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Workshop: Meet the Doublebass, Teil 6

NON-Doublebass Meets Doublebass

In jedem Trommler schlummert ein Doublebass-Spieler. Wie du ihn mit einfachen Tricks und Übungen erwecken kannst, zeigt dir Alexander Holzwarth.


NON-Doublebass ...

In jedem Trommler schlummert ein Doublebass-Spieler. Wie du ihn mit einfachen Tricks und Übungen erwecken kannst, zeigt dir Alexander Holzwarth in dieser Folge von Meet The Doublebass.

Viele Schlagzeuger sind begeistert von den großen Doublebass-Trommlern, die es untenrum so richtig schön rollen lassen können. Und trotzdem: Fragt man den ein oder anderen, traut sich kaum einer selbst so recht ran. Und dabei gibt es viele Situationen, in denen man als Schlagzeuger gerne mal Doublebass spielen möchte – sei es bei schnellen Bassdrum-Pattern, um was Neues zu probieren oder schlicht, um einfach mal so richtig anzugeben.

Es gibt ein paar Tricks, die dir helfen werden deine Ideen sofort umzusetzten. Wie, erfährst du hier in diesem Crashkurs. Nach diesem Kurs solltest du die am meisten verbreitetsten fußakrobatischen Systemkombinationen umsetzen können.
 
Voraussetzung ist, dass du die Hi-Hat schon mal getreten hast. Wenn nicht, ist das auch kein Hindernis, denn du spielst ja lediglich Viertel oder Achtel. Übrigens: Kannst du die Hi-Hat gut treten, dann bist du gegenüber dem Doublebass-Spieler klar im Vorteil. Zumindest zeigt mir das die Erfahrung aus den Doublebass-Doping-Kursen im drummer’s focus. Auch der Doppelschlag, der bei diesen Hilfs-Pattern von entscheidender Bedeutung ist, sollte durch dein Single-Pedal-Spiel einigermaßen gut trainiert sein.

Hier noch ein paar Grundregeln, bevor du startest:
Bei allen Übungen ist der erste Groove immer ein Singlepedal-Groove, der dann durch eine sogenannte Orchestration zu einem Doublebass-Pattern umfunktioniert wird. Du kannst all diese Systemkombinationsbausteine mit einer Realtime-, Halftime- oder Uptempo-Snare versehen. Zur besseren Veranschaulichung und um das Ganze etwas bunter zu gestalten, spiele ich die Übungen mit unterschiedlichen Snare-Varianten. Die Haupt-Hand (in meinem Fall rechts) spielt dabei immer Achtel.


Übung 1 und 2

Die folgenden Crashkurs-Pattern sollen dich inspirieren, dir in deinem musikalischen Umfeld gebräuchliche Doppelpedal-Attacken zurecht basteln zu können. Entfalte deine Kreativität!

Starte bei Übung 1 mit einem der simpelsten aber effektivsten Grooves, bei dem du mit der Hi-Hat die Achtel trittst und mit dem rechten Fuß dazu die Offbeats spielst.



Läuft das gut, dann geht es jetzt zur sogenannten " Orchestration", indem du mit dem Fuß einfach vom Hi-Hat-Pedal auf das linke Slave-Pedal oder die linke Bassdrum wechselst. Spiele dabei weiterhin immer das Gleiche. Du führst jetzt mit dem linken Fuß. Das machen bei durchgehenden Doublebass-Grooves übrigens Drummer wie Vinny Paul, Gregg Bisonette, Dennis Chambers, Tommy Aldridge und viele mehr.


 
Am Schluss der zweiten Übung habe ich ein sogenanntes "Shortcut"-Pattern als ein Kreativ-Beispiel notiert. Shortcut nenne ich es deswegen, weil hier aus der Grundbassdrum-Figur ein kleiner Teil heraus geschnitten und in einen simplen Groove eingesetzt wird. Hier solltest du ansetzen. Füge die Shortcuts an allen möglichen Positionen ein und baue dir deine eigenen Signatur-Grooves. Natürlich kannst du hier mit der rechten Hand und der Snare unglaublich viele Varianten entwickeln. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.




Als nächstes wanderst du mit dem linken Fuß wieder auf die Hi-Hat und spielst Achtel. Fülle nun mit Achtel-Triolen auf. Übrigens ein Groove, der von Dennis Chambers sehr oft zu hören ist.



Das klingt zwar schon sehr ansprechend, wird aber mit der Orchestration des linken Fußes noch cooler! Beachte das rollende Feeling im Vergleich zu jenem in Singles gespielten Staccato-Feel der Achtel-Triolen. Diese Variante empfindet man als weicher, ja sogar etwas grooviger.

Der technische Fuß-Satz (RLRLRL) klingt immer etwas mechanischer, was im Metal natürlich erwünscht ist. Für alle anderen Stilistiken ist diese Variante (LRRLRR) auf jeden Fall genauso interessant, wenn nicht sogar besser geeignet.



In diesem Shortcut-Beispiel spielt die Snare Viertel, also die Downbeats.



Übung 3 und 4

Nun zu einem Uptempo-Groove, bei dem die Hi-Hat die Snare auf der 1&, 2&, 3&, 4& begleitet. Diesmal beginnt der rechte Fuß auf der Time. Der Groove wird oft im Punk verwendet. Hier trittst du wieder einen Doppelschlag, der von der 2 und 4 ausgeht.


Geh mit Links wieder auf das Zweitpedal und spiele die Snare auf 3, dann hörst du eines der bekanntesten Doublebass-Breakbeat-Pattern der 1990er: Panteras Song „Becoming“ mit Vinny Paul an den Drums. Thema Breakbeats: Darunter versteht man Short Rolls, die meistens die Gitarre unisono begleiten.



Bei dieser Übung habe ich kein Shortcut-Pattern entworfen, weil dieser orchestrierte Groove für sich steht und man eigentlich nichts mehr hinzufügen kann. Ein Kult-Pattern!


Bei der vierten Ünung macht dein linker Fuß erstmal Pause. Wir schweifen etwas ab und spielen den Punkgroove von Übung 3 langsamer. Diesen Groove solltest du unbedingt in dein Repertoire einbauen, da er sehr weit verbreitet ist. Spiele jetzt den Doppelschlag aber triolisch oder anders gesagt: shuffle den Doppelschlag. Das heißt: Die erste und dritte Triole wird gespielt, die zweite wird ausgelassen.



Für etwas mehr Würze füllst du die ausgelassene zweite Triole mit dem linken Fuß ein: Fertig!

Übung 5 und 6

In Übung 5 wird die Hi-Hat als Viertel getreten. Dabei „rumpelt“ die rechte Doppelschläge von "&" weg.



Orchestriere wie sonst auch.



Auch hier lasse ich den Shortcut weg, denn nun bist du gefragt. Das Pattern steht aber auch so für sich und wird im Metal als „der Ride" bezeichnet.

Zum Abschluss gibts mit Übung 6 noch ein Fill-Beispiel für dich, in dem ich willkürlich eine der Figuren herausgepickt habe, um dir zu veranschaulichen, was mit ganz einfachen Mitteln möglich ist.



Orchestration? Shortcut? Entfalte deine Kreativität. Jetzt!

Viel Spaß!
Euer Alex

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