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Test: Roland Blues Cube Hot & Blues Cube Artist 112

Nomen est omen

Roland will mit seinen Blues Cubes zeigen, dass man auch ganz ohne Röhren richtig klassisch klingen kann – und das klappt überzeugend!


Nomen est omen

Kann der Blues gemodelt werden? Branchenriese und Modeling-Pionier Roland ist der Ansicht, dass das jedenfalls auf die traditionellen Verstärkerklänge des Genres zutrifft und erschüttert mit den schmucken neuen Blues Cubes so manche puristische Weltanschauung. Der coole Look rundet das Paket bestens ab.

Sound-Gigant Eric Johnson schwört darauf, Kirk Fletcher, Oz Noy und Robben Ford ebenso. Aber das kann, das darf doch wohl nicht wahr sein: Fahnenflucht! Da sind doch gar keine Röhren drin. DSP-Processing? Das ist ja noch nicht mal „ehrliche“ Analogtechnik. Und nicht einer der uramerikanischen oder urbritischen Hersteller bringt diese Teile an den Start, sondern ausgerechnet Roland ... Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert, liebe Freunde der gepflegten Blues-Töne.

Nun gibt es schon seit langem das Bestreben, die für ihre Klangqualitäten heiß geliebten, aber mit handfesten Nachteilen behafteten Röhrenboliden durch moderne Digitaltechnik abzulösen. Und der japanische Hersteller Roland war schon Mitte der 1990er-Jahre mit dem VG-8-Prozessor am Start – deutlich vor Line 6 und Konsorten! Tube Amps sind ja vergleichsweise aufwendig herzustellen, wartungsintensiv, obendrein schwer und klingen meist auch erst bei gesundheitsgefährdenden Lautstärkepegeln richtig gut.

Natürlich sind die guten alten Klassiker im speckigen Tweed oder im verranzten Tolex Kult und werden es vermutlich auf ewig bleiben. Tatsächlich wird ja auch wieder Musik auf Vinyl gepresst, und Röhrentechnik hat nach wie vor ihre Fans. Doch die Zeit bleibt nicht stehen und es geht mittlerweile halt auch praktischer. Das gilt längst für die meisten Bereiche des täglichen Lebens. Warum also nicht fürs Instrumentarium des modernen Musikers? Finden wir also heraus, was die Blues Cubes zu bieten haben.


Schon der kleine Blues Cube Hot hat es faustdick hinter den „Röhren“.

Retro-Chic mit Extrakick

Erste angenehme Überraschung ist das geschmacksichere, traditionsbewusste Outfit, das auch in einer 60s-Revival-Band nicht deplatziert wirken würde. Statt dem dezent schwarzen Gehäusebezug unserer Testgeräte gibt es wahlweise auch „Cream“ für noch mehr Retro-Appeal. In jedem Fall sorgen solide Metallecken dafür, dass das attraktive Äußere nicht alsbald leidet. Ein einzelner Koffergriff erleichtert den Transport, die Rückseite ist zur Hälfte offen. So weit, so klassisch.

Das geringe Gesamtgewicht lässt schon eher erahnen, dass im Inneren etwas „nicht mit rechten Dingen“ zugehen kann. Beide Combos tragen sich locker, ohne sich substanzlos anzufühlen. Roland weist darauf hin, dass man hochwertiges Pappelschichtholz verwendet, um die Resonanzeigenschaften der Konstruktion zu optimieren. Gerade bei alten Tweed-Amps haben ja die leichten, schwingungsfreudigen Gehäuse ihren Anteil am klanglichen Geschehen.

Auch bei der Abstimmung der Lautsprecher hat sich der Hersteller offensichtlich große Mühe gegeben. Ein „Custom Tuned“-Lautsprecher soll die Schnittmenge der Klangeigenschaften diverser beliebter Zwölfzöller abbilden, muss er doch eine ganze Reihe klassischer Sounds übertragen können, wie wir noch hören werden. Trotz unterschiedlicher Gehäuseformate und Leistungsangaben findet sich in  beiden Combos also der gleiche V12-80-Speaker, der eigens für die Blues Cube-Serie gefertigt wird.

Das traditionell von oben zu bedienende Reglerpanel zeigt einen geradlinigen Aufbau, den man auch ohne Bedienungsanleitung auf Anhieb versteht. Sinnvoller Weise hat man, abweichend zu den kultigen Vintage-Vorbildern, davon abgesehen, die Beschriftung der Funktionselemente auf den Kopf zu stellen. Zwar war das Mitte des vorigen Jahrhunderts zur Blütezeit der Tweed-Amps gängige Praxis. Realistisch betrachtet wird sich heute jedoch auf der Bühne kaum ein Gitarrist hinter seinen Amp platzieren wollen.

Das Bedienfeld ist angenehm „klassisch“.

Blues im Quadrat

Gehen wir nun ins Detail. Der besonders kompakte Kollege „Hot“ ist konsequent einkanalig und leistet maximal 30 Watt. Damit eignet er sich in erster Linie für den puristischen Gitarristen, dem ein guter, schnörkelloser Basis-Sound mit einer Prise „Reverb“ zum Glücklichsein reicht. Perfekt für zu Hause, unterwegs und den Gig in der Blues-Kneipe an der Ecke, wo es wegen der Anwohner ja meist nicht allzu laut werden darf.

Ein einzelner Instrumenten-Input wird gefolgt von Boost- und Tone-Tastern, die noch vor dem Volume-Regler wirksam werden, der die eigentliche Eingangsverstärkung steuert. Im Anschluss gibt es einen klassischen Dreiband-EQ sowie einen Reverb-Poti für den eingebauten digitalen Hall. Der Effekt klingt allerdings keineswegs kühl und steril, sondern warm und rund. Schließlich folgt das Master-Poti, das im Zusammenspiel mit Volume eine feinfühlige Abstimmung des Übersteuerungscharakters erlaubt.

Wie bei einem Röhren-Amp macht es einen deutlichen Unterschied, ob man vorne (für mehr Kompression und ein „fetteres“ Klangbild) oder hinten (für mehr Dynamik und Punch) aufdreht. Der eigentliche „Master“ in Sachen Ausgangspegel ist der zu guter Letzt folgende Drehschalter, folgerichtig „Power Control“ genannt. Von der Maximalleistung kann man hier stufenweise auf bis zu 0,5 Watt herunterschalten, um den Sound ohne Reue auch in den heimischen vier Wänden genießen zu können.

Muss es noch leiser gehen, etwa weil die heimische Blues-Session zu nächtlicher Stunde stattfindet, hilft der Kopfhöreranschluss auf der Chassis-Rückseite. Was da zu hören ist, klingt so gut, dass man das Signal auch gleich via USB/Recording-Out für den Anschluss ans rechnergestützte Aufnahme-Set-up aufbereitet bekommt. Eine Buchse für einen Doppelfußschalter macht die Funktionen Boost und Tone fernsteuerbar; beim größeren „Artist“-Modell jedoch nicht, wohl wegen dessen zweikanaliger Auslegung.

Dieser „Boost“ hebt das Gain wohldosiert an und fokussiert die Wiedergabe im Präsenzbereich. So lässt sich ein dezenter Rhythmussound auf Knopfdruck nach vorn holen, um ein paar heiße Leadlines von der Leine zu lassen. „Tone“ hingegen macht den Sound ein wenig breiter und transparenter, indem es die Mitten aus dem Punch-Bereich nach unten verlagert. Insgesamt wirkt das Ganze aber vergleichsweise moderat, ist also eher fürs Finetuning gedacht.

Ein Line-Out sorgt dafür, dass man das Signal an weitere Amps leiten kann, etwa für größere Bühnen. Dazwischen könnte man dann gleich noch etwaige Effektperipherie postieren. Denn eine FX-Loop lässt der kleinste „Cube“ vermissen. Er verträgt sich zwar gut mit vorgeschalteten Pedalen. Aber die wunderbar schmatzenden Overdrive-Sounds des „Cube“, die mithilfe von Boost auch bis in Hardrock-Gefilde reichen, lassen sich so nicht in jeder Konstellation optimal nutzen (Stichwort „verzerrte Echos“ usw.).

Der Blues Cube Artist ist größer und bietet satte 80 Watt Leistung.

Kultivierter Klanggenerator

Apropos Hardrock, neben einem kraftvoll gespielten Drumset wirkt der gediegene Kleine nicht übermäßig laut. Aber unterhalb der Schmerzgrenze liefert er zuverlässigen Spielspaß. Bringt man alle Regler auf 12-Uhr-Position, drückt er schon richtig gut los und tönt dabei verblüffend charaktervoll. Knusprig, druckvoll, mit viel Wärme und gleichzeitig transparent. Keine Spur von flacher Dynamik, synthetischen Anklängen oder gar irgendwelchen digitalen Artefakten. So gut kann moderne Technik also klingen, Respekt!

Hört man demnach keine Unterschiede mehr zu den geliebten Röhrenköfferchen? Doch, im Direktvergleich mit einigen Tube-Combos zeigte sich der Blues Cube gutmütiger, im Spielgefühl entgegenkommender und im Overdrive-Bereich weniger aggressiv. Ob man das aber als qualitativen Unterschied werten kann, sei mal dahin gestellt. Das sollte der Interessent im Zweifelsfall besser unvoreingenommen ausprobieren und selbst entscheiden – Überraschungen nicht ausgeschlossen ...

Im Blindtest mit einigen geschätzten Kollegen favorisierten nämlich gut die Hälfte den Blues Cube-Crunch, der als besonders saftig und warm beschrieben wurde. Bei cleanen Settings waren es sogar zwei Drittel. Alt gediente Gitarristen lobten die „natürliche Kompression der Endstufensättigung“ und waren anschließend fassungslos, dass es sich um einen Modeling/Solid-State-Hybriden handelte. Das mag nicht repräsentativ sein, sagt aber einiges über die Qualitäten von Rolands „Tube Logic“-Verfahren.

Noch souveräner spielte der zweikanalige, noch flexiblere Blues Cube Artist mit 80 Watt und seinem größeren Gehäuse auf. Okay, selbst der überzeugte die Anhänger klassisch britischer Stacks unter meinen Gasttestern nicht. Für deren Hör- und Spielgewohnheiten klangen die „Cubes“ schlicht zu brav. Interessanterweise fiel aber das Urteil der Single-Coil-Spieler, die doch angeblich das Gras wachsen, sprich die Batterienmarke im Fuzzpedal heraushören, eindeutig zu Gunsten des „Artist“ aus.

Beide Amps kommen mit offenem Gehäuse und 1-x-12"-Speaker

Ist größer doch besser?

Ungläubiges Staunen und massive Selbstzweifel an der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit waren die Folge. Und da war die Eric Johnson „Tone Capsule“ noch gar nicht eingesetzt. Aber keine Sorge, alle Betroffenen konnten mittlerweile aus der Intensivbetreuung entlassen werden. Die Treffen der anonymen Tube-A-Holics könnten allerdings in nächster Zeit Zulauf bekommen. Kurzum, der „Artist“ ist ein absolut ernst zu nehmender Amp, der es durchaus mit der röhrenden Konkurrenz aufnehmen kann.

Auch aufgrund der unterschiedlich empfindlichen Inputs gibt es beim Artist noch mehr Headroom für Cleanes. Boost- und Tone-Funktion arbeiten dezenter, dafür gibt es den Crunch-Channel, der zwar die Gain-Reserven nicht nach oben erweitert, aber gezielte Abstufungen erleichtert. Hinzu kommt die „Dual Tone“-Funktion zum Simultanbetrieb beider Kanäle. Nichts Spektakuläres, aber ganz nett, wenn man das Gain in der Crunch-Sektion ausreizt und dann mit Clean etwas die Umrisse nachzeichnet.

Auch Presence-Regler, FX-Loop und Tremolo sind höchst willkommene Extras. Einzig die Bedienung des klassischen Effektes per Tap-Taster erscheint etwas gewöhnungsbedürftig. Wer das komfortabler haben möchte, sollte den hauseigenen GA-Footcontroller erwerben. Damit kann man die verschiedenen Funktionen verwalten und sogar noch zwei Controller-Pedale anschließen, um „Volume“ und „Master“ fernzusteuern. Wer es nicht ganz so üppig braucht, kommt mit zwei konventionellen Doppelfußschaltern aus.

Damit sind dann Kanalwahl und Dual Tone beziehungsweise der Status des Tremolos und der Effekt-Loop zugänglich; wie gesagt, Boost und Tone sind es leider nicht, was besonders schade ist, denn trotz der Bezeichnung können die Blues Cubes mehr. Bei vollem Gain lassen sich nämlich auch druckvolle Southern- oder Hardrock-Riffs (à la Deep Purple, Led Zeppelin, Black Sabbath, ...) schmieden. Rockfans, die auf The Answer oder die Rival Sons stehen, könnten also durchaus mal ein Ohr riskieren.

Dabei fällt auf, dass solche Klänge schon etwas Druck erfordern. Da schneidet der größere und stärkere „Artist“ besser ab als der kompakte „Hot“. Der hat wiederum die Nase vorn, wenn es gar nicht erst so laut werden darf; sprich, hier funktioniert die Power Control hörbar geschmeidiger. Es kommt also auf den Einsatzweck an. Wer allerdings in den Genuss der optionalen „Tone Capsules“ kommen möchte, hat keine Wahl. Die sind für den kleinen „Cube Hot“ nicht vorgesehen.

Alle übrigen Modelle der aktuellen Blues Cube-Serie lassen sich problemlos pimpen. Hierzu muss man lediglich den Amp vom Netzstrom trennen und anschließend eine kleine Abdeckung abschrauben, die sich auf der Unterseite des Amp-Chassis’ versteckt. Dahinter wird ein Multipin-Sockel sichtbar, in welchen man nun vorsichtig das gewünschte Sound-Modul einsteckt. Schutzkappe drüber, einschalten, fertig. Vier verschiedene Exemplare gibt es mittlerweile, zwei davon hatten wir zum Test.

Auf der Rückseite kann man durch Tausch der Tone Capsule den Klang der Amps deutlich ändern.

Doctor, can you make it ... smaller?

„Ultimate Blues“ nennt sich die „Tone Capsule“, die man mit Unterstützung von Blues-Master Kirk Fletcher entwickelt hat. Während das ursprüngliche Blues Cube-Programm auf einer traditionellen Endstufenschaltung mit 6L6-Röhren basiert, hat man sich hier auf die kleineren, runder klingenden 6V6-Modelle eingeschossen, deren Klang auf zahllosen legendären Aufnahmen verewigt wurde. Witzigerweise sieht die Kapsel selbst auch fast wie eine 6V6-Röhre aus.

Dreht man solche kleinen Amps voll auf, ergibt sich nämlich eine einzigartige Kompression, die den Ton singen lässt, ohne ihn durch zu viel Übersteuerung zu verwischen und die sich im Studio perfekt einfangen lässt. Meistens sind diese Amps dann aber für den Bühneneinsatz nicht stark genug. Da schlägt Roland nun zwei Fliegen mit einer Klappe. Hat man die Kapsel eingesetzt, leuchtet die Betriebsanzeige des Blues Cube nicht mehr rot, sondern grün. Viel wichtiger ist jedoch die neue Klangausrichtung.

Denn nun wird der zupackende 6L6-Charakter von einer ungeahnt süßen Wiedergabe abgelöst. Der Ton bleibt schön knackig, dabei dicht und satt, als hätte man einen hochwertigen Röhren-Compressor im Einsatz. „Tone“ lässt hier den Sound größer erscheinen. Zusammen mit „Boost“ wird das Ganze bemerkenswert flexibel. Die Gain-Reserven nehmen zwar insgesamt ab, dafür wird das Sustain ungemein „smooth“. Obwohl dieser runde Overdrive weniger Biss zeigt, liefert die 80-Watt-Endstufe jederzeit ausreichend Druck.

Kontrollierte Ekstase, sozusagen. Man denke etwa an „Layla“ von Eric Clapton, das seinerzeit mit kleinen Tweed-Combos aufgenommen wurde. Erstaunlich gut verträgt sich das mit unterschiedlichen Pickups und Gitarren. Klanglich geht die Reise dabei von Chicago Blues über Stax-Soul (Steve Cropper) bis Classic Rock im US-Style (Steve Miller, Eagles, Tom Petty usw.); für Härteres klingt es erwartungsgemäß zu gediegen. Logisch, dass für die „Ultimate Blues“-Kapsel andere Qualitäten zählen.

Auch wenn Eric Johnson in Europa nie echten Superstar-Status erreicht hat, gilt er nicht nur in den USA als Sound-Ikone. Umso erstaunter war man, als er sich 2014 entschloss, mit Roland zusammenzuarbeiten, um seine höchst individuellen klanglichen Vorstellungen in einer „Signature Tone Capsule“ in virtueller Form verwirklichen zu lassen. Dass der Gitarrist sich dafür begeistern ließ, kam für den japanischen Hersteller Roland gewissermaßen einem gitarristischen „Ritterschlag“ gleich.

So einzigartig wie der Texaner klingt dann auch diese „Tone Capsule“. Der Clean-Channel orientiert sich an Johnsons ausgesuchten Tweed-Deluxe-Combos und startet super-transparent mit glitzernden Höhen, dabei unten herum recht füllig. Erhöht man das Gain, erhält man einen drückenden Rhythmus-Sound. Vorsicht, die Bässe neigen dazu sich rasch aufzublähen. Mit einer knackig schlanken Strat kann man dem Johnson-Sound aber schon verblüffend nah kommen.

Noch extremer wird das im Crunch-Channel, für den Erics bevorzugter 100-Watt-Plexi Pate stand. Nun klingt kein alter Marshall, wie der andere. Aber dieses Modell scheint wirklich etwas ganz Außergewöhnliches zu sein. Die Übersteuerung ist so cremig wie eine dicke Sahnetorte. Bei zu viel Gain wird es indifferent. Das Mega-Sustain singt weich, im Verbund mit Humbuckern flötet es regelrecht. So entsteht er also, Johnsons legendärer „Violin Tone“. Sehr lecker, sehr kalorienreich und sehr speziell.

Das Sound-Besteck von Bluejazzer Robben Ford wurde auch schon „verkapselt“, was weitere Highlights erwarten lässt und nicht nur Fusion-Fans unruhig machen dürfte. Ganz besonders spannend erscheint mir auch die neueste „New York Blues Capsule“, die mit Studio-Crack Oz Noy entstand und die besten Eigenschaften des urbritischen Vox AC30 ins Blues Cube-Konzept integrieren soll.

So sieht die Tone Capsule von Eric Johnson beispielsweise aus.

Fazit, technische Daten & Wertung

Potz Blitz! Roland hat mit den Blues Cubes und den „Tone Capsules“ ein paar wirklich heiße Eisen im Feuer – unbedingt antesten! Überraschungen nicht ausgeschlossen. Und wer Gitarristenkollegen hat, die angeblich nichts mit diesen „Plastik-Modeling-Kisten“ zu tun haben wollen, sollte durchaus mal heimlich einen der Roland Blues Cubes heimlich ins Setup schmuggeln. Die Röhrensuche könnte etwas länger dauern. ;)

Technische Daten:

Blues Cube Hot
    Bauweise:    Gitarren-Combo
    Technik:    Modeling/Halbleiter
    Leistung:    schaltbar 0,5 W, 5 W, 15 W, 30 W an 8 Ohm
    Kanäle:    1
    Anschlüsse:    Input, Line-Out, Phones, Foot Sw (für Boost & Tone Select), Rec Out (USB, Type B)
    Regler und Schalter:    Boost, Tone, Volume, Bass, Middle, Treble, Reverb, Master, Power Control, Power
    Lautsprecher:     Roland „V12 80“ (80 Watt, 8 Ohm)
    Gehäuse:    Pappelschichtholz, Open Back
Gewicht:    12,6 kg
Maße (HxBxT):    413 x 433 x 239 mm
Zubehör:    Netzkabel, Fußschalter (optional, zum Beispiel Boss FS-6 oder FS-7)
Besonderes:    frequenzkorrigierter Line-Out bzw. Kopfhöreranschluss, USB-Anschluss für Recording
Hergestellt in:    China

Blues Cube Artist:
    Bauweise:    Gitarren-Combo
    Technik:    Modeling/Halbleiter
    Leistung:    schaltbar 0,5 W, 15 W, 45 W, 80 W an 8 Ohm
    Kanäle:    2 (Clean & Crunch)
    Anschlüsse:    Input High & Low, EFX Loop Send & Return, Line-Out, Phones, 3x Foot Sw (für Channel Select & Dual Tone, Tremolo & FX-Loop, Roland GA-FC), Rec Out (USB, Type B), Anschluss-Sockel für „Tone Capsules“ (Chassis-Unterseite)
    Regler und Schalter:    Ch Select, Dual Tone,
(Clean) Boost, Tone, Volume,
(Crunch) Boost, Tone, Gain, Volume
(Global) Bass, Middle, Treble, Tap, Tremolo, Reverb, Presence, Master, Power Control, Power
    Lautsprecher:     Roland „V12 80“ (80 Watt, 8 Ohm)
    Gehäuse:    Pappelschichtholz, Open Back
Gewicht:    16 kg
Maße (HxBxT):    485 x 592 x 260 mm
Zubehör:    Netzkabel, Fußschalter (optional, zum Beispiel Boss FS-6 oder FS-7 sowie GA-FC)
Besonderes:    frequenzkorrigierter Line-Out bzw. Kopfhöreranschluss, USB-Anschluss für Recording
Hergestellt in:    China

Wertung:

+ kultivierter Klang
+ variable Blues- bis Rock-Sounds
+ intuitive Bedienung
+ flexible Pegelanpassung
+ gut klingende Recording-Outs und Kopfhöreranschlüsse
+ umfassende Ausstattung
+ durchdachtes Gesamtkonzept
+ Preis-Leistungs-Verhältnis
-    Boost-Funktion nicht fernschaltbar („Artist“)
-    keine FX-Loop beim „Hot“-Modell

Preise (UVP):
Blues Cube Hot (30 W) – 605 €
Blues Cube Stage (60 W) – 769 €
Blues Cube Artist (80 W) – 989 €
Blues Cube Artist 212 (80 W) – 1.429 €
Blues Cube Tour Head (100 W) – 1.649 €
Blues Cube 410 Cabinet (100 W) – 1.539 €
GA-FC Footcontroller – 109 €
Boss FS-6 (Doppelfußschalter) – 69 €
Boss FS-7 (Doppelfußschalter) – 64 €

Vertrieb: Roland Deutschland
Weitere Infos: Roland Verstärker



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