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Wissen kompakt: Elektromagnetische Tonabnehmer

Aus Physik wird Klang

In unserer neuen Rubrik „Wissen kompakt“ erklären wir die Basics technischer Geräte, die man oft benutzt, über die man aber nicht wirklich viel weiß.


Aus Physik wird ...

Wie die Bezeichnung „Elektromagnetischer Tonabnehmer“ schon vermuten lässt, arbeiten solche Pickups mit Strom und Magnetismus. Doch warum klingt das Zusammenspiel aus Magneten, Spule(n) und Saiten eigentlich so unterschiedlich? Eine Einführung in die Basics.

Es gibt Dinge im Musikerleben, die so selbstverständlich sind, dass fast jeder glaubt, er wüsste alles darüber. Doch oft gibt es gerade hier noch etwas zu entdecken – oder einfach nur das Grundwissen zu dem Thema aufzufrischen. Genau das wollen wir mit unserer neuen Rubrik „Wissen kompakt“ ermöglichen. Hier werden die Basics kurz und knapp dargestellt. Den Anfang machen elektromagnetische Tonabnehmer, wie man sie in elektrischen Gitarren und Bässen findet.

Das Funktionsprinzip
Wie die Bezeichnung „Elektromagnetischer Tonabnehmer“ schon vermuten lässt, arbeitet der klassische E-Gitarrenpickup im Bereich Strom und Magnetismus. Das Magnetfeld wird dabei meist von einem oder mehreren Stab- oder Barrenpermanentmagneten erzeugt. Um diesen Magneten sind eine oder mehrere Spulen (Siehe Humbucker) aus Metall, meist Kupfer gewickelt. Wird dann in diesem Magnetfeld etwas magnetisches bewegt – zum Beispiel Saiten –  wird ein kleiner Strom erzeugt, den man dann zum Verstärker schicken kann. Selbstverständlich funktionieren magnetische Pickups deshalb nicht mit unmetallischen bzw. nicht magnetischen Saiten, wie etwa Nylonstrings bei einer Klassikgitarre.

Windungen & Magnet(e)
Wie kann man mit einem simplen Aufbau wie einem Tonabnehmer verschiedene
Sounds erzeugen? Die Magie liegt zu einem guten Teil in der Kombination
aus Magnet und Wicklung. So kann man mit verschiedenen Materialien
(gerne verwendet werden AlNiCo-Mischungen oder Keramik­magnete) stark unterschiedliche Klänge erzeugen. Auch die Zahl der Wicklungen, wie gewickelt
wird und mit welchem Draht beeinflussen den Klang.


Hier der Aufbau eines Single Coils – technisch ganz einfach, und dennoch entscheidend für den Sound.

Auswahlkriterien

Eine Spule oder zwei?
Eines der Hauptunterscheidungsmerkmale bei der Wahl der Pickups ist die Wahl zwischen Single Coil und Humbucker. Letztere wurde in den 1950ern vor allem entwickelt, um das Brummen, das elektromagnetische Tonabnehmer gerne „einfangen“, durch eine zweite Spule zu unterdrücken. Nebeneffekt war ein deutlich kräftigerer und fetterer Klang, was besonders Rocker begeisterte und bis heute freut. Selbstverständlich gibt es auch Experimente mit drei, vier oder noch mehr Spulen – das hat sich aber nie durchgesetzt.

Aktiv oder passiv?
Im Gegensatz zum klassischen, passiven Pickup verfügen aktive Modelle über einen integrierten Preamp, der das Signal bereits in der Gitarre aufbereitet. Sie sind nebengeräuschärmer, haben keine Probleme mit langen Kabelstrecken und vielen Effekten zwischen Gitarre und Amp – dafür brauchen sie Batterien und gelten vielen Gitarristen als zu steril und wenig dynamisch.

Auf die Größe kommt es an
Neben den bisher genannten Faktoren spielt auch die Größe des Tonabnehmers eine Rolle. So gibt es Humbucker im Single-Coil-Format, mit P90 & Co., Single Coils die groß wie Humbucker sind, Mini Humbucker und vieles mehr. Und da Form und Konstruktion wieder das Magnetfeld, und wie weit die Saiten in diesem bewegt werden, beeinflusst, hat die Form durchaus klangliche Relevanz.

Zwei Adern oder vier?
Es gibt Humbucker, aus denen zwei Kabel kommen – und solche, aus denen vier kommen. Wozu das? Die vier Kabel dienen dazu, dass man den Humbucker bei Bedarf auch splitten kann, also nur eine der beiden Spulen betreibt. Dadurch kann man einen Humbucker (fast) wie einen Single Coil klingen lassen – und ist flexibler.

Unterschiedliche Saiten, anderer Sound?
Auch die Saiten sind eine wichtige Klangkomponente. Nutzt man dicke Saiten oder dünne, sind diese aus Stahl oder Nickel? Oft kann man mit anderen Drähten schon genau die Klangveränderungen erreichen, die man möchte – ganz ohne Pickup-Wechsel.



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