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Test: Sennheiser MKE 440

Der perfekte Sound zum perfekten Bild

Moderne Kameras liefern oft unfassbar tolle Bilder – doch beim Ton hapert es gerne. Abhilfe schafft das neue Sennheiser MKE 440.


Der perfekte Sound ...

Immer mehr Bands, Techniker oder Tourbegleiter drehen ständig Videos. Sei es für ein Tourtagebuch, für Ankündigungen oder ganz klassisch bei Live-Mitschnitten. Und in Sachen Bildqualität hat sich da wirklich viel getan in den letzten Jahren. Doch gerade wenn es um Musik geht, möchte man zum megascharfen Bild auch überzeugenden Sound – doch den liefern die Kameras kaum. Zeit für ein externes Mikrofon, und da hat Sennheiser mit dem neuen MKE 440 etwas ganz spannendes im Programm.

Schaut man sich manche Videos an, die mit einem aktuellen Smartphone gedreht wurden, ist kaum zu fassen, wie gut die Bildqualität dort mittlerweile geworden ist. Vor zehn Jahren hätten Besitzer semi-professioneller Camcorder dafür getötet. ☺ Und geht man ein Level weiter, also zu System- und DSLR-Kameras, ist nochmals ein deutlicher Qualitätssprung festzustellen. Die Bilder sind ultrahochauflösend (4K), extrem farbtreu und plastisch und zeigen auch bei schlechten Lichtverhältnissen viele Details und kaum Rauschen.

Man macht also Aufnahmen, zieht sie auf den Rechner und will sie in Ruhe checken – und dann „beißt“ einen der Sound ins Ohr. Wenn es zu laut ist, ist er übersteuert, aber auch sonst ist er oft dünn, eindimensional und leblos. Und das ist ja auch kein Wunder, denn die Mikrofone, die in den Kameras verbaut sind, sind meist klein, nicht an der optimalen Stelle platziert und einfach überfordert – gerade wenn es laut wird. Doch keine Sorge, es gibt ja Alternativen.

Selbstverständlich könnte man das Audiosignal auch getrennt aufnehmen und dann später im Schnitt dazumischen. Aber gerade wenn es schnell gehen soll oder man sich die Arbeit nicht unnötig schwer machen möchte, wäre es schon schöner, wenn man einfach direkt tollen Sound auf die Kamera aufnehmen könnte. Genau deshalb haben bessere Kameras auch meist einen Eingang für ein externes Mikrofon – und im Optimalfall sogar noch einen Ausgang für einen Kopfhörer, sodass man direkt hören kann, ob auch alles gut klingt und nichts übersteuert.

Und es gibt spezielle Mikrofone, die genau für diesen Zweck konstruiert wurden. So wie unser heutiger Testkandidat, das Sennheiser MKE 440, das dafür gedacht ist, auf den Blitzschuh der Kamera gepackt und dann mit dem Mikrofon in der Kamera verbunden zu werden. Das klingt doch gut, das probieren wir direkt aus.


Das Sennheiser MKE 440 sitzt sehr unauffällig auf der Kamera.

Kompakt, einfach, gut

In der Box des MKE 440 befindet sich dann auch „nur“ das Mikrofon selbst sowie zwei AAA-Batterien, die man für den Betrieb benötigt. Diese halten laut Sennheiser rund 100 Stunden lang. Das kann ich so (noch) nicht bestätigen, denn so lange habe ich das Mikro noch gar nicht genutzt – aber bisher halten die Batterien locker durch. Ansonsten braucht man ja auch nichts ... und auch die Bedienung ist quasi selbsterklärend. Wer allerdings viel draußen filmt beziehungsweise mit Wind oder Gebläse rechnet, der sollte über den Kauf des passenden MZH 440-Windschutzes nachdenken, den man für rund 50 Euro bekommt.

Am Mikrofon selbst kann man nicht allzu viel einstellen – wozu auch? Neben dem Power-Schalter mit integrierter LED, damit man auch sieht, ob das Mikrofon aktiv ist bzw. dass die Batterie leer wird, befinden sich lediglich die Regler für das Input Level (-20/0/+20 dB) sowie für einen Lowcut. So kann man das Mikrofon optimal an die jeweilige Aufnahmesituation und die Kamera anpassen. Den Rest stellt man dann sowieso über das Kameramenü ein. Ansonsten gibt es nur ein fest installiertes Spiralkabel mit 3,5-mm-Stereostecker sowie die Halterung für den Blitzschuh der Kamera. Darin befindet sich übrigens auch ein 1/8"- Gewinde, wodurch man das Mikro auch bequem auf ein Mikrofonstativ (mit Adapter) oder ähnliches packen kann.

Technisch gesehen handelt es sich beim Sennheiser MKE 440 um zwei auf einander abgestimmte Mini-Shotgun-Mikrofone in Supernierencharakteristik, die sehr stark gerichtet sind und somit Schall, der nicht in Filmrichtung liegt, gut ausblenden können. Das Ganze ist schön kompakt, lässt sich schnell auf dem Blitzschuh der Kamera befestigen und ist mit rund 180 Gramm inklusive Batterien auch so leicht, dass es beim Herumlaufen mit der Kamera nicht stört. Dennoch bestehen das Gehäuse und das Gitter nahezu komplett aus Metall und wirken sehr robust. Ebenso robust ist auch der maximale Schallpegel von 132 dB. Will man also nicht direkt hinter einer Flugzeugturbine oder im Inneren einer Bassdrum aufnehmen, sollte es hier keine Probleme geben.

Am Ende zählt aber doch das Ergebnis, das man auf einer Speicherkarte festhalten kann. Also, ab auf die Kamera und erstmal einpegeln. ☺ Das ist schnell erledigt, der Vergleichstest mit dem internen Mikro steht an – und der ist frappierend. Wo das integrierte Kameramikro dünn und flach klingt, hat man beim Sennheiser MKE 440 satte Bässe, eine knallende Bassdrum und ein tolles Stereobild. Man spricht ja gerne von einem komplett anderen Level – und hier ist das tatsächlich so, das sind zwei Welten. Auch die Richtwirkung des MKE 440 ist um Klassen besser als beim integrierten Mikro. Dreht man sich von einer Klangquelle weg und zu einer anderen hin, wird die erste wirklich massiv leiser. So kann man beispielsweise auch in lauteren Umgebungen noch Interviews führen usw. Und auch der optionale Windschutz arbeitet sauber und unauffällig.

Wer viel in freier Natur und mit Wind arbeitet, der sollte sich den passenden MZH-440-Windschutz gönnen.

Fazit, technische Daten & Wertung

Geiles Bild UND geiler Ton? Mit einer guten Kamera und dem Sennheiser MKE 440 ist das kein Problem mehr. Es ist robust gebaut, einfach zu bedienen und macht das, was es soll: richtig tollen Sound! Wer also viel filmt – auch in akustisch anspruchsvollen Umgebungen –, für den ist das externe Stereomikrofon eine klasse Wahl. Einfach mal ausprobieren – und sich überraschen lassen, wie viel besser das Video mit dem Sennheiser-Sound klingt.

Wandlertyp Stereo-Kondensatormikrofon
Übertragungsbereich

50 Hz bis 20 kHz

Richtcharakteristik

Superniere

Maximaler Schalldruckpegel 132 dB SPL
Stromversorgung 2x AAA-Batterie
Anschluss

3,5-mm Stereoklinke

Schalter

On/Off, Pegel (- 20 dB/0 dB/+ 20 dB), Lowcut On/Off

Gewicht

ca. 180 g inkl. Batterien

Maße 67 x 106 x 128 mm
Zubehör (optional)

Zubehör (optional)

Herkunftsland Deutschland

 

Wertung:
+ superrobust
+ einfach zu bedienen
+ perfekt für Kameras mit Blitzschuh
+ tolle räumliche Sounds
+ gute Richtwirkung
+ lange Batterielaufzeit

Preis (UVP): 415,31 Euro

Vertrieb: Sennheiser Deutschland
Weitere Infos: Sennheiser MKE 440

 

 



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