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Workshop: Meet The Doublebass, Teil 5

Septuplets meets Doublebass

Alex führt dich durch die Welt der Siebener – inkl. cooler Grooves.


Septuplets meets ...

Fünf plus Zwei ergibt Sieben – und damit die Fortsetzung zum Thema ungerader Doublebass-Metren. Nach den Fünfern im letzten Teil ist nun der größere Bruder, der Siebener an der Reihe. Es wird spannend und eine weitere Reise ins Ungewisse.

Sich nach den Fünfern gleich die Siebener vorzunehmen ist clever, wenn auch spielerisch nicht leicht. Der Vorteil liegt in der Vergleichsmöglichkeit mit den Fünfern. So fühlen sich Septolen tatsächlich ähnlich wie Quintolen an. Soll heißen: Wenn du dir die Quintolen schon drauf geschafft hast, ist die halbe Miete schon drin.

Etwas ungriffig und ungewohnt fühlen sie sich trotzdem wieder an. Was daran liegen mag, dass es sich bei allen ungeraden Metren – ab den Dreiern – immer um eine Mischung aus binären und ternären Werten handelt: bei den Fünfern aus Sechzehnteln und Sechstolen, bei den Siebenern aus Zweiunddreißigstel und Sechstolen. Der Backbeat fällt wieder auf den linken Fuß, der Downbeat – die Viertel – auf den rechten und linken Fuß.

Jetzt heißt es erst mal rantasten. Um das Raster zu begreifen, solltest du dich zuerst auf das neue Spielgefühl einlassen und versuchen die sieben Schläge unterzubringen. Hier hilft es, wenn du dir die Eckpunkte – die Viertel – als Zielpunkte vorstellst und dich wie auf einem Seil jonglierend auf den Weg machst. Um geradeaus zu balancieren, variiere, statt mit dem Gewicht (bei der Seilakrobatik), mit der Geschwindigkeit deiner Bassdrumschläge – natürlich nur minimal. Die oberste Priorität liegt darin, die nächste Viertel zu erwischen. Zähle dazu, und zwar alle sieben einzelnen Schläge: eins-zwei-drei-vier-fünf-sechs-sie.

Achtung Falle! Nicht „sieben“ Zählen, sondern „sie“. Sieben ist zweisilbig und das kann dich schnell rausbringen. Schon Mike Portnoy machte während seiner Workshoptour auf diese Tücke aufmerksam: Eins-zwei-drei-vier-fünf-sechs-sie-ben. Ergibt? Richtig: acht. Also zähle nicht beide Silben in der Zahl Sieben, sonst sind das auf ein Viertel gepackt ja normale, gerade Zweiunddreißigstel.


Als erstes solltet ihr euch die Time Signature der Siebener draufschaffen.

Die DNA – die Time Signature

Schaff dir die Mischungen, wie Fünfer, Siebener und Neuner, drauf, indem du dir die innere Struktur – die DNA – der jeweiligen Gruppierung, die sogenannte Time Signature, wie ein Wasserzeichen einprägst. Mit diesem Mittel hast du alle "Nolen" immer sofort parat. Halbiere die Sieben, um den größeren Bogen zu erfassen. Zähle immer nur jeden zweiten Anschlag, drehe dabei den Takt so um, dass du immer wieder auf den Downbeat (die Viertel) kommst. Das ergibt in diesem Fall einen Umdreher unmittelbar nach jedem vierten Schlag. Die Time Signature: Eins(-)zwei(-)drei(-)vierEins(-)zwei(-)drei(-)vierEins(-)zwei(-)drei(-)vier …

Zusätzlich offenbart sich ein angenehmer Nebeneffekt: Du kannst nach dem Üben von Quintolen, Septolen und Neunolen plötzlich sehr leicht schneller spielen. Das hört man immer wieder von Doublebass-Größen, wie zum Beispiel Derek Roddy: "Ihr werdet schneller, wenn ihr euch mit der Kontrolle in eurem Spiel befasst!" Und das ist der entscheidende Punkt: Mit was lässt sich ein kontrolliertes Spielen besser üben, als mit etwas schwer Kontrollierbarem?

Diese selten gebrauchten Metren könnten ein neuer Zugang zu Tightness und Speed sein, als immer nur Sechzehntel auf und ab zu trainieren. In den Achtzigern lagen die schnellsten Tempi der Doublebass-Attacken bei unter 170bpm. Erst als mit Death- und Blackmetal die Sechstolen ins Spiel kamen, wurde so richtig an der Timing-Uhr gedreht.

Ähnliche Schritte könnten dir jetzt mit den Fünfern, Siebenern und Neunern bevorstehen. Aber bitte im Sinne von Groove, ausgewogenem Spiel und Spielfluss. Also, ran an die Kickdrums.

 

 

Im Video weiter unten spielt euch Alexander jede der folgenden Übungen vor.

Die Übungen

Jetzt geht’s an die Übungen. Im Video kannst du dir alles genau anschauen, die Noten findest du jeweils unter den einzelnen Übungen.

Videoübung 1
Spiele sieben Einzelschläge auf der Snare mit Betonungen durch die jeweils führende Hand. Beginne sehr langsam und taste dich an die Metrik ran. Sieh diese Übung als Vorübung, mit der die Time Signatur angeschnitten wird.

Noten Übung 1



Videoübung 2
Spiele nun die Time Signatur mit den Bassdrums. Gleichzeitig spielt die rechte Hand Viertel-Septolen, um die Verschiebung in der Bassdrum zu verdeutlichen. Wichtig ist hierbei der Wechsel der entsteht: im ersten und dritten Viertelpaket auf die rechte Bassdrum, im zweiten und vierten Viertelpaket auf die linke Bassdrum. Dadurch kannst du die Schläge einfach nur auffüllen (ab Übung 4), die Time Signatur bleibt aber gleich.

Noten Übung 2



Videoübung 3
Time Signatur die Dritte, bitte: Um das Ganze noch mehr zu verinnerlichen, spiele mit der rechten Hand unisono mit den Kicks!

Noten Übung 3



Videoübung 4
Jetzt geht’s an die Sieben. Spiele Einzelschläge mit der Bassdrum und Viertel auf der Hi-Hat.

Noten Übung 4



Videoübung 5
Addiere den Backbeat (die Zwei und Vier) mit der Snare zu Übung 4.

Noten Übung 5



Videoübung 6
Addiere den Downbeat (die Viertel) zu Übung 5.

Noten Übung 6



Videoübung 7
Spiele nun mit den Bassdrums Septolen, mit der linken Hand den Backbeat und mit der rechten Viertel-Septolen.

Noten Übung 7



Videoübung 8
Addiere zu Übung 7 den Backbeat mit der Linken.

Noten Übung 8


Videoübung 9
Spiele nun Septolen mit der Bassdrum, den Backbeat mit der Snare und die Time Signature mit der rechten Hand.

Noten Übung 9



Videoübung 10
Als letztes zeige ich dir, wie du aus den Siebenern einen coolen Doublebass-Beat zauberst. Spiele dazu wieder die Septolen mit der Bassdrum, die Time Signature mit der rechten Hand und mit der linken – statt auf den Downbeat – den siebten Schlag auf der Snare vorgezogen. Das klingt doch schon ganz musikalisch, oder?

Noten Übung 10



Fünfer oder Siebener? Welcher ist schwerer zu spielen? Gleichstand, denke ich. Hast du Fragen, gerne auch zu jedem anderen Doublebass-Thema? Schick mir eine Mail. Ich freue mich auch über Feedback von dir.
Viel Spaß mit den Siebener!
Alex

Video



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