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Test: Lehle Mono Volume 90 & Stereo Volume

Aus eins mach drei

Das Lehle Mono Volume hat dich begeistert, hat aber nicht zu deinem Setup gepasst? Hier kommt die Lösung, und das gleich doppelt!


Aus eins mach drei

Mit dem Mono Volume Pedal hat Effekt- und Schaltungsspezialist Lehle bewiesen, dass ein Lautstärkepedal viel mehr sein kann als nur ein Helfer, um laut und leise zu machen. Dennoch war das Pedal nicht perfekt für alle Anwendungen und Einsatzbereiche. Deshalb legt Lehle jetzt mit zwei weiteren Pedalen nach – die wieder voll überzeugen.

Als das Lehle Mono-Volume-Lautstärkepedal vor rund zwei Jahren in den Handel kam, waren anspruchsvolle Musiker und Klanggenießer schnell überzeugt. Denn der feine Schweller war nicht nur superrobust (bei Lehle ja quasi eine Selbstverständlichkeit), sondern bereitete das Signal für die nachfolgende Signalkette optimal auf und bot einige praktische Zusatzfeatures. So sind beispielsweise die ausgehenden Signale gebuffert bzw. niederohmig, das heißt, es passiert keine Dämpfung des Signals wie bei einem passiven Poti. Klar, das Ganze war und ist nicht geschenkt, aber für rund 200 Euro bekommt man auch wirklich viel. Allerdings konnte das Mono Volume nicht die Wünsche aller Musiker befriedigen. Dennoch bestehen große Parallelen, weshalb ich unseren Test des Lehle Mono Volume ((http://www.musicnstuff.de/guitars/article/test-lehle-mono-volume.html)) nur wärmstens empfehlen kann.

Genau deshalb legt Tüftler Burkhard Lehle jetzt noch zwei weitere Versionen dieses Pedals nach: die Modelle Mono Volume 90 und Stereo Volume. Ersteres ist technisch wie optisch dem Lehle Mono Volume sehr ähnlich, allerdings liegen die Anschlüsse nun nicht mehr vorne am Pedal, sondern seitlich (deshalb der Zusatz 90 im Namen). Laut Hersteller hatten sich das vor allem Pedalsteel-Spieler gewünscht, aber ich kann mir auch gut Gitarristen vorstellen, die diese Anordnung für ihr Pedalboard praktischer finden. Darüber hinaus findet sich hier neben dem Gain-Regler an der Front (der einen Boost von bis zu 12 dB erlaubt) ein Mini-Poti, mit dem man eine gewünschte Mindestlautstärke von stumm bis -10 dB (ca. 90 % Lautstärke) einstellen kann. Das ist besonders interessant, wenn man beispielsweise das Pedal dazu nutzen möchte, von einem Rhythmussound auf Solo „umzuschalten“ oder Ähnliches.

Das Lehle Stereo Volume dagegen – wie der Name schon vermuten lässt – ist komplett in Stereo aufgebaut. Man kann also sowohl mit zwei Signalen hineingehen und diese parallel regeln, kann das Pedal aber auch mono mit zwei Ausgängen betreiben oder zwei Eingangssignale über einen Ausgang ausgeben. Auch besteht die Möglichkeit, die Outputs symmetrisch abzugreifen. Hier ist man also völlig flexibel. Was hingegen zu den anderen Volume-Pedalen von Lehle fehlt, ist die Boostfunktion beziehungsweise die Möglichkeit, den zweiten Ausgang immer als Direktausgang des Eingangssignals zu nutzen. Aber dafür gibt es ja schließlich die anderen beiden Modelle.


Neben den Anschlüssen an der Seite befinden sich auf der Front noch Potis für Minimallautstärke und Boost.

Echt massiv

Packt man die beiden Pedale aus ihren edlen Verpackungen, spürt man direkt, wie massiv, sauber und solide sie gefertigt sind. Auch bei den verwendeten Komponenten im Inneren wird nicht gespart – schließlich will Lehle beste Performance und makellosen Klang bieten. So sorgen hochwertige Blackmer VCAs Made in USA für die Steuerung der Lautstärke. Die gewünschte Lautstärke misst dabei ein Hall-Sensor (benannt nach Edwin Hall) aus deutscher Produktion, der auf den eingebauten Magneten und den Regelweg des Pedals exakt kalibriert ist. Dadurch kann man  deutlich präziser und gleichmäßiger arbeiten als mit mechanischen Potis oder optischen Sensoren. Auch entstehen keine Nebengeräusche oder Kalibrierungsnotwendigkeiten.

Dementsprechend lässt es sich auch im besten Sinne unspektakulär mit den Lehle-Pedalen arbeiten. Sie tun einfach, was sie sollen, fühlen sich dabei erstklassig an und bringen den Klang von Beginn an auf den richtigen Weg. Und eigentlich gibt es ja bei einem Volume-Pedal auch gar nicht so extrem viele Punkte, auf die es ankommt. Da wäre zunächst das Spiel- bzw. Pedalgefühl. Und das ist bei beiden Lehle Volume-Modellen erstklassig. Die Pedale liegen solide wie eine Wand auf dem Boden, die Trittplatte ist angenehm groß und der Pedalweg angenehm weit – aber nicht zu weit. Die (Leicht-)Gängigkeit des Pedals kann man übrigens über eine Schraube ganz bequem anpassen.

Und wie sieht es mit dem Sound aus? Nun, zunächst mal ist der Regelweg beider Volume-Pdale schön gleichmäßig und gut dosierbar. Zudem wäre Lehle schließlich nicht Lehle, wenn die Pedale einfach „nur“ laut und leise regeln würden. Und so sind beide Modelle auch derart ausgestattet, dass sie das Signal aus dem Instrument optimal auf die folgende Signalkette vorbereiten und man möglichst wenig Signalverlust befürchten muss. Dass man beim Mono Volume 90 zudem das Signal noch boosten und eine Minimallautstärke vorwählen kann, macht es noch ein ganzes Stück flexibler. So ist es dann wirklich schon kaum mehr als schlichtes Lautstärkepedal zu betrachten.

Ich glaub ich she doppelt: In- und Outputs sind beim Lehle Stereo Volume natürlich je zweimal vorhanden.

Fazit, technische Daten und Wertung

Burkhard Lehle kann mal wieder voll überzeugen. Nach dem tollen Start mit dem Mono Volume erweitert er jetzt die Serie um zwei Modelle – so kann jeder genau das Lautstärkepedal bekommen, das er braucht. Allen Modellen gemeinsam ist die megarobuste Bauweise, die erstklassige Signalverarbeitung sowie bester Klang und tolle Bedienbarkeit. Das bisherige Mono Volume richtet sich dabei an den normalen Gitarristen, der schlicht ein Lautstärkepedal mit den gewissen Extras sucht. Das Mono Volume 90 ist prinzipiell vor allem für Pedalsteel-Spieler gedacht, ist aber auch für alle Musiker interessant, die die Ein- und Ausgänge lieber seitlich haben und/oder eine regelbare Mindestlautstärke brauchen. Das Lehle Stereo Volume schließlich ist genau dort das Passende, wo einfach nur zwei Signale (oder ein Signal, das an zwei Quellen gehen soll, oder zwei Signale, die an eine Quelle gehen sollen) in der Lautstärke parallel geregelt werden sollen. Gerade bei Studioanwendungen, für Keyboarder oder aufwendige Setups dürfte das genau das Richtige sein. Wer sich also gerade auf der Suche nach einem Volume-Pedal befindet oder gerade den optimalen Eingang für sein Effekt-Setup sucht, der ist hier in jedem Fall goldrichtig.

Technische Daten:

Typ:        Lautstärkepedal
Konstruktion:    Metallgehäuse
Anschlüsse:    Mono Volume 90: Input, Direct Out, Volume Output, 9 - 15 V, Stereo Volume:    2x Input, 2x Output, 9 - 15 V
Regler:        Mono Volume 90: Gain, Mindestlautstärke
Spannungsversorgung:    Netzteil, 9 -15 V, AC oder DC
Gewicht:    rund 1,5 kg
Maße (HxBxT):    65 x 260 x 100 mm
Besonderes:    innovative, verschleiß- und nebengeräuschfreie Technologie, Booster, Buffer & Splitter integriert (Mono Volume 90)
Hergestellt in:    Deutschland


Wertung:
+ massive, langlebige Konstruktion
+ beste Komponenten für hervorragenden Klang
+ vielfältige Zusatzfunktionen (Buffer, Booster, Splitter)
+ mehr Auswahl in der Serie
+ komfortables Bediengefühl am Fuß


Hersteller: Lehle;
Weitere Infos: Lehle Mono Volume 90
Lehle Stereo Volume

Preise (UVP): Mono Volume 90 – 259 €
Stereo Volume – 265 €




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