einfach um diese Energie auch auf der Platte zu erhalten.

MnS: Wie würdet ihr jemandem, der euch noch nie gehört hat, euer Album beschreiben? Wäre Old-School-Songwriting mit modernem Sound eine gute Zusammenfassung?
Linus:
Ja, das trifft es schon irgendwie. Es ist kraftvoller Rock’n’Roll, aber mit schönen Melodien, man könnte sagen radiotauglich.
Andreas: Geradliniger Rock’n’Roll mit Einflüssen aus den 1990ern – und das 2016. (lacht)

Die erste große Tour

MnS: Freut ihr euch schon auf die Tour im April in Deutschland?
Andreas:
Ja, total. Das ist das erste Mal, das wir so lange am Stück auf Tour sein werden. In Dänemark waren es immer vier Tage am Stück, dann Pause, dann wieder drei Tage und so weiter.

MnS: Und ihr macht euch keine Sorgen, dass ihr müde und betrunken sein werdet und dann eine Schlägerei untereinander anfangt? (lacht)
Linus:
Nein. Wir machen das jetzt schon sechs Jahre, und bisher sind wir immer gut klargekommen.

MnS: Würdet ihr sagen, dass das Publikum in Deutschland anders ist als in Dänemark?
Linus:
Ich würde schon sagen ja, in einer guten Art. Ich kann auch nichts Schlechtes über die dänischen Fans sagen, aber in Deutschland fühlen wir uns immer sehr willkommen. Das Publikum ist sehr nett und kommt nach dem Konzert immer noch, um sich mit uns zu unterhalten und noch CDs zu kaufen.
Andreas: Und die Leute kommen zu den Konzerten, das ist das Wichtigste. In Dänemark ist es oft schwer, Leute aus dem Haus zu locken. Deutsche sind irgendwie mehr an neuer Musik interessiert, die sie noch nicht kennen und geben ihr einfach eine Chance. Rockmusik hat es in Dänemark gerade sehr schwer.  

MnS: Interessant, denn oft denken die Leute hier, dass Skandinavien ein Paradies für Musiker ist.
Andreas:
Naja, man könnte sagen, dass Skandinavien ein Paradies für skandinavische Musik ist. Das ist hier wirklich eine große Sache. Aber so wollen wir nicht klingen. Wir wollen international klingen.

MnS: Habt ihr für die Tour etwas Besonderes geplant? Oder seid ihr einfach eine Rockband, die auf die Bühne geht, ihr Ding durchzieht, Spaß hat und das reicht?
Linus:
Darauf läuft es hinaus. Wie schon gesagt, waren wir immer vor allem eine Liveband. Wir geben einfach 110 % – und bringen einfach eine energetische Liveshow.
Andreas: Man weiß auch nie genau, was passieren wird. Aber bisher haben wir noch nie versagt. (lacht) Rockmusik fällt uns sehr leicht. Es geht nicht um Glamour, Konfettikanonen und Flammenwerfer, es geht um die Musik. Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr auf die Tour.

Im April gehen die Paper Tigers auf Tour durch Deutschland – nicht verpassen!

Interview & Gearcheck von der Tour

Wir hatten während der Tour die Gelegenheit zu einem kleinen Interview und einem Gearcheck mit den Paper Tigers. Hier erfährst du, wie es der Band auf Tour erging, welches Equipment sie live benutzen und warum:



Weitere Infos: Paper Tigers im Netz







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