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Test: Shure PG Alta Drumkit 6

Ein Kit fürs Set

Mit dem Drumkit 6 aus der neuen PG Alta-Serie bietet Shure ein relativ günstiges Set von Drum-Mikros, das den Fußstapfen der etablierten Größen aus eigenem Haus folgt.


Ein Kit fürs Set

Neben den langjährigen Klassikern der SM- und Beta-Serien hat Shure seit geraumer Zeit auch günstigere Modelle im Angebot – die PGs. Diese werden nun durch die PG Alta-Modelle abgelöst, die mit einigen Verbesserungen aufwarten.

Zum Test erhielten wir das Set „Drumkit 6“, das in einem guten und formstabilen Softcase ausgeliefert wird und aus PGA52 für Bassdrum, PGA57 für Snare, zwei PGA56 für Toms oder alternativ auch Snare und zwei PGA81 für Cymbals/Overheads besteht. Schon die Verpackung enthält Infos zu weiteren Anwendungen der Typen, richtig informativ ist das vielsprachige Manual: Hier erhalten gerade Neulinge wirklich fundierte und schon umfassende Infos zu Aufbau und Positionierungen am Drumset – sehr gut!

Der Koffer ist mit passgenauen und transportsicheren Inlays versehen, selbst zwei Rim-Klemmen und sechs (!) Kabel samt Klettbändern finden darin Platz. Lobenswert ist auch die vollständige Ausstattung mit Reduzier-Gewinden aller Halter – so geht plug and play!

Ein gutes Feature sind ferner die Schnellverschlüsse an den in den Mikro-Korpus integrierten Stativhaltern von PGA52 und 56, das geht fix und ohne Gefummel: Einfach Hebel aufklappen, Winkel einstellen und Hebel wieder schließen. Je nach gewünschter Festigkeit könnt ihr den Druck auch mit dem Schraubendreher nachjustieren.

Der Aufbau geht zügig von der Hand, die Verarbeitung ist gut und fast alles sitzt. Ein wenig schade ist, dass die einfach konstruierten und etwas plump anmutenden, aber guten Rim-Klemmen, die grundsätzlich für die PGA56 und die Toms gedacht sind, gut an Spannreifen anzubringen sind, nicht aber an RIMS-Halterungen. Alle numerischen Bezeichnungen sind an echte Klassiker des Shure-Programms angelehnt: SM57, SM81 (Kleinmembrankondensator der Oberklasse) und Beta 56 – Tradition verpflichtet, oder?


Das PGA52 reproduziert die Bassdrum überzeugend, der Kick-Anteil ist ebenfalls deutlich vorhanden.

Die Mikrofone im einzelnen

Das schwarze und recht kompakte PGA52 liefert ordentlich Pegel und ein sattes Lowend. Die Tiefe einer Bassdrum wird überzeugend reproduziert, der Kick-Anteil ist ebenfalls deutlich und leicht schmatzend vorhanden. Im Vergleich zum allseits und zu Recht beliebten Beta52 fehlt lediglich die Klarheit in den tiefen Mitten und eine feiner abgestimmte Balance von Bass, Anschlag und „Luft“ in den Höhen, um diesen stimmigen, sehr professionellen Gesamteindruck zu erreichen.

Die PGA56 für die Toms sind schön kompakt und damit gut zu positionieren. Für kleine Toms empfehle ich mehr Nähe für Direktheit und Druck, der Nahbesprechungseffekt sorgt dann für genug Fülle bei gleichzeitig guter Transparenz. Bei großen Toms empfiehlt sich dagegen mehr Abstand, um einer Tendenz zum Dröhnen zu begegnen.

Beim PGA57 an der Snare ist eine Ähnlichkeit zum legendären SM57 durchaus hörbar, allerdings ist es pegelschwächer und in den Höhen matter, in den mittleren Frequenzen leider auch ein wenig metallisch anmutend. Mit etwas gezieltem EQ-Einsatz bei ca 10 kHz und 3-4 kHz ist hier aber gut Abhilfe zu schaffen.

Auch die PGA81 eifern ihrem Namens-Verwandten nach, können das vielfach teurere Modell aber erwartungsgemäß nicht erreichen. Bei größerem Abstand klingen sie sehr indirekt und trotzdem tendenziell scharf. Meine Empfehlung ist, näher ’ran an die Cymbals (ca 50cm), aber nicht direkt aufs Metall ausrichten, sondern daran vorbei auf die Trommeln. Somit erreicht ihr einen ausgewogeneren und trotzdem präsenten Sound, der auch das gesamte Set von oben abbildet. Und nehmt euch ruhig mal die Zeit, mit den im Manual empfohlenen Stereo-Positionen XY, ORTF und AB zu experimentieren, das lohnt sich absolut!

Die guten Rim-Klemmen, die grundsätzlich für die PGA56 und die Toms gedacht sind, lassen sich gut an den Spannreifen anbringen, nicht aber an RIMS-Halterungen.

Fazit / Bewertung

Mit dem Drumkit 6 aus der neuen PG Alta-Serie bietet Shure ein relativ günstiges Set von Drum-Mikros, das den Fußstapfen der etablierten Größen aus eigenem Haus folgt. Bei sorgfältigem Umgang und gekonnt gezieltem EQ-Einsatz könnt ihr gute Ergebnisse erzielen und einen anspruchsvollen Drum-Sound übertragen.

Wertung:
+ gute Verarbeitung
+ sehr gute Ausstattung
+ angemessener Preis
+ PGA 52 und 56 liefern gute Sounds
-  PGA 81 klingen sehr indirekt


 

 

 

Preise / Technische Daten

Vertrieb
Internet
Preise (UVP) Shure PG Alta Drumkit 4 299 EUR
  Shure PG Alta Drumkit 6 499 EUR
  Shure PG Alta 52 (Bassdrum) 139 EUR
  Shure PG Alta 56 (Toms) 84 EUR
  Shure PG Alta 57 (Snare) 69 EUR
  Shure PG Alta 81 (Overheads) 145 EUR

 

 

Technische Daten
Wandler Shure PG Alta 52 dynamisch
  Shure PG Alta 56 dynamisch
  Shure PG Alta 57 dynamisch
 
Shure PG Alta 81
Kondensator
Charakteristik Shure PG Alta 52 Niere
  Shure PG Alta 56 Niere
  Shure PG Alta 57 Niere
 
Shure PG Alta 81
Niere
Frequenzgang Shure PG Alta 52 50 Hz - 12 kHz
  Shure PG Alta 56 50 Hz - 15 kHz
  Shure PG Alta 57 70 Hz - 15 kHz
 
Shure PG Alta 81
40 Hz - 18 kHz
Zubehör 2 Klemmen
  6 XLR Kabel
  Transportkoffer

 

 

 



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