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Test: Mapex Armory Drumset

Mehr Spaß für Rocker

Das Mapex Armory rockt mit coolen Features und knackigen Sounds – im Test erfährst du mehr.


Mehr Spaß für ...

Ein Drumset, das sich von alleine stimmt? Nicht ganz. Aber die neue Armory-Serie von Mapex hilft dir mit seiner neuen SoniClear-Gratung dabei, dass das Stimmen einfacher von der Hand geht. Und auch sonst ist das Set im mittleren Preissegment einen Anspieler wert – wenn nicht gar mehr. Denn hier wird ordentlich was geboten.

Anfang des Jahres stellte Mapex die Armory-Serie vor, die mit vielen Features das mittlere Preissegment belebt und zudem zusammen mit der Mars-Serie das bekannte Meridian ablösen soll. Zum Test erhielten wir ein Shellset in Rock-Konfiguration: 22“ x 18“ Bassdrum, 10“ x 8“ und 12“ x 9“ Tomtom, 16“ x 16“ Floortom sowie 14“ x 5,5“ Tomahawk-Snare. Vier weitere vorkonfigurierte Versionen stehen zur Auswahl. Welche das sind, findest du im Abschnitt Preise/Technische Daten.

Schon beim Auspacken fällt die Lackierung des schwarz-transparenten Kessels auf, die mit ordentlicher Tiefe beeindruckt, wobei die durchschimmernde Maserung ihren Großteil dazu beiträgt. Die Lackierung ist top und auch im Inneren der Kessel gibt es nichts auszusetzen – alles ist sauber geschliffen und ansonsten unbehandelt.

Das Armory-Set gibt es in sieben verschiedenen Finishes, wobei Mapex passend zu den Lackierungen die Kesselhardware gestaltet hat. So werden die Finishes Transparent Black (BTB), Magma Red (BNV) und Mantis Green (BGM) mit schwarzer, die Farben Photon Blue (CBI), Arctic White (COW), Transparent Walnut (CWT) und Cordovan Red (CRE) mit verchromter Kesselhardware ausgeliefert. Bei der schwarz beschichteten Hardware kommt ein neues Verfahren zum Einsatz. Mehr darüber findest du im Absatz Hardware.

Die Kessel der Armory-Serie bestehen aus Ahorn mit jeweils einer Lage Birke innen und außen. Insgesamt bestehen die Kesselwände aus 6 Lagen und fallen mit 7,2 mm gegenüber anderen 6-lagigen Kesseln eher dick aus. Diese Hybrid-Konstellation soll die Sound-Vorteile beider Hölzer vereinen.

Das Set besitzt keine Bassdrumrosette. Dem Paket liegen jedoch passend zur Hardware zwei Halterungen zur Befestigung an Beckenständern oder Rack bei.


Innovativ – die Highlights des Armory-Drumsets

Beim Check der Kesselgratungen, die perfekt geschliffen sind, fällt sofort das bedeutendste Feature der Armory-Serie auf: die SoniClear-Gratung. Sie ist nicht wie meist üblich im 45° Winkel mit leichtem Gegenschnitt gefräst, sondern deutlich abgerundeter. Der Vorteil: Das Fell liegt besser auf und durch das Mehr an Auflagefläche vereinfacht sich das Stimmen. Mehr Auflagefläche bedeutet aber auch gleichzeitig mehr Dämpfung, was sich wiederum auf den Klang auswirkt. Schaut man sich jedoch die meisten Sets an – gespickt mit Moongel, Taschentüchern oder sonstigen dämpfenden Materialien – ist diese Art von Dämpfung wirklich zu vernachlässigend klein.

Ein weiteres Feature ist die SoniClear-Aufhängung der Toms. Durch die Dreipunktbauweise ist das System komplett vom Kessel gelöst. Halt findet es an zwei Böckchen, an welche die Halterung von unten angeschraubt ist, sowie einen dritten Punkt, der lediglich der Abstandshaltung dient und auf einem winzigen, in den Kessel eingebrachtem Logo aufliegt. Das Besondere: Jedes noch so kleine Teil wurde mit Gummi isoliert und zwar nicht nur an den kritischen Stellen bei den Böckchen, sondern im gesamten System.

Damit auch die Floortoms bestens schwingen können, spendiert Mapex dem Armory-Set Beine, die funktional schon aus der höherklassigen Saturn-Serie bekannt sind. Durch ihre besonderen Füße schwingen sie freier und verhindern gleichzeitig, dass zu viele Schwingungen und damit Ton vom Boden geschluckt werden.

 

 

Das Herz – die Tomahawk-Snare

Die mitgelieferte Tomahawk-Snare ist das i-Tüpfelchen des Armory-Shell-Pakets. Die 14“ x 5,5“ messende Stahl-Snare besitzt einen schwarz verchromten 1 mm dicken Kessel, der total verspiegelt ist. Was ein optischer Augenschmaus ist, hat jedoch praktische Nachteile: Man sieht jeden Fingerabdruck und die Oberfläche ist natürlich auch sonst recht anfällig. Ansonsten ist der Stahlkessel sehr gut verarbeitet und auch die Naht ist kaum zu spüren. Die Gratung ist ähnlich die der Kessel und durch die Umbörtelung leicht rund – hier spürt man lediglich an der Naht einen leichten Huckel, was jedoch vernachlässigt werden kann.

Die 10 Tube-Lugs verfügen über gute Gewindeeigenschaften, sodass die Stimmschrauben leicht laufen können, was wiederum das Stimmen vereinfacht. Als Spannreifen kommen 2,3 mm Power-Hoops zum Einsatz. Die vertikale Abhebung ist schlicht und leichtgängig. Als Teppich kommt ein 20-spiraliger Noname-Teppich mit Stahl-Spiralen und Messing-Endplatten zum Einsatz. Gespannt wird dieser mittels breiten, schwarzen, fein gewebten Kunststoff-Bändern. Als Schlagfell verwendet Mapex ein beschichtetes USA-Remo Ambassador, als Resonanzfell ein dünnes Remo-UT.

Perfektes Rock-Set – der Sound

Die Tomahawk-Snare klingt sehr offen und kann sich durch ihren knalligen Ton sehr gut durchsetzen. Obwohl sie einen guten Stimmumfang hat, entfaltet sie erst bei etwas höherer Stimmung ihr komplettes Potential. Rimshots kommen dann knallig und kernig, Rimclicks hell und angenehm holzig. Die Ansprache ist fein aber nicht zu sehr, so dass sie nie hektisch klingt. Im Groben gesagt: Die Tomahawk ist eine waschechte Rocksnare, und zwar ohne klanglich viel Firlefanz veranstalten zu müssen. Mit doppellagigen oder Plus-Fellen bekommt sie noch etwas mehr Tiefgang und Fülle.
   
Dem Klang der Tomahawk-Snare stehen die Toms und Bassdrum in nichts nach. Auch wenn hier Mapex komplett auf Remo UT-Felle setzt, kannst du schon mit Werksfellen einen guten Sound rausholen. Der gewaltigste Ton mit viel Sustain und Schub stellt sich bei mittlerer Stimmung ein, auch wenn das Floortom ordentlich weit runter kommt. Mit Remo-Plus-Fellen gab es klanglich noch mal einen großen Sprung nach vorn. So nahm der Stimmumfang deutlich zu und auch der Ton wurde noch offener, mit mehr Wärme und Bass.

Die Bassdrum überzeugt mit einer schönen Ausgewogenheit an Attack und Ton bei gutem Schub. Perfekt für rockige Nummern. Höher gestimmt nimmt der Attack zu.

Passend zum Set – die Hardware

Ein klarer Hingucker ist die schwarze Kesselhardware, die irgendwie den Anschein erweckt aus Kunststoff zu sein, was sie allerdings nicht ist. Der Eindruck entsteht durch ein neues Beschichtungsverfahren. So bringt Mapex das Schwarz mittels „Black Electro-Plating Process“ auf die Metallteile. Durch dieses neue Verfahren soll die Hardware nicht nur cooler aussehen, sondern auch widerstandsfähiger gegen „Einschläge“ sein, im Gegensatz zur pulverbeschichteten Variante.

Unser Test-Set kam aus dem Messeausstellungsbestand der diesjährigen Frankfurter Musikmesse. Und mal ehrlich: Wo gibt es einen extremeren Härtetest als dort, wo jeder auf die Trommeln haut und alles am laufenden Band hin und her geschraubt und verstellt wird? Auch wir unterzogen den Toms noch einem Rimshot-freundigen Abend. Das Fazit: keine Spuren sichtbar. Auch Zusammenstöße mit anderen Hardwareteilen – im Rahmen der normalen Nutzung – lässt die Beschichtung kalt. Einen weiteren Härtetest haben wir nicht unternommen.

Alle Hardwarekomponenten sind mit dickem Gummi vom Kessel oder anderen Hardwareteilen isoliert – egal ob Böckchen, Bassdrumklauen oder am Kessel angebrachte Halterungen oder Typenschilder. Dies ist zwar schon fast Standard in dieser Preisklasse – aber eben nur fast. Denn eine komplette Entkopplung ist Ausnahme.

Zu dem Shell-Set bietet Mapex auch die passende Hardware an, welche gleich im Bundle aber auch einzeln erhältlich ist. Die Hardware gibt es in Chrome und in komplett schwarz beschichteter Ausführung sowie – der Clou – als Hybrid-Version: Hier sind alle Gelenke bzw. Parts in denen man was einstellen kann schwarz, alle Rohre hingegen verchromt – ein echter Hingucker!

Fazit / Wertung

Das Mapex Armory-Set ist ein für die Preisklasse sehr gutes Set, was mit vielen sinnvollen und praktischen Features ausgestattet ist. Sehr schön ist das Potential, das die Kessel entfalten können. Aber auch schon mit Werksbefellung zeigt es, wofür es geschaffen ist: Es will rocken. Vor allem die Snare sprüht nur so vor Energie. Und das Beste: Es lässt sich wirklich leicht stimmen.


Wertung:
+ sehr gute Verarbeitung
+ stimmerleichternde Gratung
+ fetter Sound bei mittlerer Stimmung
+ gute Rocksnare (Tomahawk) inklusive
+ Möglichkeit das Shell-Set mit Hardware zu bundeln

Preise / Technische Daten

Vertrieb
Hersteller Mapex Drums
Internet Mapex Armory
Preise (UVP) Armory Shells 5tlg 928 EUR
  Armory Shells 6tlg 1.047 EUR
 
Armory Hardware
475 EUR
Technische Daten
Erhältliche Shellset-Konfigurationen Rock (22“ x 18“ BD, 10“ x 8“ & 12“ x 9“ TT, 16“ x 16“ FT, 14“ x 5,5“ Tomahawk Snare)
  Studio 1 (22“ x 20“ BD, 10“ x 7“ & 12“ x 8“ TT, 14“ x 12“ & 16“ x 14“ FT & 14“ x 5,5“ Tomahawk Snare)
  Studio 2 (22“ x 18“ BD, 10“ x 7“ & 12“ x 8“ TT, 14“ x 12“ & 16“ x 14“ FT & 14“ x 5,5“ Tomahawk Snare)
  Studio 3 (22“ x 20“ BD, 10“ x 8“ & 12“ x 9“ TT, 14“ x 14“ & 16“ x 16“ FT & 14“ x 5,5“ Tomahawk Snare)
 
Fusion (22“ x 18“ BD, 10“ x 8“ & 12“ x 9“ TT, 14“ x 14“ FT, 14“ x 5,5“ Tomahawk Snare)
Kesselholz Birke/Ahorn-Hybridkessel (Kern: Ahorn, Außenlagen: Birke)
Kesselstärke
6 Lagen, 7,2 mm
Erhältliche Finishes Transparent Black (BTB) mit schwarz beschichteter Hardware
  Magma Red (BNV) mit schwarz beschichteter Hardware
  Photon Blue (CBI) mit Chrome-Hardware
  Arctic White (COW) mit Chrome-Hardware
  Transparent Walnut (CWT)mit Chrome-Hardware
  Mantis Green (BGM) mit schwarz beschichteter Hardware
 
Cordovan Red (CRE) mit Chrome-Hardware
Hardware
schwarz beschichtet
Tomhalter-System SoniClear Suspension System
Felle Mapex


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