Kontakt -  Heft -  Impressum -  Termine -  Newsletter 

Besuche unsere Facebook-Seite Folge uns auf Twitter Videos von MusicnStuff auf Youtube Folge uns auf G+ MusicnStuff auf myspace Besuche unsere Instagram-Seite

Test: Ampeg SCR-DI

Ampeg in a Box

Mit der SCR-DI bietet Ampeg die bekannten Signature-Sounds des Herstellers im Pedalformat.


Ampeg in a Box

Viele Rockbasser stehen auf den klassischen Ampeg-Sound. Doch nicht für jeden Job eignet sich das fette SVT-Top mit dazugehöriger, gerne noch fetterer Box. Da wäre es spitze, wenn man sich diesen Klang einfach ins Gigbag packen könnte. Die SCR-DI macht das möglich – und noch so einiges mehr, denn sie ist DI-Box, Preamp, Verzerrer und Übungsamp in einem.

Einfach brüllend laut loszurocken macht den meisten Musikern riesigen Spaß. Klar, das ist verständlich, macht nur dummerweise in den meisten Alltagssituationen, denen man als Bassist begegnet, so gar keinen Sinn. Wer übt schon daheim mit einem brüllend lauten Verstärker? Oder wer hat noch nie beim Soundcheck gehört, dass er doch bitte mal leiser machen soll – von der Schlepperei vor und nach dem Gig gar nicht zu reden. Und auch im Studio ist so ein gut klingender Preamp – zumindest als zweite Spur zum Dazumischen – sehr praktisch.

Nur: Wo bekommt man jetzt seinen echten Ampeg-Sound her? Na, da wendet man sich doch am besten direkt an diesen Hersteller. Das US-Unternehmen bietet seit kurzem die SCR-DI an, ein recht kompaktes Pedal, das diverse Funktionen in sich vereint. Zunächst mal ist es ein Mehrkanal-Preamp inklusive Fußschalter, dazu auch DI-Box, Verzerrer und Übungsamp. Das ist doch ’ne ganze Menge. Doch wie man das von Ampeg gewohnt ist, ist alles komplett analog und übersichtlich aufgebaut. Also, werfen wir einen Blick auf das Kistchen.

Das aus rostfreiem Zink gefertigte Pedal ist ordentlich groß und mit rund 1,2 kg auch ein ganz schöner Brocken – steht also auch für sich alleine sicher. Dafür sorgen auch die vier Gummifüßchen, in denen sich die Schrauben befinden, mit denen man die Bodenplatte ohne Werkzeug entfernen kann – was nötig ist, um den 9-V-Block zu tauschen, wenn man denn unabhängig von einer Steckdose sein will. Auch kann man hier den Eingangspegel grundsätzlich um 15 dB absenken, was sinnvoll ist, wenn man sehr outputstarke Pickups bzw. einen aktiven Bass spielt. Die Stromversorgung werden die meisten allerdings lieber über ein externes Netzteil sicherstellen. Das muss allerdings dazugekauft werden – oder man hat sowieso schon ein Mehrfachnetzteil für sein Pedalboard.

Ein- und ausgangsseitig hat man bei Ampeg ebenfalls nicht gespart. Direkt neben der Input-Buchse liegt ein Thru-Ausgang, mit dem man das pure Basssignal weiterleiten kann, etwa zu einem Amp, einem Effektgerät oder einem Stimmgerät. Direkt darunter befinden sich die Aux-In-Buchsen (3,5- und 6,3-mm-Klinke), über die man zum Beispiel Backingtracks zum Üben einspielen kann. Diese sind ausschließlich am Phones Out zu hören – womit wir auch schon auf der Gegenseite wären. Dort finden sich zudem noch ein unsymmetrischer Line Out sowie der symmetrische XLR-Ausgang mit Ground Lift – beide Ausgänge liefern das bearbeitete Signal, gerne auch parallel, etwa um per Klinkenkabel in einen Amp zu gehen und per XLR dem Mischer ein optimales Signal zu liefern. Dazu kommt noch der Anschluss fürs Netzteil – fertig.


Die Ampeg SCR-DI bietet flexible Anschlussmöglichkeiten. Egal ob man sie vor dem Amp, direkt ans Pult oder als Übungshelfer nutzen möchte.

Flexibel steuern

Bleibt noch die Oberseite des Pedals, auf der man alle Funktionen regelt und schaltet. Wer schon mit Ampeg-Produkten gearbeitet hat, der wird sich hier auf Anhieb zurechtfinden. Rechts oben befinden sich Volume, der Dreiband-EQ sowie der Aux-Regler, mit dem man das Verhältnis von eingespielter Musik zum Ampsignal regelt. Dazu kommen – ganz Ampeg-typisch – ein Ultra-Lo-und ein Ultra-Hi-Taster, mit dem man diese Bereiche des Frequenzbildes noch mal ordentlich boosten kann. Mehr braucht man nicht, um verschiedenste Sounds von funky knallend bis Reggae-mumpfig abzurufen.

Links daneben hat man dann noch zwei Regler – die wie alle Potis angenehm satt laufen und dadurch recht verstellsicher sind –, mit denen man den Scrambler genannten Verzerrer einstellt. Per Drive wählt man den gewünschten Zerrgrad an, per Blend regelt man, wie viel Zerre man dem „cleanen“ Signal zumischt – von 0 bei Linksanschlag bis reiner Zerrsound, wenn man den Regler voll aufreißt. Sehr praktisch, denn wenn man die Zerre nur dazumischt, bleibt der knallige Grundsound und das Signal vermatscht deutlich weniger.

Dazu gibt es zwei Fußschalter, einen zur Aktivierung des Pedalsounds, einen für den Scrambler. So kann man – wenn man das Pedal als Vorschaltgerät vor einen Amp hängt – aus einem einkanaligen Verstärker blitzschnell einen Vierkanaler machen. Man stellt also beispielsweise einen schön knalligen Funksound am Amp ein, hat dann mit aktiviertem Pedal einen satt knurrigen Rocksound und kann für Soli oder heftige Parts noch den Scrambler zuschalten. Und Kanal vier? Den bekommt man, wenn man den Scrambler solo – also ohne den Ampeg-Schaltkreis – nutzt. Inwieweit das dann mit dem Grundsound des Amps klanglich harmoniert, muss man sehen. Aber prinzipiell besteht die Möglichkeit.

Auch in Sachen Outputs ist die Ampeg SCR-DI für verschiedenste EInsatzmöglichkeiten bestens gerüstet.

So muss es klingen

Das ist ja alles schön und gut, auf dem Papier ist das Ampeg-Pedal also ein rundum durchdachtes Teil. Doch wenn der Sound nicht stimmt, hilft das gar nichts. Doch hier kann ich direkt Entwarnung geben. Es steht Ampeg drauf – und genau das kommt auch raus. Und zwar unabhängig davon, ob man die SCR-DI vor den Amp hängt, direkt ins Mischpult spielt oder den Kopfhörerausgang nutzt. Coole Sache. So bietet sich das Ampeg-Pedal als flexible Allzweckwaffe für anspruchsvolle Bassisten an, die diesen klassischen Sound lieben.

Denn man kann aus dem Ampeg schon unterschiedliche Sounds holen, aber der Grundklang bleibt immer klassisch satt und angenehm musikalisch. So hat man hier einen Übungsamp, den man immer dabei haben kann, ein cooles Tool für Aufnahmen (und sei es nur für eine zusätzliche Spur) und eine Klangerweiterung für die Bühne. Zudem ist das kleine Kistchen natürlich auch perfekt für Basser, die auch mal über fremde Amps spielen (müssen). Mit der SCR-DI hat man seinen persönlichen Sound immer dabei. Und wenn der Verstärker doch abrauchen sollte, kann man immer noch direkt ins Pult spielen und hat weiterhin einen erstklassigen Sound.

Preislich ist die Ampeg SCR-DI dabei äußerst fair. Denn bedenkt man die solide Bauweise, die vielfältigen Funktionen und den tollen Klang, bekommt man hier für nicht mal 300 € ein Multitalent, dass einen ein Bassistenleben lang begleiten und einem immer wieder Freude machen wird. Und man hat einfach ein gutes Gefühl, wenn man in jeder Situation eine hervorragende Backup-Lösung in der Tasche hat. Gerne mehr davon.

Die Ampeg SCR-DI ist sehr robust und mit Liebe zum Detail gefertigt.

Technische Daten & Wertung

Bauweise

Preamp-Pedal/Verzerrer/DI-Box

Kanäle
2
Anschlüsse

Input, Thru, 2x Aux-In, Phones, Line Out, XLR Out, 9 - 12 V DC

Regler & Schalter

Volume, Bass, Mid, Treble, Aux Level, Ultra Lo, Ultra Hi, Scrambler Drive, Scrambler Blend, On/Off, Scrambler On/Off, Ground Lift

Gewicht
1,2 kg
Maße (H x B x T)
56 x 193 x 110 mm
Hergestellt in
China

 
Wertung:
    + angenehm musikalischer, klassischer Ampeg-Sound
    + solide Bauweise
    + vielseitig einsetzbar

Preis (UVP): 296 €
Vertrieb: Mega Audio
Weitere Infos: Ampeg SCR-DI



Das könnte dich auch interessieren:





layout-domain.tmpl