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Test: Harley Benton PowerPlant Tuner

Endlich Ordnung!

Unordnung auf dem Pedalboard? Mit dem Harley Benton PowerPlant Tuner bekommt man seine Effekte bestens in den Griff.


Endlich Ordnung!

Pedaleffekte erfreuen sich wieder großer Beliebtheit – auch, weil man mit ihnen seinen ganz persönlichen Sound herausarbeiten kann. Doch die vielen Einzelgeräte sind schon etwas unpraktisch. Verkabelung, Stromversorgung und Aufbau können viel Zeit kosten. Ein Pedalboard muss her. Und der perfekte Partner dafür (wenn man nicht extrem viele und spezielle Effekte nutzt) ist der Harley Benton PowerPlant Tuner, denn damit hat man im kompakten Format ein gutes Stimmgerät mit Mute-Funktion sowie Strom für bis zu acht 9-V-Geräte. Coole Sache.

Klassische Effektpedale erfreuen sich seit einigen Jahren wieder großer Beliebtheit. Sie sind vielleicht nicht so bequem im Handling wie etwa ein Multieffektgerät, doch dafür kann man sich die einzelnen Komponenten ganz nach persönlichem Anspruch auswählen und leichter seinen ganz eigenen Sound erreichen. Aber natürlich haben einzelne Pedale auch Nachteile. Sie sind im Normalfall nicht nur teurer, man muss sich auch um die Verkabelung, die Anordnung und die Stromversorgung kümmern. Und wer schon ein paar Mal einzelnen Pedale und alle notwendigen Kabel in einer Tüte zum Gig mitgenommen und dort aufgebaut hat, der weiß, dass das nicht nur einen selbst nervt, sondern auch Zeit kostet und damit auch alle anderen blockiert.

Die Lösung ist klar: Ein Pedalboard muss her. Darauf kann man alle seine Lieblingseffekte sicher unterbringen und dauerhaft verkabeln – und muss beim Aufbau einfach nur das Brett auf die Bühne packen, zwei Kabel (von der Gitarre und zum Amp) und dranstecken und kann direkt loslegen. Einfach praktisch. Was noch fehlt, ist die Stromversorgung der Pedale. Klar, die meisten Modelle kann man auch mit Batterien befeuern, aber das ist auf Dauer nicht nur teuer, sondern auch schlecht für die Umwelt. Abgesehen davon, dass man dann immer checken muss, ob die Batterien noch Saft haben und diese im Zweifelsfall wechseln muss.

Erfreulicherweise hat man mittlerweile eine große Auswahl verschiedenster Mehrfachnetzteile, also von Geräten, die mehrere Effektpedale mit Strom versorgen können. Dabei kann man auf eine große Range von günstigen Einsteigermodellen bis hin zu High-End-Geräten mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten zurückgreifen. Harley Benton erweitert jetzt das Programm an günstigen Mehrfachnetzteilen um den PowerPlant Tuner. Und der bietet gleich zwei Vorteile: Erstens kommt er im Pedalformat und passt deshalb optimal aufs Pedalboard, und zweitens wurde auch ein guter Tuner inklusive Mute-Funktion und True Bypass ins Pedal integriert. Gerade wer wenig Platz auf dem Pedalboard hat, wird sich darüber sehr freuen.

Was nun bietet der Harley Benton PowerPlant Tuner? Auf der Netzteilseite finden sich acht Ausgänge für 9-V-Pedale (sechs davon liefern bis zu 100 mA, zwei sogar bis zu 500 mA), dazu bekommt man acht Kabel für die Verbindung mit den Effektpedalen sowie zwei Polaritätswandler, die man in Ausnahmefällen für manche Geräte braucht. Zudem sind die einzelnen Sektionen von einander isoliert, so dass man keine Probleme mit allen Effekten bekommt, wenn ein Pedal Ärger macht, und das Pedal verfügt über Kurzschluss- und Überspannungsschutz. So sind die angeschlossenen Pedale gut geschützt. Der Tuner bietet dann ein schön helles und großes Display, soll sehr exaktes Stimmen erlauben und verfügt zudem über einen weiten Stimmbereich, so dass er auch für Bässe und Droptunings geeignet ist. Das klingt doch gut, also ab in die Praxis.


Die acht 9-V-DC-Ausgänge des Harley Benton PowerPlant Tuner sind schön platzsparend angeordnet.

Er funktioniert einfach

Dann holen wir das kleine Kistchen doch mal aus der Verpackung. Der Harley Benton PowerPlant Tuner kommt in einem schicken weißen Metallgehäuse, das sicher auch jahrelange Nutzung auf der Bühne und im Proberaum locker wegsteckt. Dazu gibt es Gummifüßchen für sicheren Stand und ein solide wirkender Schalter mit sauberem Druckpunkt. Die Klinkenbuchsen sind mit dem Gehäuse verschraubt, und auch die Netzteilbuchsen wirken sehr wertig.

Mit in der Packung befinden sich noch 14 Kabel (zwölf 9-V-DC-Modelle und zwei Polaritätswandler) sowie das Netzteil, das den PowerPlant Tuner mit Strom versorgt. Mehr braucht man nicht. Klare Sache, wer aufwendige Pedal-Set-ups hat und auch andere Spannungen als 9 Volt benötigt, der wird nicht glücklich. Aber für Otto Normalmusiker mit Standardpedalen ist hier richtig was geboten. Also, schnappen wir uns gleich mal einen Schwung Pedale und Klinkenkabel und legen wir mit dem Aufbau los.

Als Tuner packe ich den Harley Benton PowerPlant Tuner an die erste Stelle in der Signalkette und probiere zunächst die Stimmfunktion aus. Also, die Siebensaitergitarre im Drop-A-Tuning ausgepackt und ab ans Stimmgerät. Einige Tuner haben ja gerade mit tiefen Klängen schnell Probleme – nicht so dieses weiße Kistchen. Blitzschnell und sehr sauber erkennt es den aktuellen Ton und zeigt sehr hell und deutlich an, wann die Saite in tune ist. Geht es noch tiefer? Her mit dem Fünfsaiterbass, auch im Drop-A-Tuning. Mal sehen, ob das auch noch geht. Moment mal, gibt es etwa Probleme? Nein, Entwarnung. Was zu Beginn wie Probleme mit sehr tiefen Tunings scheint, ist nur eine Art „Überlastung“ durch den aktiven Bass. Also, mein Tipp: Wer sehr tiefe und kräftige Bässe stimmen will, einfach Volume auf die Hälfte drehen, dann funktioniert der Harley Benton PowerPlant Tuner perfekt.

Apropos: Der Fußschalter, mit dem man die Signalkette muten kann, wirkt sehr solide, man spürt gut, ob man geschaltet hat – und der Wechsel zwischen Sound und Stille funktioniert absolut geräuschlos. Kein Poppen, Knacken oder Ähnliches. So soll es sein.
 

Der PowerPlant Tuner ist schlicht designed und tut genau das, was er verspricht.

Genug Saft für alle

Kommen wir zur zweiten Funktion des Harley Benton PowerPlant Tuners, der Stromversorgung von Effektpedalen. Wie gesagt versorgt das kompakte Pedal „nur“ 9-V-DC-Pedale mit Strom, aber gerade für gewöhnliche Set-ups dürfte das locker ausreichen. Denn die meisten Einzeleffekte arbeiten dann doch mit dieser Spannung (und man kann sich den 9-V-Block-Terror sparen ;) ). An der Rückseite des Kistchens finden sich acht 9-V-DC-Ausgänge, wobei sechs bis zu 100 mA liefern und zwei mit bis zu 500 mA auch stromhungrige Effekte versorgen können. Dazu sind die Ausgänge von einander isoliert und bieten Kurzschluss- & Überspannungsschutz. Also selbst wenn etwas mit der Steckdose, an die man sein Pedalboard hängt, etwas nicht stimmt, stehen die Chancen gut, dass die Pedale keinen Schaden davon tragen.

Damit man auch jeden Platz auf dem Pedalboard gut erreicht, liegen dem Harley Benton PowerPlant Tuner satte zwölf 9-V-DC-Kabel in verschiedenen Längen und mit teils geraden, teils gewinkelten Steckern bei. Das sollte problemlos reichen, um seine Pedale optimal auf dem Pedalboard zu platzieren und die Kabel sauber und ohne Zug verlegen zu können. Dazu kommen noch zwei Adapterkabel zur Wandlung der Polarität, was bei einigen Pedalen notwendig ist. Die Kabel sitzen sowohl am Harley Benton wie auch bei meinen im Test verwendeten Geräten schön fest und wackelfrei. So lösen sie sich auch dann nicht, wenn doch mal jemand versehentlich ein Pedal verrutscht und am Kabel zieht.

Insgesamt fühlt sich beim Harley Benton PowerPlant Tuner alles sehr wertig und robust an, damit dürfte man lange viel Spaß haben. Und wenn man sein Pedalboard nicht ständig ändert, ist ja der Vorteil, dass man die Pedale einmal zusammensteckt und dann die Kabel einfach eingesteckt lässt – was die Buchsen an allen Geräten schont – und die Kabel ganz nebenbei auch noch.

Das alles steckt im „Harley Benton PowerPlant Tuner“-Paket.

Fazit, technische Daten & Wertung

Der Harley Benton PowerPlant Tuner ist ein straight designetes Gerät, das genau das macht, was es soll. Man bekommt eine Kombination aus einem Stimmgerät mit Mute-Funktion und einem Mehrfachnetzteil, die erfreulich wenig Platz auf dem Pedalboard wegnimmt. Der Tuner arbeitet sehr schnell und präzise, das Display ist schön groß und so hell, dass man auch bei Tageslicht deutlich sieht, was es anzeigt. Und das Mehrfachnetzteil verrichtet ganz unauffällig und nebengeräuscharm seinen Dienst und versorgt die Effekte zuverlässig mit Strom. Dazu kommt die schöne Auswahl an Kabeln, die mitgeliefert wird. Wer also noch kein Stimmgerät hat – oder mal eines für die Bühne sucht – und auch ein Mehrfachnetzteil für seine Effekte möchte, der liegt mit dem Harley Benton PowerPlant Tuner für kleines Geld ganz richtig. Und für diejenigen, die nur ein Mehrfachnetzteil suchen, hat Harley Benton einige interessante Alternativen im Programm. Die kosten dann noch mal deutlich weniger.

Typ Stimmgerät mit Mehrfachnetzteil
Bauweise
Effektpedal (massives Metallgehäuse)
Anschlüsse
Guitar In, Guitar Out, 9-V-DC-In, 8 x 9-V-DC-Out (6 x 100 mA, 2 x 500 mA)
Bedienelemente
Mute-Fußschalter
Stimmbereich
12 - 4.186 Hz
Genauigkeit ±1 cent
Gewicht 300 g
Maße (H x B x T) 70 x 55 x 122 mm
Zubehör Netzteil, 12 x DC-Kabel, 2 x Polaritätswandler
Besonderes sehr kompakt, helles Display, True Bypass, isolierte Sektoren, Kurzschluss- & Überspannungsschutz
Hergestellt in

China

 

Wertung:
+ solides Metallgehäuse
+ schön platzsparend
+ reichlich Kabel dabei
+ keine Sound-Beeinträchtigung
+ sehr exaktes Stimmen (für Gitarren & Bässe)
+ fairer Preis

Preis: 65 €

Anbieter: Musikhaus Thomann
Weitere Infos: Harley Benton PowerPlant Tuner

 

 



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