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Test: Dean Markley Helix-Saiten

Mehr klingt mehr

Dean Markleys Helix-Saiten klingen durch ein neues Wicklungsprinzip megafett und satt – fühlen sich dabei aber immer geschmeidig an.


Mehr klingt mehr

Saiten sind für uns Gitarristen ja ein ganz heikles Thema. Schließlich bestimmen sie zu einem guten Teil, wie sich das Instrument anfühlt, wie stimmstabil es ist und wie es klingt. Deshalb sollte man sich nicht mit der erstbesten Saite zufrieden geben sondern durchaus verschiedene Hersteller und Stärken probieren. Dean Markley hat jetzt mit den Helix Strings einen interessanten neuen Ansatz im Angebot.

Sind Saiten nicht einfach nur irgendwelche Drähte? Kommt es nicht viel mehr auf die Gitarre an, auf die sie gespannt werden? Nun ja, wie so oft ist das auch in diesem Fall eine Frage des schwächsten Glieds der (Sound)Kette. Sicher kann man mit hochwertigen Saiten aus einer Billiggitarre kein Weltklasseinstrument machen – aber sie schaden sicher auch nichts. Genauso wird man mit schlechteren Saiten den Klang eines tollen Instruments sicher nicht komplett kaputt bekommen – aber man verschenkt eben doch jede Menge Sound. Grund genug, die Drähte mit Bedacht auszuwählen.

Der zweite Grund, warum man bei diesem Thema durchaus herumprobieren sollte, ist der, dass man nur so gut klingt, wie man sich fühlt. Und die Saiten sind nun mal die Verbindung zwischen uns und unserem Instrument. Hier kann man keine Vorgaben machen, da entscheidet der persönliche Geschmack. Während sich manch einer so fette Seile auf die Gitarre spannt, dass man meint, damit sollten sich auch Brücken stützen lassen, bevorzugen andere hauchdünne Modelle die schon beim Anschauen zu reißen drohen. Genug Auswahl gibt es auf jeden Fall mittlerweile. Unterschiedlichste Stärken und Kombinationen sind da im Angebot, Nickel und Stahl, Beschichtet oder nicht, mit Ballends und ohne.

Ein Hersteller mit reichlich Erfahrung und hochwertigen Produkten für E- und A-Gitarre sowie Bass (aber auch Banjo oder Mandoline) ist Dean Markley aus Glendale in den USA. Seit mittlerweile gut 40 Jahren arbeitet man in Arizona an der perfekten Saite. Jetzt hat man sich mit den Helix Strings etwas Neues einfallen lassen, um noch mehr aus jedem Instrument zu holen. Denn während normalerweise bei den umwickelten Saiten ein runder Draht um die Kernsaite gewickelt wird, setzt man bei Dean Markley auf einen elliptischen Querschnitt. Dadurch bekommt man auf der gleichen Länge mehr Wicklungen mit weniger Luft dazwischen unter – und somit mehr Masse pro Saite.

Davon versprechen die Entwickler sich nicht nur mehr Klang und ein besseres Sustain, sondern auch eine deutlich längere Haltbarkeit. Das klingt doch auf jeden Fall nicht schlecht und ist mal einen Versuch wert. Für diesen Test bekamen wir den LTHB-Satz von Dean Markley, also die „Light Top, Heavy Bottom“ Variante, die ich persönlich sehr schätze, da die umwickelten Saiten schön straff sind, man in den hohen Lagen aber immer noch schöne Bendings machen kann ohne sich die Finger zu brechen.


Die Helix-Saiten von Dean Markley werden verschweisst ausgeliefert, damit sie absolut frisch sind, wenn man sie aufzieht.

Ab auf die Gitarre

Dann packen wir die Saiten doch direkt mal auf unsere Testgitarre. Vom Handling her verhalten sich die Dean Markleys jedenfalls ganz normal – und auch optisch ist kein auffälliger Unterschied zu den Produkten anderer Marken festzustellen. Also, alles festziehen, einmal durchstimmen, kurz dehnen und nachstimmen – und los geht es. Schon rein akustisch merkt man, dass die Saiten richtig satt und voll klingen – und dabei schön ausgewogen. Die Gitarre schwingt sehr gleichmäßig und lang aus. Auch das Spielgefühl ist wunderbar, genau so wie man es sich wünscht. Doch was sagt der Verstärker dazu?

Tatsächlich liefern die Saiten ein ordentliches Pfund an den Amp – das liegt sicher im oberen Bereich des Marktes. Wer also bislang Probleme mit einer eher dünn und zaghaft klingenden Gitarre hat, sollte die Helix-Saiten mal ausprobieren, bevor er dem Instrument mit Werkzeug zu Leibe rückt. Die meisten Musiker unterschätzen ja den Einfluss, den die Wahl der Besaitung auf das Instrument hat, deutlich. Hier jedenfalls gibt es satt was auf die Röhren, schön warm und fett klingt meine – sonst eher an der Grenze zum zu höhenlastigen kratzende – Gitarre mit den Dean Markleys.

Ob schnelles Riffing oder ausgiebige Bendings in hohen Lagen, die Helix Strings geben mir ein gutes Feedback und lassen sich schön greifen und ziehen. Dazu erweisen sie sich auch als sehr stimmstabil, so wünscht man sich das. Wenn du also gerade sowieso auf der Suche nach neuen Saiten bist, sollten die Dean Markley Helix auf deiner Testliste stehen. Was ich jetzt im Test noch nicht überprüfen konnte, ist, ob die Saiten wirklich – wie vom Hersteller versprochen – bis zu fünfmal länger halten, dafür sind sie noch nicht lange genug auf der Testgitarre. Aber die Info werde ich nachliefern, versprochen. Sollte den so sein, würde sich auch der etwas höhere Preis relativieren. Wobei die Helix-Saiten mit einem Ladenpreis von rund 7 Euro durchaus noch sehr bezahlbar sind.

Auf der Rückseite der Verpackung erklärt Dean Markley die Unterschiede in der Umwicklung der Saite.

Technische Daten & Wertung

Typ Speziell gewickelte Saiten für E-Gitarren
Saitenstärke
.010, .013, .017, .030, .042, .052
Material

Nickelstahl im Compressed-Winding-Verfahren um einen hexagonalen Stahlkern gewickelt

Hergestellt in USA

 

Preis (UVP): 9,21 €


Wertung:

+ schön satter Klang
+ Hochwertige Verarbeitung
+ langes, gleichmäßiges Sustain
+ hohe Stimmstabilität


Vertrieb: Sound Service
Weitere Infos: Dean Markley Helix Electric Guitar Strings



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