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Marktübersicht: Grooveboxen

Groove für jeden

Grooveboxen sind oft wesentlicher Bestandteil der aktuellen elektronischen Musikproduktion. Wir zeigen dir, wie du dein Werkzeug findest.


Groove für jeden

Stile wie House, Techno oder Hip-Hop leben oft vom Groove aus Drums und Synth-Bass. Immer wieder kommen daher Synthesizer auf den Markt, die speziell auf die Bedürfnisse grooviger Musik abgestimmt sind. Damit du deinen persönlichen Groove-Erzeuger findest, stellen wir dir aktuelle Grooveboxen vor.

Immer wieder ist bei Synthesizern die Rede von Grooveboxen. Klang­erzeuger, die treibende Grooves produzieren. Die mit zwitschernden Klängen und ausgefeilten Sequenzen ganze Dance-Stile prägen. Acid House etwa wäre ohne die TB-303 nie entstanden. Techno lebt ebenfalls stark von den Pattern, die im direkten Zusammenspiel zwischen Stepsequenzer und Synthesizer entstehen. Dass Synthesizer und Stepsequenzer eng verknüpft sind, dass der Sequenzer direkt auf die Klangerzeugung einwirkt, ist ihre Stärke.

Doch was ist eigentlich genau eine Groovebox? Eine eindeutige Definition dazu fehlt. Manche bezeichnen Kombinationen aus Synthesizer mit Stepsequenzer und Drumcomputer als Groovebox. Eben Instrumente, die alle Elemente eines Grooves in sich vereinen. Für andere ist schon ein Synthesizer mit integriertem Stepsequenzer eine Groovebox. Zur besseren Übersicht unterteilen wir die Instrumente hier in zwei Kategorien: Grooveboxen, die wie oben beschrieben auch Drums erzeugen, und Groove-Synthesizer.

Groove-Synthesizer kombinieren Synthesizer, die oftmals für Bassklänge optimiert sind, mit einem Stepsequenzer, der direkt auf den Klang einwirkt. Mindestens Slides, also Verbinden zweier Töne, muss er beherrschen. Sie werden auch als Tie-Länge oder Glide in der Gate-Spur bezeichnet und sind typisch für die elektronischen Bass- und Lead-Sequenzen. Kreativ eingesetzt, ergeben sie diesen speziellen „funky“ Charakter, der diese Sequenzen von denen anderer Step- und MIDI-Sequenzer abhebt. Besonders, wenn du zwei verschiedene Töne verbindest.


Die großen Analogen: Novations Circuit Mono Station (Bild) und der Arturia Minibrute 2S bieten viele Parameter und Knöpfe zum direkten Klangschrauben.

Die großen Analogen

Viele Parameter und viele Knöpfe zum direkten Klangschrauben zeichnen die großen analogen Groove-Synthesizer von Novation und Arturia aus. Alle wesentlichen Synthesizer-Funktionen erreichst du direkt auf der Oberfläche. Der Stepsequenzer ist umfangreich und speichert eine Vielzahl an Pattern, die du sogar zu ganzen Songs verketten kannst (Chaining). Mit MIDI, USB, CV/Gate und Clock bindest du die großen analogen vielseitig in dein Setup ein. Natürlich ist das Filter ein Multimode-VCF mit Tief-, Hoch- und Bandpass.

Die Synthesizer-Sektion des halbmodularen Arturia Minibrute 2S ist identisch mit der des Keyboards Minibrute 2. Zwei Oszillatoren und ein Filter mit 12 dB-Flankensteilheit pro Oktave erzeugen Klänge, die du mit zwei Hüllkurven und LFOs formst. Der eingebaute Stepsequenzer bietet Tonhöhen-CV und Gate sowie zwei zusätzliche Tracks für Modulationen. Die Wellenformen des VCO 1 kannst du verfremden und zusammen mischen. Eine Patchbay ermöglicht komplexere Klänge, du erzeugst aber auch ohne eine ziemlich große klangliche Bandbreite.

Novations Circuit Monostation basiert ebenfalls auf einem analogen Vorbild, der Bass Station. Zum Einsatz kommen zwei Oszillatoren und das Multimodefilter mit wahlweise 12 oder 24 dB-Flankensteilheit pro Oktave. Allerdings kommen nur eine Hüllkurve und ein LFO zum Einsatz. Dafür bietet der Sequenzer neben der Tonhöhen-CV und Gate-Spur noch eine für Modulationen. Je nach Einstellung hast du sogar für jeden Oszillator eine eigene Tonhöhen-Spur. Das nennt sich dann Paraphonie.

KORG Volca Bass: überzeugt mit seiner Kompaktheit.

Die kompakten Analogen

Für großartige Grooves reicht jedoch oft auch ein kleiner Synthesizer aus. Während KORGs Volca Bass schon seit ein paar Jahren Musiker begeistert, überraschte IK Multimedia auf der Superbooth 2018 mit dem Uno Synth. Beide benötigen nur Batterien zum Betrieb, bieten aber trotzdem eine vollwertige analoge Klangerzeugung. Allerdings sorgt die Kompaktheit für ein paar einfache Einschränkungen in der Bedienung. Einige Parameter der Klangerzeugung sind nur über Tasten mit Doppelfunktionen oder gar Software-Editoren zu erreichen.

Innerhalb von KORGs  Volca-Serie zeichnet sich der Volca Bass durch seinen Stepsequenzer mit Slide-Option gegenüber seinen Geschwistern (Volca Keys, Volca FM) aus. Nur der Beat-Spezialist  Volca Kick hat ebenfalls eine Slide-Funktion (und ist zudem gut für Subbässe geeignet). Volca Bass hat drei Oszillatoren, die jeweils entweder ein Sägezahn oder Rechteck erzeugen. Jedem der drei kannst du eine eigene Sequenzerspur zuweisen. Dadurch sind paraphonische Dreiklänge möglich. Das Tiefpassfilter und den VCA modulierst du mit der gemeinsamen Hüllkurve und dem LFO.

IK Multimedias Uno Synth hingegen hat neben zwei Oszillatoren sogar zwei Hüllkurven und ein Multimode-Filter mit 12 dB-Flankensteilheit pro Oktave. Nachdem du mithilfe der Bedienmatrix eigene Klänge erstellt hast, kannst du diese sogar speichern. Die Pattern des Sequenzer sicherst du übrigens zusammen mit einem Klang. Neben Tonhöhe und -dauer nimmst du im Sequenzer zusätzliche Reglerbewegungen als Modulationen auf. Um sämtliche möglichen Parameter zu verändern, nutzt du die App oder Editor-Software, die IK Multimedia kostenlos bereitstellt.

Roland TB-03: ist das beste Gerät für typische 303-artige Acid-House- und Techno-Bässe.

Digitale Grooveboxen

Der einzige Groove-Synthesizer mit digitaler (virtuell-analoger) Klangerzeugung kommt von Roland. Die TB-03 ist ein Nachbau des analogen Urvaters aller Groove-Synthesizer, dem TB-303. Im Design und Aufbau sowie klanglich zeigt sich der digitale Nachfahre seinem analogen Vorbild ebenbürtig. Der Stepsequenzer wurde dagegen um nützliche Funktionen wie einem zusätzlichen Programmiermodus erweitert. Ähnlich klingen soll auch der Roland Aira TB-3, der allerdings eine ganz andere, auf einem Touchscreen basierende Bedienung hat.

KORG Electribe-Serie ist eines der beiden aktuellen Groovebox-Konzepte im Markt. Zwei verschiedene Modelle stehen dir zur Auswahl, das blaue mit virtuell-analoger Klangerzeugung und das samplingbasierte rote. Ansonsten gibt es wenig Unterschiede. Dir steht ein Sequenzer mit Spuren für tonale Klänge und Drums zur Verfügung. Dabei sind Echtzeit-Aufnahmen einfacher als die Step-Eingabe. Modulationen zeichnet der Sequenzer natürlich ebenfalls auf. Beide geben durch ihre Pattern-Sets in  Live-Perfomances eine gute Figur ab.

Novation Circuit lebt von der langjährigen Erfahrung, die Novation durch die Nova-Serie mit virtuell-analogen Synthesizern hat. Zwei Synth- und vier Drumspuren werden über eine Matrix gesteuert. Die Step-Eingabe von Noten ist dabei ebenso einfach wie die Echtzeitaufnahme. Natürlich werden Reglerbewegungen als Modulationen mit aufgezeichnet. Neben der virtuell-analogen Klangerzeugung hast du die Möglichkeit, Samples als Grundlage deiner Klänge in die Circuit zu laden.

Arturias Minibrute 2s besticht mit seinen halbmodularen Fähigkeiten.

Fazit

Jedes der hier vorgestellten Instrumente hat seine eigenen Stärken. Rolands TB-03 ist etwa das beste Gerät für typische 303-artige Acid-House- und Techno-Bässe. Arturias Minibrute 2s hingegen besticht mit seinen halbmodularen Fähigkeiten und Novations Mono Station durch die Möglichkeit, Klänge zu speichern. IK Multimedias Uno hingegen überzeugt zusammen mit seinem Editor durch große Synthesizerfähigkeiten im kompakten Gehäuse. KORGs Volca Bass dagegen ist trotz kompakter Maße vollständig am Instrument zu bedienen.

Selbst die Grooveboxen KORG Electribe und Novation Circuit haben ihre unterschiedlichen Stärken. Beide sind allerdings die einzigen, die einen Groovesynthesizer mit Drum­spuren kombinieren. Sie ermöglichen somit die Produktion ganzer Instrumental-Tracks in einem Instrument. Die analogen Groove-Synth hingegen sind vor allem für ausdrucksstarke Lead- und Bass-Sequenzen gedacht. Am besten, du legst fest, welche Funktionen für dich am wichtigsten sind und testest dann die potentiellen Kandidaten an.

Die Grooveboxen in der Übersicht

Klangerzeugung Besonderheiten Preis (UVP)
Arturia
Minibrute 2S
analog, zwei VCO, ein Multimodefilter, zwei Hüllkurven, zwei LFO halbmoduler Synthesizer mit Patchbay 649 EUR
IK Multimedia
Uno Synth
analog, zwei VCO, ein Multimodefilter, zwei Hüllkurven, ein LFO kompakter Synthesizer, bei dem zusätzliche Klangeinstellungen möglich sind 243,99 EUR
KORG
Volca Bass
analog, drei VCO, ein Tiefpass­filter, eine Hüllkurve, ein LFO kompakter Synthesizer, der für wenig Geld eine vollwertige analoge Klangerzeugung bietet 169 EUR
KORG
Electribe
digital, virtuell-analog Groovebox mit Synthesizer- und Drum-Klängen 449 EUR
KORG
Electribe Sampler
digital, Sample-basiert Groovebox mit Synthesizer- und Drum-Klängen 449 EUR
Novation
Circuit
digital, virtuell-analog und sample-basiert Groovebox mit Synthesizer- und Drum-Klängen 349,99 EUR
Novation
Circuit Mono Station
analog, zwei VCO, ein Multimodefilter, eine Hüllkurve, ein LFO paraphonische Klangerzeugung 549,99 EUR
Roland
TB-03
digital, virtuell-analog digitaler Nachbau der legendären TB-303 419 EUR


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