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Workshop: Fit for Drums, Folge 2 – Richtiges Sitzen für entspanntes Spielen

Finde deinen Mittelpunkt!

Lerne dich und deinen Körper kennen, damit du spezielle Reaktionen auf Situationen abstellen kannst und in jeder Spiellage entspannt bleibst.


Finde deinen ...

Sicherlich ist jeder Schlagzeuger schon mal an seine Grenzen gekommen – sei es situationsbedingt, stressabhängig oder aufgrund mangelnder Ausdauer. Was passiert in diesen Momenten mit dem Körper? Er verkrampft. Das führt über kurz oder lang zum Aus. Erfahre in dieser Fit-For-Drums-Workshopfolge, wie du dich entspannen kannst und bilde die Basis, um jede Situation relaxt zu meistern.

Welcher Schlagzeuger hat es nicht auch schon einmal erlebt. Bei einem Song, der in einem relativ hohen Tempo gespielt wird, zieht man die Schultern nach oben und zusammen. Zudem ist der Blick dabei nach unten gerichtet. Dadurch werden der Schulter- und Nackenbereich dabei angespannt. Weitere Phänomene dabei sind, dass die Stöcke sehr fest gepackt werden und die Unterarmmuskulatur angezogen ist. Dabei werden die Ellenbogen sehr eng an den Oberkörper angelegt. Man bekommt bei diesem Spielverhalten ein einengendes und unbewegliches Gefühl.

Schultergelenk und Ellenbogen werden recht steif und die Schlagbewegung erfolgt bei fixierten Handgelenken aus dem gesamten Unterarm. Dabei spielt man mit einer hohen Bewegungsintensität und einem extremen Krafteinsatz sowie Energieaufwand. Diese Anspannungen abzubauen und Übungen zum lockeren und entspannten Spielen sind Inhalte dieser und der kommenden Workshop-Folgen.

Es wirken insgesamt sehr hohe Belastungen auf bestimmte Körperteile. Die durch die zu starke Kontraktion der Muskeln entstehende Spannung führt zu Schmerzen im Schulterbereich, die sich bis in den Rücken aber auch die Arme ausweiten können. Bei zu häufigem Auftreten solcher Fehlhaltungen und Fehlbewegungen kann es zu langfristigen Beschwerden und Schädigungen kommen.

Neben diesen körperlichen Auswirkungen leidet außerdem die musikalische Qualität. Da die Schultern und damit auch die Arme nicht in der richtigen Spielposition sind, haben die Gelenke nicht ihre natürliche Bewegungsfreiheit, was sich negativ auf die Bewegungsqualität sowie den Spielfluss auswirkt. Ein sauberer Bewegungsfluss ist nicht zu erreichen. Das Timing wird ungenau, da im Groove oder Fill die Trommeln und Becken nicht gezielt und sauber erreicht werden. Zudem wird der Sound durch die Anspannungen dumpf und gepresst.


Schiefes Sitzen oder Schulter hochziehen – es gibt viele Positionen in denen der Körper förmlich verkrampfen muss. Achte auf eine ausgewogene Balance zwischen Grundspannung und Lockerheit.

Sitzhaltung – Raus aus der Routine und der Anspannung

Diese Handlungsweisen beim Spielen laufen automatisch und unbewusst ab. Im Laufe der Zeit hat man sich ein solches Spielverhalten angeeignet und ruft dieses in den entsprechenden Situationen ab. Jedoch merkt man teilweise nicht, welche Auswirkungen dies auf den Bewegungsfluss und die Bewegungsqualität und damit auf den Körper und die Musik hat.

Um diese körperlichen und musikalischen Folgen zu verhindern, muss man also beim Spielen immer locker und entspannt bleiben. Dazu ist eine stabile und aufrechte Sitzhaltung notwendig. Das Becken wird aufgerichtet und der Oberkörper in eine aufrechte Position gebracht. Die Schultern bleiben locker. In dieser Position liegt der Körperschwerpunkt über der Hüfte und man erreicht die richtige Balance zum Spielen. Der Oberkörper ist nach oben gerichtet, die Schulterpartie geweitet.

Damit sind die Schultergelenke in einer natürlichen Position, sodass die Arme frei und beweglich agieren können. Dafür ist eine gewisse Grundspannung notwendig, um nicht schlaff in sich zusammenzusacken. Man spricht hier vom so genannten Muskeltonus. Jedoch darf diese Grundspannung nicht zu stark werden, da sie sonst droht in eine Verspannung oder gar Verkrampfung überzugehen. Das Verhältnis aus notwendiger Spannung und Lockerheit muss also gewährleistet sein.

Um körperlichen und musikalischen Folgen zu verhindern, muss man also beim Spielen immer locker und entspannt bleiben. Dazu ist eine stabile und aufrechte Sitzhaltung notwendig.

Fit For Drums – Übungen zum Finden der Balance

Ist diese Position bei entsprechendem Muskeltonus eingenommen, werden auf Hi-Hat und Ride-Becken 16tel-Noten gespielt (Übung 1).

Übung 1:



In der nächsten Übung wird die Bassdrum in 1/4tel-Noten dazu getreten.


Übung 2:



Dabei musst du darauf achten, dass dein Oberkörper in der geschilderten Haltung bleibt und du die notwendige Spannung hast, aber nicht angespannt und verkrampft bist. Achte dabei genau auf die Position der Schultern und das Spannungsverhältnis der Muskeln im Oberkörper. Auf diese Art bleibst du beim Spielen locker und entspannt.

Weitere Übungsvariationen werden im Video gezeigt. Diese Lektionen helfen dir beim Spielen - vor allem in höherem Tempo und über längere Zeiträume – deutlich entspannter und ökonomischer zu agieren. Zudem reduzierst du merklich die körperlichen Belastungen.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Üben.

Euer Flo

Video



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