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Special: 60 Jahre Fender Stratocaster

Happy Birthday, Strat!

Fenders Stratocaster feiert 60. Geburtstag. Grund genug, einen Blick auf ihre Entstehungsgeschichte zu werfen.


Happy Birthday, ...

Kaum zu glauben, dass es die Fender Stratocaster nun schon seit 60 Jahren gibt. Denn sie wirkt auch heute noch absolut Up-To-Date. Und wenn man sich mal anschaut, wie viele Hersteller aktuell mit mehr oder weniger offensichtlichen Nachbauten dieser legendären Konstruktion ihre Ehre erweisen, dann hat Leo Fender damals ganz offensichtlich eine Menge richtig gemacht.

Satte sechs Jahrzehnte hat Fenders Stratocaster mittlerweile schon auf dem Buckel. In dieser Zeit avancierte sie nicht nur zum wohl beliebtesten Gitarrendesign aller Zeiten, sie inspirierte auch unzählige Musiker zu noch mehr Songs. Und das in nahezu allen Stilistiken. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass Fender damals dieses Modell kreierte? Und was macht es bis heute so erfolgreich?

Die Geschichte der Strat, wie die Gitarrenikone von Fans liebevoll genannt wird, beginnt im Jahr 1952. Ihre ältere Schwester, die Telecaster, hatte ihren Siegeszug gerade erst gestartet. Doch der Pragmatiker Leo Fender wollte mehr. Von den vielen Rückmeldungen der Gitarristen zur Tele inspiriert wollte er ein Modell erschaffen, das dieser in allen Belangen überlegen sein sollte – und diese über kurz oder lang auch komplett ersetzen sollte. Was, wie wir heute wissen, überhaupt nicht geklappt hat. Stattdessen hat Fender zwei unglaublich erfolgreiche Modelle im Programm.

Aber zurück auf Start: Die Händler wünschten sich von Fender vor allem ein edleres Modell, um etwas zu haben, das mit Gibsons Les Paul konkurrieren konnte. Viele Musiker hingegen wünschten sich mehr klangliche Flexibilität und ein Vibrato-System. Dazu fanden nicht wenige Spieler den Flachen, recht unkonurierten Korpus der Telecaster auf Dauer zu unbequem. Es gab also einiges zu tun.

Bei der neuen Korpusform orientierte man sich an einem Modell aus dem eigenen Haus: dem Precision Bass. Zudem ließ man sich auch von den damals beliebten fließenden Formen aus dem Automobilbau inspirieren. Dazu kamen noch eine Abflachung auf der Vorderseite, um die Greifhand bequem abkegen zu können, und eine Aussparung auf der Rückseite, durch die sich der Korpus elegant an den Spieler schmiegt.


Er zeigte in den 1960ern, dass man einer Stratocaster noch deutlich mehr an Sounds entlocken kann.

Mehr Sounds, mehr Möglichkeiten

Der Wunsch vieler Gitarristen damals war es, möglichst viele Sounds aus einem Instrument zu holen. Bis zu fünf Tonabnehmer wurden vorgeschlagen. Leo Fender meinte stattdessen, dass einer oder maximal zwei genügen müssten. Man einigte sich auf den Kompromiss mit drei Single Coils, wie wir ihn bis heute kennen. Diese wurden Anfangs per Dreiweg-Schalter verwaltet. Man konnte also eigentlich jeden Pickup einzeln ansteuern. Der heutzutage so beliebte Fünfweg-Schalter kam serienmäßig erst in den 1970ern. Es war allerdings möglich, mit etwas Gefühl auch die Zwischenpositionen abzurufen, sodass die Schalter damals nicht auf den jeweiligen Positionen einrasteten.

Als etwas problematischer erwies sich da schon die Konstruktion des Vibrato-Systems (das bei Fender bis heute als Tremolo bezeichnet wird). Die erste Version lies Leo Fender aus Blech fertigen. Als die damit ausgestatteten Prototypen zum ersten Test ausgeliefert wurden, war das Feedback allerdings so niederschmetternd, dass das System nochmal komplett neu konstruiert werden musste. Die ursprüngliche Variante hatte so viel der Schwingungen der Gitarre geschluckt, dass diese einfach nur noch dünn klang. Dadurch verzögerte sich übrigens die Markteinführung der Stratocaster um ein Jahr.

Doch 1954 war es dann soweit: Das neue Modell wurde auf die Gitarrenwelt losgelassen – war aber offensichtlich seiner Zeit so weit voraus, dass es einige Jahre dauerte, bis sie in Sachen Verkaufszahlen die Telecaster übertreffen konnte. Und dass sie ihre ältere Schwester nicht komplett ersetzte, ist ja auch mehr als offensichtlich. Doch nach und nach überzeugte sie immer mehr Musiker von ihren Qualitäten. Und natürlich wurde sie auch immer mal wieder überarbeitet. Doch das Grundprinzip blieb bis heute gleich und ist immer noch faszinierend genial.

Ritchie Blackmore zeigte in den 1970ern, wie heavy eine Strat klingen kann.

Der endgültige Durchbruch

Ihren Siegeszug rund um die Welt trat die Fender Stratocaster in den 1960er an. Denn mit dem Aufkommen der Beat- und Rockmusik spielten unzählige junge und sehr angesagte Künstler eine Strat – auch weil sie die bei ihren Vorbildern gesehen hatten. Aber Gitarristen wie Jimi Hendrix, Jeff Beck oder Eric Clapton hoben das Spiel auf ein völlig neues Niveau und erzeugten – gemeinsammit neuen Verstärkern und Effektgeräten – Klangwelten, die nicht von diesem Planeten zu stammen schienen.

Ab den 1970ern sorgten Rockvirtuosen wie Ritchie Blackmore, Yngwie Malmsteen und Eddie Van Halen für frischen Wind in der Musikwelt – und weckten gleichzeitig den Bedarf für eine zunehmende individualisierung der Strat. Ob nun Humbucker, Floyd-Rose oder spezielle Halsformen – für jeden gibt es mittlerweile das passende Modell. Doch weiterhin liegen auch die traditionellen Modelle hoch im Kurs. Auf jeden Fall hat man heutzutage eine riesige Auswahl und kann sich bei Fender, je nach Geschmack und Geldbeutel, das passende Modell für sich aussuchen.

Übrigens: Anlässlich des Jubiläums hat Fender einige Sondermodelle mit verschiedenen Features am Start. Welche genau, das kannst du hier nachlesen.

Info: Fender Deutschland



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