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Workshop: Musiker-Business, Teil 6 – Bandpräsentation

„Du hast den Farbfilm vergessen …“

Der erste Eindruck ist oft prägend: Vom Bandfoto bis zur vollständigen Pressemappe – hier erfährst du, worauf du achten musst.


„Du hast den ...

Bandpräsentation, EPK, Fotos, Pressemappen??? Ich will doch nur Musik machen! Jaja, manchmal scheint der Rattenschwanz an Aufgaben rund um den Karriereaufbau kein Ende zu nehmen. Wenn ihr an dem Punkt angekommen seid, an dem ihr eure Bandpräsentation auf solide Füße stellt, habt ihr aber schon einen großen Schritt in die richtige Richtung und euch Gedanken um ein professionelles Auftreten gemacht. Fangen wir mal beim ersten Eindruck an, den ihr bei euren Fans und euren Geschäftspartnern hinterlassen möchtet.

Der erste Eindruck wird oft durch das Bandfoto geprägt. Es ist auf Plakaten zu sehen, wird bei Gig-Bewerbungen und Bemusterungen an Radiosender verschickt und ziert vielleicht sogar euer Cover oder Booklet.

Jeder weiß: Ist der Ruf erst ruiniert ...! In diesem Fall lebt es sich aber nicht besser damit, sondern macht jegliche Versuche karrieretechnisch auf die Füße zu kommen nahezu unmöglich. Wenn euer Bandfoto das Erste ist, was euer Gegenüber in die Hand bekommt, dann muss dieses Foto denjenigen dazu bewegen, mehr von euch wissen zu wollen! Fotografien von Bands vor Backsteinmauern oder mitten im Wald? Lasst die Finger davon! In der frühen Punk-Ära vor 30 Jahren durften das vielleicht noch ein paar Bands machen, aber heutzutage erwartet man schon ein bisschen mehr Kreativität in der Präsentation. Würdet ihr euch daran orientieren, möchten wir euch bitten noch einmal die letzte Folge zu lesen, in der beschrieben ist, dass viele Bands den A&R’s oftmals alte Hüte als neue Schuhe verkaufen wollen.

Wenn ihr wisst, was eure USP ist, dann bringt diese in den Kontext eures Bildes, sodass jedem sofort auffällt, dass eure Musik etwas Besonderes ist. Für diesen Zweck gibt es auch Fotografen, die sich auf Künstlerfotos spezialisiert haben und mit euch zusammen ein Bildkonzept aus eurer USP erarbeiten können.

Das Aushängeschild „Bandfoto“ sollte ebenso individuell wie formatgerecht sein. Damit ist gemeint, dass es oft nicht ausreicht ein einziges Bild zu haben und dieses für jeden Zweck zu verwenden. Ein Booker möchte sich beim Anblick des Bildes auf eure Live-Performance freuen, ein Radiomoderator möchte vielleicht lieber eure Songwriting-Künste darin widergespiegelt sehen und die Presse druckt vorzugsweise gute Bilder ab, die beides verbinden.

Spart bitte nicht an der falschen Stelle und macht euch die Mühe verschiedene Fotos mit dem Ausdruck eurer USP zusammen zu stellen. Dann könnt ihr weit mehr Türen damit aufstoßen und schneller auf das nächste Karrieretreppchen steigen. Das Bandbild ist ebenfalls Teil eurer Pressemappe und sollte solange euer Aushängeschild sein, bis ihr vielleicht ein neues Album rausbringt und euch ein wenig entwickelt. Seht es wie ein Bewerbungsbild, das sollte auch immer auf dem aktuellsten Stand sein.


Das Bandfoto – ohne Konzept oft vergurkt! Gerne darf es kreativ sein und Lust auf mehr machen, wie hier bei der Band Chvrches.

Pressemappe und EPK – WTF???

Auch der Pressetext ist ein kleiner Fettnäpfchen-Parcours, den nur wenige Bands meisterlich beherrschen. Niemand liest gerne „Zuerst kam XY in die Band, dann YZ und nachdem XY wieder ausgestiegen ist, hat uns der ZX kurzzeitig an den Drums ausgeholfen.“ Diese Story holt leider niemanden hinter dem Ofen vor.

Mit dem Pressetext verhält es sich wie mit dem Foto – es soll Lust auf mehr machen. Und das schafft ihr am besten, indem ihr euch eine gute Story überlegt. Ob diese frei erfunden ist und eure künstlerische Kreativität zum Ausdruck bringt oder ob ihr eine wahre Geschichte auf Lager habt, die euch in die Presseberichterstattung katapultiert, ist unerheblich. Es geht nur darum, dass euer Gegenüber beim Lesen dieses Textes das Verlangen bekommt eure Musik zu hören und allen davon erzählen möchte. Denkt daran: KEEP IT SHORT AND SIMPLE BUT ARTISTIC!

Auch hier wird eure Identität repräsentiert und dieses Mal habt ihr – im Vergleich zu eurem Foto – auch noch die Chance das Ganze zu verbalisieren. Macht euch aufgrund eurer USP ein Konzept, wie ein Text über euch funktionieren kann und was euch selbst dazu bewegen würde aufgrund von ein paar Zeilen eine CD einzulegen. Auch in diesem Bereich gibt es Profis, die sich nur mit dem Schreiben von Bandbios und Pressetexten befassen. Es gilt darüber hinaus das gleiche Prinzip wie beim Foto: Verschiedene Texte für die verschiedenen Adressaten könnten sich als nützlich erweisen.

Auf einem Blick: Inhalt einer Pressemappe

Inhalt einer Pressemappe

Wenn ihr dann einen oder mehrere Texte sowie ein paar tolle Bilder habt, geht es darum alles in Einklang zu bringen und zu einer Pressemappe zu formen. Das kann eine physische Mappe sein, die ihr als Print-Ausgabe verschickt, das kann auch ein EPK (electronic press kit) sein, welches nur für den Online-Einsatz gedacht ist. Die folgenden Infos gehören in jedem Fall in beide Varianten:

-    persönliches Anschreiben
-    kreative, individuelle Bandbio
-    professionelle Bandfotos
-    Kontaktdaten und Links
-    Promoerfolge (Radio, TV, Print)
-    Gigliste (max. 2 Jahre)

Bedenkt dabei auch die Aktualität! Wenn ihr alle Texte auf bspw. eine Klapp-Mappe drucken lasst, dann bestellt nur so viele Exemplare, wie ihr tatsächlich in einem bestimmten Zeitraum braucht, bevor ihr das nächste Mal aufgrund eines neuen Albums eure Daten aktualisieren müsst. Entscheidend ist auch die Haptik eurer Mappe, denn euer Gegenüber möchte sich freuen eure Pressemappe in den Händen zu halten, also seht bitte von Schnellheftern aus eurer Schulzeit und dergleichen ab. Das ist wenig repräsentativ für einen kreativen Künstler. Für euer EPK eignet sich ein komprimiertes PDF-File, welches ihr mit euren Artworks und Fotos gestalten könnt. Dieses könnt ihr auch auf eurer Homepage zum Download bereitstellen. Das erleichtert Journalisten oftmals die Materialrecherche und zeugt von Professionalität.



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