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Test: Tascam DR-10X Audiorecorder

Auf das Mikro, fertig, Interview!

Tascams DR-10X aufs Mikro stecken und schon hast du einen richtig feinen mobilen Recorder.


Auf das Mikro, ...

Ob für ein Interview, um eine kleine Botschaft für seine Fans aufzunehmen oder um Atmogeräusche festzuhalten: Wenn man schon gute Mikros hat, bräuchte man eigentlich nur noch ein kleines Gerät, um die Signale aufzuzeichnen. Kein Verkabeln mehr, kein sperriges externes Gerät. Genau das bietet Tascam mit dem neuen DR-10X Recorder. Und der zeigt im harten Arbeitseinsatz, dass er auch hohen Anforderungen gerecht wird.

Nanu, was ist das denn? Eine Streichholzschachtel mit XLR-Anschluss? Weit gefehlt, doch zumindest von der Größe kommt die Beschreibung des Tascam DR-10X hin. Es handelt sich hier um einen äußerst mobilen Audiorecorder, der nicht nur schön kompakt ist, sondern jedes Mikro mit XLR-Anschluss (so lange es keine Phantomspeisung vom Tascam benötigt) in einen hochwertigen Audiorecorder verwandelt. Klar, die Qualität der Aufnahmen hängt natürlich massiv vom verwendeten Mikrofon ab, aber wenn das ein sauberes Signal liefert, nimmt der Tascam es in richtig guter Qualität auf – bei Bedarf sogar doppelt. Doch eins nach dem anderen.

Der DR-10X ist so kompakt und leicht, dass er in jedem Gigbag, Rucksack oder auch einfach in der Hosentasche immer locker Platz findet. Es gibt also keinen Grund ihn nicht immer dabeizuhaben. Der Umgang mit dem winzigen Audiorecorder ist ebenso leicht. Einfach unten ans Mikro stecken wo normalerweise das Kabel seinen Platz findet – fertig. Eine gute Idee ist der Befestigungsmechanismus, mit dem man das Mikro und den Tascam optimal wackelfrei miteinander verbinden kann. Je nach angeschlossenem Mikrofon sitzt der teilweise allerdings sehr eng, im Einzelfall lässt sich das Mikrofon sogar nicht weit genug auf den Tascam schieben. In diesem Ausnahmefall kann man jedoch die Kunststoff-Schaumgummi-Vorrichtung einfach abziehen. Nicht optimal, geht aber auch. Und dank Verriegelung am XLR-Stecker hält der Tascam auch dann garantiert. Er wackelt eben nur etwas.

Bevor es losgehen kann, muss man den DR-10X allerdings noch füttern, und zwar mit einer microSD(HC)-Karte sowie einer AAA-Batterie bzw. dem entsprechenden Akku. Der Tascam kann Speicherkarten bis zu 32 GB verarbeiten. Als Faustregel gilt: 1 GB reicht für rund eine Stunde Aufnahme im Dual Mode oder zwei Stunden im Normal Mode. Der Dual Mode ist ein praktisches Feature. Hier wird nämlich zusätzlich zur normalen Spur (und ebenfalls im WAV-Format bei 48 kHz und 24 Bit) eine Spur mit 6 dB niedrigerem Pegel mitgeschnitten. So hat man noch ein Backup, falls die Originalspur im Eifer des Gefechts doch mal übersteuert. Ach so: Mit einer normalen AAA-Batterie kann man rund 10 Stunden aufnehmen, mit guten Akkus etwas weniger, mit hochwertigen Lithium-Zellen rund 50 % länger. Wer das Gerät eher stationär und für lange Aufnahmen einsetzt, kann auch die Mini-USB-Buchse zur Stromversorgung nutzen.


Die Stromversorgung des Tascam DR-10X läuft über eine AAA-Zelle – oder die Micro-USB-Buchse

Ab ans Mikro

Also, packen wir den DR-10X doch flugs an ein gewöhnliches dynamisches Gesangsmikro. Schon haben wir einen optimalen Recorder für Interviews, aber auch um bei Bandvideos (etwa um seine Fans zum Konzert einzuladen) endlich einen guten Sound zu haben oder um Atmosounds in bester Qualität aufnehmen zu können. Die Bedienung aller Funktionen läuft über vier Taster auf der Front sowie einen Schieber auf der Seite, mit dem man das Gerät ein- und ausschaltet und die Aufnahme startet und stoppt.

Alle Menüeinstellungen lassen sich ganz leicht und ohne Studium der Bedienungsanleitung an der Front vornehmen – über erwähnte vier Taster sowie ein kleines, aber immer gut ablesbares Display. Ein langer Druck auf die „Menu“-Taste links zeigt einem schnell die verbleibende Aufnahmezeit an. Ansonsten ruft hier ein kurzer Druck das Menü auf, durch das man sich mit „Up“ und „Down“ taste(r)t und mit „Enter“ die gewünschte Funktion (de)aktiviert. Das geht wirklich ganz intuitiv.

Hier kann man etwa den Eingangspegel in drei Stufen vorwählen (die Aussteuerung sieht man, wenn man das Menü verlässt, auf dem Display), einen Low Cut und einen Limiter setzen oder den „Dual Rec Mode“ aktivieren. Auch sämtliche Time-Code-Features, die Benennung der Dateien und das Formatieren der Speicherkarte lassen sich hier schnell erledigen. An dieser Stelle kann man auch schauen, welche Software-Version gerade auf dem DR-10X läuft. Gibt es eine neuere, kann man den Recorder über die Speicherkarte updaten.

Die Bedienung des Tascam läuft ganz intuitiv über vier Taster und das Display.

Einfachste Bedienung, glasklarer Sound

So, genug geredet, legen wir los. Also, Tascam an der Seite einschalten, den Schieber lang nach oben ziehen und schon nimmt das Kästchen auf. Beendet wird die Aufnahme auf die gleiche Weise – so einfach kann Recording sein. Über die Kopfhörerbuchse an der Seite kann man sich übrigens nicht nur die Aufnahmen anhören, sondern auch vorab checken, ob der Pegel passt und keine Übersteuerungen vorliegt. Die Aufnahmen selbst sind – bei entsprechend hochwertigen Mikros – absolut glasklar, mit minimalem Rauschen und vor allem bei Gelegenheiten wie Interviews in lauten Räumen Kameramikros haushoch überlegen.

Wir hatten praktischerweise die Gelegenheit, die neuen Tascams direkt auf der NAMM Show live in den Härtetest zu schicken – und sie haben sich perfekt bewährt. Durchweg störungsfrei, immer einsatzbereit, ausdauernd und auch kaum spürbar am Mikrofon – kein Wunder bei nicht mal 70 Gramm inklusive Batterie. Wer es nicht glaubt: In folgendem Video stelle ich das Tascam kurz vor, dazu gibt es Vergleichsaufnahmen des Tascam DR-10X mit den integrierten Kameramikros. Zugegeben ein Kampf mit ungleichen Waffen, aber so hört man deutlich, wie groß der Unterschied ist.

Da Bilder ja oftmals mehr sagen als tausend Worte haben wir hier noch ein kleines Video für dich, in dem ich die wichtigsten Features des Tascam DR-10X kurz zeige. Zudem siehst du hier wie viel besser Aufnahmen mit dem Tascam auch unter schwierigsten Bedingungen gelingen.



An den Seiten des Tascam DR-10X findet sich u.a. der Kartenslot, der Kopfhöreranschluss sowie der Schieber für On/Off und Recording.

Technische Daten & Wertung

Typ mobiler Audiorecorder
Gehäuse Kunststoff
Anschlüsse 

XLR In, Micro USB, Headphones

Regler, Taster Menu, Down/Zurück, Up/Vor, Enter/Play, Phones laut & leise, On/Rec
Aufnahmeformat Mono-WAV-Dateien (BWF-Format), 48 kHz, 24 Bit
Speichermedium microSD oder microSDHC Card (bis 32 GB)
Stromversorgung Alkaline-Batterie, Lithium-Batterie oder NiMH-Akku (AAA), Micro-USB
Maße (HxBxT) 52 x 95 x 28 mm
Gewicht 68 g (mit Batterie)
Besonderes Einfachste Bedienung, parallele Aufnahme zweier Dateien mit unterschiedlichem Aufnahmepegel möglich, Firmware-Aktualisierung über microSD-Karte möglich
Hergestellt in China

 

Wertung:

+ tolle Idee, richtig gut umgesetzt
+ hohe Klangqualität
+ leichte Bedienung
+ praktische Features wie Limiter und parallele Aufnahme mit geringerem Pegel
+ geringer Stromverbrauch
+ kein Stress mehr mit Kabeln

Preis (UVP): 199 €

Vertrieb: TEAC Europe GmbH
Weitere Infos: Tascam DR-10X



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