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Test: CME UF70 Classic

Tastenzentrale

Mit dem CME UF70 Classic hatten wir ein umfangreiches Controller-Keyboard im Test.


Tastenzentrale

Bereits seit 1993 versorgt das chinesische Unternehmen CME die Musikerwelt mit hochwertigen und umfangreichen Tasteninstrumenten. Aus der etablierten UF-Classic-Serie schnappten wir uns das zweitgrößte Master-Keyboard UF70 Classic, um es genauer zu betrachten.

Keyboard-Controller bieten meist mehr als ihr Äußeres vermuten lässt. So befinden sich viele Funktionen sinnvoll in mehreren Ebenen unterteilt oder lassen sich durch bestimmte Tastenkombinationen aufrufen. Durch diese Herangehensweise bleibt das Instrument übersichtlich. Außerdem spart sich der Hersteller das Einbauen von weiteren Bedienelementen – was sich nicht zuletzt im Preis bemerkbar macht. Eine Klaviatur dieser Bauweise hat CME mit dem UF70 Classic im Programm.

Auf dessen Oberfläche offenbaren sich insgesamt acht Drehgeber, neun Fader, dreizehn Taster, sechs Transport-Buttons und ein Endlos-Encoder. Eigentlich gar nicht so wenig. Hält man sich aber vor Augen, welchen Umfang Sequencer beziehungsweise Klangerzeuger haben, reicht das meist nicht aus. Deswegen hat CME einen Layer-Taster angebracht: Darüber lassen sich die Drehgeber und Fader quasi dreifach belegen. In welcher Ebene man sich befindet, signalisiert das Instrument, indem entweder die A“- oder die „B“-LED beziehungsweise keine von beiden leuchtet.

Standardmäßig besitzen die Dreh- und Schieberegler die Zuweisungen, die als Beschriftung darüber oder darunter aufgedruckt sind. Auch die Tastatur selbst ist mit vielen essentiellen Einstellungsmöglichkeiten ausgestattet, die direkt über den Tasten stehen. Um die jeweilige Funktion auszuwählen und zu verändern, muss der Shift-Button gedrückt werden, sodass er rot leuchtet. Somit lassen sich beispielsweise die Pedale zuweisen oder voreingestellte Velocity-Kurven bestimmen.

Via MIDI-Learn können nicht nur die Regler und Encoder einem Parameter im virtuellen Instrument oder Sequencer zugewiesen werden, sondern auch die sechs F-Tasten. Zusätzlich bietet das UF70 Classic sechs Transport-Buttons. Über dem Record- und Play-Taster befindet sich je eine rote LED. So weiß man, was gerade passiert, ohne auf den Computerbildschirm schauen zu müssen. Dank Transport ist das Master-Keyboard quasi so ausgestattet, dass man die Maus kaum anrühren braucht, um mit dem Sequencer zu arbeiten – praktisch.


Dank der sechs Transport-Buttons lässt sich der Sequencer bequem über das UF70 Classic steuern.

Hardware

CME hat dem UF70 Classic ein Gehäuse aus mattschwarz lackiertem Metall verpasst. An der Oberseite ist sogar eine mattschwarze Aluminiumblende verbaut. Das macht das Instrument nicht nur leicht, sondern auch sehr robust. Die seitlichen Blenden hingegen bestehen aus Kunststoff im sogenannten Piano-Lack-Look. An der Unterseite sind weiterhin vier Gummifüßchen angeschraubt, die einen stabilen und rutschfesten Halt auf geraden Flächen ermöglichen. Alles in allem macht das Instrument einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck.

Wie die Produktbezeichnung schon verrät, umfasst die Klaviatur des UF70 Classic 70 Tasten. Diese sind semigewichtet, anschlagsdynamisch und besitzen obendrauf eine Aftertouch-Funktion. Wie bereits angesprochen: Für die Anschlagsstärke stehen insgesamt zehn vordefinierte Kurven zur Verfügung – von normalen über softe und harte Kurven bis hin zu einer einheitlichen Velocity ist alles vertreten. Für Aftertouch gibt es ebenso entsprechende Kurven, allerdings „nur“ acht an der Zahl. Wie sich die jeweilige Einstellung verhält, ist der Bedienungsanleitung zu entnehmen.

In der weiß umrahmten Bediensektion des UF70 Classic präsentiert sich ein Display. Dieses zeigt in drei Ziffern an, welchen MIDI-Wert ein Parameter aufweist. Außerdem lassen sich darüber die grundlegenden Einstellungen ablesen. Ein nettes Feature ist um den Endlos-Encoder zu finden: Ein Kranz aus zwölf LEDs deutet darauf hin, wohin der Drehgeber zeigt. Diese Sektion ist übrigens eher links auf der Oberfläche verbaut. Dadurch kann man auf der relativ großen Ebene rechts daneben bequem einen Laptop oder Desktop-Synthesizer platzieren.

Seinen Strom bezieht das CME UF70 Classic via mitgeliefertem Netzteil oder USB-Kabel. MIDI-Signale gibt das Instrument aber nicht nur an der USB-Schnittstelle aus, sondern auch via 5-Pol-DIN-Buchse. Diese ist nützlich, um etwa Hardware-Klangerzeuger anzuschließen. Über zwei Pedal-Buchsen lassen sich zudem beispielsweise ein Sustain- und ein Expression-Pedal nutzen. Weiterhin gibt es einen Anschluss für einen Breath-Controller.

Ein Display mit drei Ziffern zeigt neben den Parameterwerten einzelner Regler auch die Grundeinstellungen an.

Kontrolliert

Wie es sich für ein digitales Gerät gehört, lassen sich auch am CME UF70 Classic diverse Einstellungen abspeichern. Dafür stehen insgesamt 20 User-Speicherplätze bereit. Damit das Master-Keyboard einfach nach dem Plug-and-Play-Prinzip genutzt werden kann, ist es Class-Compliant zu Mac OS X und Windows XP oder höher. Sollten Firmware-Upgrades zur Verfügung stehen, lassen sich diese ganz einfach via USB-Schnittstelle installieren.

Ein sehr interessanter Aspekt am UF70 Classic ist, dass es sich erweitern lässt. Normalerweise besitzen Keyboard-Controller keinen eingebauten Klangerzeuger, da sie vornehmlich für die Steuerung von Hard- oder Software konstruiert sind. Das UF70 Classic jedoch bietet an dessen Rückseite einen Slot, worin sowohl das Piano-Modul UF DP-1 von CME als auch der Waldorf-Synthesizer Nano Platz findet. Anstelle der Soundmodule kann das FireWire-Audio-Interface-Element CME UF-400-E angebracht werden.

Wichtig an Keyboards ist aber vor allem auch die Frage, wie sie sich spielen lassen: Das CME UF70 Classic ist jedenfalls für den Preis hervorragend gut spielbar – sowohl Anschlagsdynamik als auch Aftertouch funktionieren einwandfrei und lassen nichts zu wünschen übrig. Fader, Regler sowie Taster fühlen sich ebenfalls hochwertig an und reagieren blitzschnell. Damit verschwitzte oder fettige Hände immer Grip haben, sind die acht Encoder und neun Fader mit einer Gummischicht überzogen.

Betrachtet man den Preis des UF70 Classic, kann man CME nur loben: Funktionsumfang, Spielbarkeit und Verarbeitungsqualität sind top. Zusätzlich gibt es die Option, das Master-Keyboard zu erweitern – und auch das unschlagbar günstig. Der Controller empfiehlt sich dabei neben dem Einsatz im Home- oder Projekt-Studio aufgrund seiner robusten Bauweise ebenso für die Bühne. Bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis dürften sich nicht nur Tastenkünstler angesprochen fühlen, sondern auch Einsteiger in die Musikproduktion.

An der Rückseite des UF70 Classic sind alle Anschlüsse zu finden.

Technische Daten

Gehäuse Metall & Aluminium, mit Kunststoffblenden
Tastatur 70 semigewichtete Tasten mit Aftertouch
Display 3 Ziffern, 7-Segment-LED
MIDI-Protokolle GM, GM2, GS, XG & CME
Bedienelemente 8 Encoder, 1 Endlos-Regler, 9 Fader, 13 Buttons (davon 6 frei belegbar), 6 Transport-Taster, Pitch- und Modulations-Rad & Netzschalter
Anschlüsse

MIDI-Out, 2x Pedal, Breath-Controller, USB & Netzbuchse

Lieferumfang

UF70 Classic, USB- & Netzkabel

Maße (HxBxT) 113 x 1.232 x 348 mm
Gewicht  

11,8 kg


Wertung:
+ hochwertige Verarbeitung
+ herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ viele Funktionen
+ mit Modulen erweiterbar

Preis (UVP): 299 Euro

Weitere Infos unter: www.cme-pro.com

Vertrieb: Hyperactive



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