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Education: Ausbildung für Musiker

Musik für's Leben

am 17.05.2015

Musik für's Leben

„Musik ist mein Leben“ – wer das von sich behaupten kann, wird vermutlich auch früher oder später mit der Idee konfrontiert, sein Leben damit zu bestreiten. Da die meisten aber kaum das Glück und den Drive für eine spontane Rockstar-Karriere haben oder sowieso lieber dem elterlichen Rat einer soliden Ausbildung folgen wollen, lohnt sich ein Blick auf die entsprechenden Angebote. Ein Überblick über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten.

Eine berufliche Karriere rund um Musik muss nicht auf der Bühne stattfinden. Denn dieser Wirtschaftszweig umfasst natürlich ungleich mehr als die Beherrschung eines oder mehrerer Instrumente oder der eigenen Stimme. Toningenieure mitsamt ihrer verschiedenen Formen und Ausprägungen gehören ebenso dazu wie etwa Komponisten, Musicaldarsteller, Audiodesigner oder verschiedenste Aufgaben im Organisations- und Managementbereich. Und selbst wenn man sich aufs Musikmachen konzentrieren will – was darf's dann sein: Studio, Band, Orchester oder in der Kirche? Fragen über Fragen...

Die Antworten auf den richtigen Ausbildungsplatz finden sich, den modernen Zeiten sei's gedankt, recht zügig im Internet, wo man sich über Angebote und Bedingungen von Hochschulen wie privaten Akademien und Schulen schlau machen kann. Allerdings hat man hier oft das Problem, dass man bei der Masse an Angeboten nicht weiß, wo man anfangen soll. Deshalb haben wir schon in unserem aktuellen Magazin hier etwas Licht in die Menge der Angebote gebracht. Hier wollen wir das Thema weiter vertiefen.

Es gibt viele Möglichkeiten mit Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Reif für die Hochschule?

In nahezu jeder größeren Stadt findet sich eine Musikhochschule, und an denen werden neben klassischen Lehramtsgeschichten vielfältige künstlerische Darstellungsformen unterrichtet. Das musikalische Angebot der Hochschule für „Musik, Theater und Medien Hannover“ etwa, eines der führenden Insititute dieser Art in Deutschland, bietet neben einer Ausbildung in allen erdenklichen Instrumenten- und Gesangskategorien die Themenbereiche „Jazz, Rock, Pop“, „Neue Musik“, „Musiktheorie“, „Musikwissenschaftliche Kompetenzen“, „Dirigieren“, „Chor- und Orchesterleitung“, „Medien“ und diverse pädagogische Themenkomplexe an.

Das alles führt am Ende zu den „üblichen“ Abschlüssen als Bachelor oder Master. Ebenso herkömmlich ist der zeitliche Ablauf: Es gibt Sommer- und Wintersemester, Regelstudienzeiten, einen „Rückmeldebeitrag“ (in Hannover derzeit knapp 330 Euro für ASta, Semestertickets, Studentenwerk und Verwaltung) sowie eine Langzeitstudiengebühr.

Wie wir gleich sehen werden, ist ein Hochschulstudium trotzdem eine wesentlich günstigere Alternative, die Ausbildungen sind aber auch eher akademischer Natur und nicht so direkt Praxis-orientiert wie viele private Ausbildungen. An einer Universität muss man aber auch erst mal unterkommen: Die Studienplätze sind stark begrenzt, zudem werden die Bewerber noch mittels Aufnahmeprüfungen auf ihre Tauglichkeit hin gecheckt und ausgesiebt. Dieser zusätzlich Nachweis der besonderen Eignung kann sich aber als Bonus für diejenigen Entpuppen, denen es an einer verbrieften Hochschulreife gebricht: An vielen Hochschulen kann man mit einer bestandenen Prüfung diesen Malus ausgleichen. Hat man es einmal an eine Hochschule geschafft, kann man sich außerdem mit den in aller Regel angebotenen Stipendien befassen.

In so einem legendären Studio würden wohl viele gerne eine Ausbildung machen. Und beim Abbey Road Institute geht das ab Herbst.

Privat statt staatlich

Ebenso wenig wie an Musikhochschulen mangelt es hierzulande an privaten Akademien und Schulen. Auch hier gilt: Quasi in jeder Metropolregion gibt es Anbieter, die mit verschiedenen Schwerpunkten Ausbildungen im musikalischen Bereich anbieten. Der Fokus richtet sich bei der Suche aber schnell auf die großen, überregionalen Akademien mit verschiedenen über die Republik verteilten Standorten, namentlich der Deutschen Pop als Anbieter mit einer umfassenden Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten: Songwriter, Komponist, Arrangeur, Musiker, Produzent, Tontechniker, Manager sind nur eine grobe Übersicht über die Möglichkeiten. Dazu gibt es jede Menge Unterkategorisierungen sowie einschlägige Berufe die über die Musik hinausgehen (Design, Bild, Kommunikation, Mode) wobei es neuerdings neben dem „hauseigenen“ Abschluss auch Bachelor-Studiengänge gibt.

Daneben sticht das international vertretene SAE Institute ins Auge, das seinem Namen entsprechend (School of Audio Engineering) vor allem für diejenigen interessant ist, sie nicht mit dem Instrument sondern der dazugehörigen (Recording-)Technik ihr Geld verdienen wollen. Auch die brandneuen Abbey Road Institutes, die hierzulande im Herbst in Berlin und München den ersten Ausbildungsjahrgang in Empfang nehmen werden.
 
Derartige Akademien bieten ihre eigenen, staatlich nicht offiziell anerkannten, aber in der Praxis trotzdem aussagekräftigen, Abschlüsse an. Größere Akademien wie die genannten bieten je nach Ausbildung auch Bachelor-Abschlüsse an. Letztere bringen wiederum eine theoretisch ausgelegte Ausbildung mit sich, die Schuleigenen eine eher praxisorientierte. Auf jeden Fall sollte man sich klar sein, dass man neben der Ausbildung auch möglichst viel Praxiserfahrung und Kontakte sammeln sollte. Denn das ist beim Einstieg in den Beruf oft mindestens genauso viel Wert wie eine Urkunde.

Private Institue wie hier die Deutsche Pop bieten vielfältigste Ausbildungen an.

Mehr Auswahl

Ein Vorteil der privaten Anbieter gegenüber einem Hochschulstudium ist die größere Flexibilität und der Einfluss des Schülers: Es gibt viele Möglichkeiten, verschiedene Unterrichtsmodule und Lehrgänge zu kombinieren, wodurch sich neben den Inhalten auch die Dauer der Ausbildung Beeinflussen lässt – und damit nicht zuletzt die Kosten. Monatliche Gebühren zwischen 200 und 500 Euro müssen auf jeden Fall eingeplant werden, was sich im Laufe einer mehrjährigen Ausbildung schnell zu fünfstelligen Beträgen summiert. Das heißt aber natürlich nicht, dass man mit einem großen Geldkoffer zum Aufnahmegespräch kommen muss. Es gibt sowohl verschiedene Unterstützungsmodelle wie etwa Bafög-Optionen, die Deutsche Pop etwa bietet zudem ein hauseigenes, zinsfreies Finanzierungsmodell an.

Was den zeitliche Umfang angeht, kann man generell sagen, dass eine Privatakademie schneller ans Ziel führt: Beträgt die Regelstudienzeit bis zum Master an die sechs Jahre, ist man bei SAE, Deutscher Pop und Konsorten je nach Eifer, gewünschtem Ausbildungsumfang und finanziellen Möglichkeiten nach ein bis drei Jahren am Ziel. Was die Voraussetzungen angeht, spielt ein Schulabschluss in der Regel keine Rolle. Je nach Ausbildungsfach muss man sich aber auf Aufnahmeprüfungen gefasst machen.

Man kann sich auch ein Tonstudio oder eine Veranstaltungsfirma suchen und dort einen sehr praxisorientierte Ausbildung machen.

Und sonst so?

Wer seine Zukunft mehr hinter Mischpulten oder im organisatorischen denn hinter Instrumenten sieht, hat zudem die Möglichkeit, sich bei Tonstudios und ähnlichen Einrichtungen umzusehen. Das „Musikzentrum“ in Hannover etwa nutzt seine vielfältige Kombination aus Veranstaltungszentrum und Tonstudio, um in den entsprechenden Berufszweigen Ausbildungsplätze anzubieten, die hier auch häufig von öffentlichen Trägern unterstützt werden. Wer also noch Anschub braucht, macht mit einer Anfrage bei den offiziellen Arbeitsvermittlungsorganen sicher nichts verkehrt. Auch Institutionen wie der „Verband Deutscher Tonmeister“ sind für diesen Berufswunsch ein kompetenter Ansprechpartner, der den Interessenten nicht nur, aber auch mit einer Auflistung von Ausbildungsstätten versorgt.

Wen es mehr in die Musikwirtschaft zieht, was allerdings auch schon wieder recht wenig mit einer musikalischen Tätigkeit im eigentlichen Sinne zu tun hat, der kann sich auch an Platten- und Promotionfirmen wenden, wo Öffentlichkeitsarbeiter und Manager, die mit und für Künstler arbeiten („A&R“) gefragt sind. Doch wer jetzt hier meint er könnte sich bewerben und würde dann nur noch mit Stars auf Backstage-Partys rumhängen, wird enttäuscht werden. Eine Band nach vorne zu bringen ist harte Arbeit und braucht viel Enthusiasmus. Und auch hier empfiehlt es sich, klein anzufangen und sich Stück für Stück hochzuarbeiten.

Einerseits, aber andererseits ...

Wer also mit Musik sein Geld verdienen will, hat mehr als genug Auswahl. Es gilt nur, die Angebote mit seinen Interessen, Wünschen, Fähigkeiten und Möglichkeiten abzugleichen – und dabei ungeschönt und realistisch zu denken, um nicht am Ende in einer Finanzierungs-Sackgasse zu stecken oder als Langzeitstudent zu enden, weil das gut klingende Studienfach kaum in einen Job umzumünzen ist. Auch an Ansprechpartnern und Info-Optionen, um euch bei eurer Entscheidung zu helfen, mangelt es sich. Und damit die das Leben bestimmende Musik nicht nur zu reinem Ausbildungsstress verkommt, kann man nebenbei ja immer noch im Kellerclub auf die Bühne oder hinter das Pult und hoffen, dass sich dort ein Karriereschlupfloch auftut ... Das Wichtigste ist und bleibt, dass man mit Leidenschaft und viel Herzblut dabei ist. Denn reich wird man im Musikbusiness kaum. Dafür macht der Job eben meistens Spaß.

Unser Artikel hat dich hoffentlich inspiriert, dir den genau zu dir passenden Weg zu suchen, um dein Hobby, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Solltest du noch Fragen haben, schreib einfach an info@musicnstuff.de.







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