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Test: Schlagwerk Cajokick

Fußkräftige Unterstützung

Schlagwerks Cajokick verspricht mehr Kreativität.


Fußkräftige ...

Mehr Kreativität am Arbeitsplatz – das verspricht die Cajokick von Schlagwerk. Trotz ihres Namens ist es nicht nur was für Cajonspieler, auch Gitarristen können von dem Gerät profitieren.

Schlagwerk ist einer der größten deutschen Percussionhersteller, der noch in Eigenregie und hier im Lande produziert. Vor allem bekannt für ihre erstklassigen Cajons versuchen sie zunehmend über den „Tellerrand“ zu schauen, um dem Musiker mehr Kreativität in Bezug auf sein Instrument zu ermöglichen. So auch bei der Cajokick – ein ganz und gar nicht aus Holz hergestelltes Instrument.

Die Idee hinter der Cajokick ist dem Cajonspieler oder Gitarristen – quasi allen Musiker die beide Hände voll zu tun haben – die Möglichkeit zu bieten, mit seinem Fuß weitere Instrumente spielen zu können. Klar geht das zum Teil auch mit „realen“ Instrumenten, wie beispielsweise das Bedienen einer Hi-Hat. Bei einer Clave oder Guiro sieht das allerdings schon ganz anders aus. Auch auf den Vergleich bezüglich des Transportaufwandes zwischen Cajokick und den einzelnen Instrumenten braucht hier sicher nicht eingegangen zu werden, da dieser auf der Hand liegt.

Das Cajokick wird gut verpackt angeboten. In der kleinen 16 x 11,5 x 8 cm Box findest du zum Gerät selbst eine gummiartige Anti-Rutsch-Matte, einen Abstandswinkel für besseren Tretkomfort, eine kurze gut beschriebene Bedienungsanleitung sowie Klettbänder. Letztere sind für die direkte Montage an der Cajon gedacht. Nicht im Lieferumfang enthalten sind Batterien sowie das Netzgerät, was du für 14,90 Euro (UVP) aber kaufen kannst.


Die Cajokick funktioniert mittels Netzteil oder Batterie. Für letzteres musst du den Boden des Gerätes abschrauben.

Bedienung

Bevor es richtig losgehen kann, benötigst du Strom, einen Verstärker sowie ein Klinkenkabel. Zuerst der Strom: Das Cajokick funktioniert mit Batterie (9 V Block) oder mittels Netzgerät. Entscheidest du dich für ersteres, musst du dafür den Boden des Geräts abschrauben. Achte beim Einlegen auf die Polung. Unschön ist, dass das Öffnen des Bodens die komplette Elektronik freilegt. Das sollte anders gelöst werden. Eine Unachtsamkeit und man kann seine Lötkunst unter Beweis stellen. Ist die Batterie eingelegt oder das Kabel angeschlossen, brauchst du nur noch deinen Verstärker mit dem Cajokick verbinden. Dazu benötigst du ein Klinkenkabel.

Alles angeschlossen, kann es losgehen. Ich betone das deswegen, weil die Klinkenbuchse zugleich als An- und Ausschalter des Geräts wirkt. Nur mit eingestecktem Klinkenkabel funktioniert es. Diese Information ist vor allem wichtig, wenn du die Cajokick im Batteriebetrieb nutzt – nicht, dass sie gleich leer ist. Viel zu beachten gibt es dann nicht und auch die Bedienung des Geräts an sich ist selbsterklärend.

Drei Regler steuern die Cajokick: Laustärke, Empfindlichkeit des Sensors und die Anwahl des Instruments. Während letzterer gerastet ist, sind die beiden anderen stufenlos einstellbar. Wofür der Lautstärkeregler sein soll, sollte dir klar sein. Allerdings empfehle ich dir diesen, bevor du das Gerät an deinen Verstärker anschließt, auf minimal zu stellen, damit es keine unschönen Knacksgeräusche gibt. Ganz anders beim Regler für die Empfindlichkeit des Triggers: Hier ist Ausprobieren angesagt. Hast du eine Stellung gefunden, dann merk sie dir gut.

Apropos Trigger: Der Trigger reagiert – abhängig von der eingestellten Empfindlichkeit – sehr gut. Auch schnelle Patterns sind möglich. Positiv anzumerken ist zudem, dass er nicht nur „Sound an“ und „Sound aus“ kann, sondern auch leicht dynamisch anspricht. Das macht das Spiel mit dem elektronischen Fuß klanglich noch natürlicher.

Die verschiedenen Sounds kannst du über den Regler in der Mitte anwählen.

Sounds und Möglichkeiten

Der dritte Regler im Bunde beherbergt die Ansteuerung der einzelnen Instrumente. Durch Drehen des Reglers wählst du das gewünschte Instrument aus. Insgesamt gibt es zwölf, die da wären: Cajon Bass, Bassdrum, BD Synth, Hi-Hat, Ride, Rimshot, Cowbell, Tambourine, Cabasa, Handclap, Clave und Guiro. Übrigens: Während du ein Instrument anwählst, mutet sich das Gerät automatisch – es stellt sich stumm. Dies dient dem Vorbeugen von Knacksgeräuschen.

Die Cajokick kannst du mit dem Fuß aber auch mit der Hand bzw. deinen Fingern spielen. Bist du Cajonspieler, dann nutze die mitgelieferten Klettstreifen, um das Gerät direkt an der Cajon zu befestigen. Hierzu klebst du die Bänder an eine der Seiten des Instruments und befestigst wiederum daran die Cajokick. Achte dabei auf die Positionierung. Durch diese einfache Befestigungsmöglichkeit kannst du schöne Ride-Pattern spielen, die du mit deinem Fuß nicht so ohne weiteres hinbekommen würdest. Denn gerade Cajonspieler sind für ihre Fingerfertigkeiten bekannt – warum dann nicht auch einsetzen.

Für optimales Spielgefühl benötigt man einen sicheren Halt der Cajokick. Dies löst Schlagwerk mittels zwei verschiedener Ideen: Hast du einen Teppich, dann hält das Klett, was auf der Unterseite des Geräts befestigt ist, die ganze Sache sicher fest. Auf Linoleum, Parkett oder gar Fliesen hilft das mitgelieferte Gummiband. Auch hier wird die Cajokick mittels Klett fixiert. Durch die Länge des Gummibandes steht jedoch der gesamte Fuß darauf – wenn man nicht selber schiebt statt tritt, hält es zumindest das Gerät in Reichweite.

Dass das Cajokick bis zum Letzten durchdacht ist, merkt man an kleinen Dingen, wie dem Keil im 90 Grad Winkel. Auf das Gummiband geklettet, kannst du so den Neigungswinkel des Geräts variieren. Gerade beim Spielen in sitzender Position werden dadurch optimale Triggereigenschaften garantiert und ein Überstrecken des Fußes vermieden.

Fazit / Preise / Technische Daten

Zum Schluss möchte ich noch mal hervorheben, dass das Cajokick – auch wenn es der Name so vermuten lässt – nicht nur ein nützlicher Gefährte für Cajonisten oder Percussionisten sein kann. Auch Gitarristen, und hier denke ich vor allem an Alleinunterhalter oder Singer-Songwriter, die meist ohne Rhythmussektion ihre Gigs bestreiten, kann das Cajokick durchaus hilfreich sein sprichwörtlich nicht aus dem Takt zu kommen.

 

Wertung:
+ guter Sound
+ robuste Qualität
+ solide Verarbeitung
+ vielseitig einsetzbar
- umständlicher Batteriewechsel
- Klackgeräusche bei der Rasterung

 

Hersteller: Schlagwerk
Web: www.schlagwerk.com
  www.cajokick.de
Preise (UVP): Cajokick 219 Euro
  Netzadapter 14,90 Euro
   
   
technische Daten  
Maße/Gewicht ca. 120 x 90 x 35 cm / 350 g
Gehäuse Aluminiumdruckguss
Ausgang 6,3 mm Klinkenbuchse (unsymmetrisch)
Drehregler Lautstärke
  Sensorempfindlichkeit
  zum Soundwechsel
  (mit „Mute“-Funktion beim Wechsel)
Betriebsspannung 9 Volt DC (entweder Batterie oder via Netzteil)
Instrumente Cajon Bass
  Bassdrum
  BD Synth
  Hi-Hat
  Ride
  Rimshot
  Cowbell
  Tambourine
  Cabasa
  Handclap
  Clave
  Guiro

weitere Bilder



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