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Test: Taylor Academy Series 12e

Mehr braucht man nicht

Von Beginn an mit richtig gutem Equipment spielen, das will eigentlich jeder. Und die Taylor Grand Concert Academy 12e bietet sich dafür an.


Mehr braucht man ...

Wie viel Akustikgitarre braucht man eigentlich wirklich, um tolle Musik zu machen? Bei Taylor will man auch Ein- und Umsteiger mit kleinem Budget begeistern. Und die Academy Series bietet richtig viel Instrument für kleines Geld. Das beweist die Grand Concert Academy 12e eindrucksvoll.

Wenn man weiß, was man tut, braucht man nicht viel, um eine tolle Akustikgitarre zu bauen. Ordentliche Hölzer, solide Hardware und eine durchdachte Konstruktion. Und bei Taylor Guitars war man schon immer darauf bedacht, auch Einsteigern tolle Instrumente zum fairen Preis anbieten zu können, damit diese mit Spaß direkt voll loslegen können. Mit der in diesem Jahr neu vorgestellten Academy Series legt man nun die Einstiegspreise tiefer – ohne auf Qualität oder intelligente Lösungen zu verzichten.

Die Serie kommt aktuell mit drei Grundmodellen: der 10(e), einer Dreadnought, der 12(e), einem Grand-Concert-Modell, sowie der 12(e)-N, einer Nylonstring. Alle Modelle sind mit und ohne Tonabnehmer-/Preamp-System erhältlich. Wir bekamen das Modell 12e zum Test, also die schlanke Grand Concert mit Pickup. In Sachen Holz bringt sie eine solide Sitka-Fichte-Decke sowie einen Sapele-Schichtholzkorpus mit. Dazu gibt es einen – Taylor-typisch – geschraubten Hals aus Mahagoni mit Ebenholzgriffbrett und 20 Bünden sowie Dots zur Orientierung. Schön dezent, trotzdem edel.

Dann holen wir die kompakte Akustikgitarre mal aus ihrem soliden Softcase. Der erste Eindruck ist schon mal top. Toller Duft, makellose Verarbeitung und schlichte Eleganz. Ein Highlight – gerade in dieser Preisklasse – ist die abgeflachte Armauflage an der oberen Zarge. Auch dadurch fühlt die Taylor Academy Series 12e sich auf Anhieb megabequem an und hindert einen in keinster Weise am Spielen. Ganz im Gegenteil fühlt sich dieses Modell selbst für E-Gitarristen erstaunlich leicht spielbar an. Das liegt auch an der – im Vergleich mit den edleren Modellen – etwas kürzeren 632-mm-Mensur und den ab Werk aufgezogenen eher dünnen Elixir-Saiten.

Ebenfalls toll, gerade für Einsteiger: Die Modelle der Academy Series mit Pickup kommen mit einem integrierten Tuner. Mit diesem und den feinfühligen Mechaniken hat man auch ohne große Erfahrung blitzschnell ein sauber gestimmtes Instrument. Überhaupt ist die Gitarre ab Werk richtig klasse eingestellt und lädt förmlich zum Spielen ein. Der eher kompakte Korpus in Kombination mit der abgeflachten Armauflage und dem sehr bequemen Hals sind ein richtig gutes Paket – egal ob für Einsteiger oder erfahrene Musiker. Der erste Eindruck ist jedenfalls 1A, und ich bin mir – gerade auch in Zusammenhang mit dem tollen stabilen Gigbag – sicher: Würde man Akustikgitarristen, die den Preis nicht kennen, fragen, was diese Gitarre wohl kostet, würde sicherlich eine überwältigende Mehrheit die Zahl deutlich höher ansetzen als die rund 700 Euro, die hier tatsächlich fällig werden.



In dieser Preisklasse einzigartig: Die bequem geshapete Armauflage der Taylor Academy Series

Klang, Klang, Klang

Doch Bequemlichkeit und ein schickes Äußeres sind bei weitem nicht alles, denn am Ende zählt natürlich vor allem der Sound. Und hier lässt sich die Grand Concert keineswegs lumpen. Schon direkt beim ersten Anspielen überzeugt der kraftvolle und ausgewogene Sound. Klar, andere Modelle haben im unteren Bereich noch mehr Wumms, aber das ist auch nicht die eigentliche Welt der Taylor. Stattdessen brilliert sie mit spritzigem Sound und durchsetzungsfähigen Mitten. Oder anders gesagt: Wer mit seiner Akustikgitarre möglichst viel „Raum“ im Klangbild mit fetten Akkorden liefern muss, fährt mit der Dreadnought-Schwester Academy 10e sicher besser. Doch wer es gerne mal feinsinniger angeht und auch durchaus auf Solopfaden wandelt, findet hier eine tolle Partnerin. Und das bei dem Preis.

Und wie sieht es an einem Verstärker oder einer PA aus? Da ist man ja von den feineren Taylor-Modellen sehr verwöhnt. Doch auch das hier verbaute ES-B-System mit Taylors Expression System® 2 Piezo Design bringt den akustischen Klang des Instruments schön an die PA oder einen Verstärker. Die Einstellmöglichkeiten sind mit Tone und Volume nicht groß. Aber da der Grundsound stimmt, besteht auch wenig Veranlassung zu extremen Einstellungen. Der Grundsound, der an Mischpult oder Interface ankommt, ist zweifellos sehr ausgewogen und natürlich. Wer Angst vor eventuellem Piezo-Gezirpe hat, kann beruhigt sein. Die Taylor Grand Concert Academy 12e verkneift sich jegliche höhenlastigen, sterilen Klänge und liefert einfach ein schönes Klangbild, das man mit dem Tone-Regler noch dezent an die jeweilige Situation anpassen kann.

Übrigens: Der Pickup/Preamp ist aktiv, sobald man ein Kabel in die Buchse am unteren Gurtpin steckt. Also nicht vergessen, das Kabel nach dem Spielen zu ziehen. Taylor verspricht zwar mehrere hundert Stunden Spielspaß mit den beiden CR2032-Knopfzellen. Aber da man die selten griffbereit hat, sollte man nicht unnötig Strom verschwenden. Drückt man auf die Tuner-Taste, wird der Output übrigens stummgeschaltet – sehr gut. Das Stimmgerät selbst arbeitet extrem genau und schnell. Damit – und mit den geschmeidig laufenden Mechaniken – steht das Tuning im Handumdrehen. Die Elektronik rundet die akustische Basis also sehr gelungen ab. Noch mal staunend auf das Preisschild blicken ...


Die drei Modelle der Taylor Academy Series sind optional mit einem einfachen, aber toll klingenden Pickup-Preamp-System erhältlich.

Fazit, technische Daten & Wertung

Was soll man dazu sagen? Schon erstaunlich, was Taylor hier mit der Grand Concert Academy 12e für rund 700 Euro aus dem Hut zaubert. Man bekommt eine hervorragend verarbeitete Akustikgitarre mit tollen Hölzern und wirklich erstklassigem Spielkomfort. Besonders die elegant geformte Armauflage ist ein echtes Plus. Und bei der tollen Basis wird das Instrument, wenn es denn erst mal eingespielt ist, sicher noch um einiges besser. Dazu kommt die wirklich überzeugende Elektronik. Und das schicke Gigbag rundet das Ganze wunderbar ab. Übrigens: Wer weiß, dass er kein Tonabnehmersystem benötigt, der bekommt das gleiche Modell auch „pur“ für rund 100 Euro weniger.

Bauweise Stahlsaitengitarre mit Piezosystem
Bauform
Grand Concert
Boden & Zargen
Sapele (laminiert)
Decke
Sitka-Fichte (massiv), Academy Series Bracing
Steg
Micarta, kompensierte Stegeinlage (Tusq)
Hals
Sapele, Halsfuß und Kopfplatte angeschäftet
Griffbrett & Brücke
Ebenholz
Sattel Tusq
Bünde 20 (medium)
Mensur 632 mm
Mechaniken geschlossen, verchromt
Hardware Gurtpin (im Halsfuß), Endpin-Buchse
Finish
Satin
Tonabnehmer-System

ES-B

Bedienfeld

Tuner, Tone, Volume

Saiten-Arretierung Bridge-Pins
Saiten (ab Werk) Elixir Phosphor Bronze Light (.012-.053)
Zubehör Gigbag
Hergestellt in Mexiko

 

Wertung:+ richtig edler Look+ erstklassige Verarbeitung + lauter, klarer, ausgewogener Sound+ unaufgeregt angenehm klingendes Pickup-System + bequeme Bespielbarkeit+ Hammer Preis-Leistungs-Vwerhältnis+ integrierter TunerPreis (UVP) 772 € (Ladenpreis rund 650 €)Vertrieb: Taylor Guitars

 

 



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